Lindsey Vonn ist zurück im Kraftraum
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Ein Monat nach Olympia-Sturz:Lindsey Vonn ist zurück im Kraftraum

So hat Vonn ihren üblen Olympia-Sturz erlebt
«Schmerzen haben sich tief ins Gedächtnis eingebrannt»

Bei der Olympia-Abfahrt bricht sich Lindsey Vonn das Bein und entgeht einer Amputation nur knapp. Im ersten Interview seit dem verheerenden Sturz spricht sie über Schmerzen, Erinnerungen und die Zukunft.
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Lindsey Vonn wollte bei der Olympia-Abfahrt zu Gold fahren.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Lindsey Vonn stürzt bei Olympia-Abfahrt in Cortina und verletzt sich schwer
  • Not-OP rettet ihr gebrochenes Bein vor Amputation, Schmerzen unerträglich
  • Vonn, 41, unsicher über Zukunft: Reha statt Skifahren, mögliche Kinder
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Dominik ManiRedaktor Sport-Desk

Die Bilder des Sturzes von Lindsey Vonn bei der olympischen Abfahrt in Cortina gingen um die Welt. Die Zuschauer, die ihre Schreie im Live-TV hörten, werden diese wohl auch noch in Erinnerung haben. Seit die US-Amerikanerin wieder im Stande ist ein Handy zu bedienen, nimmt sie ihre Fans auf Instagram in ihrem Heilungsprozess mit Bildern und Videos mit. Jetzt hat die 41-Jährige erstmals ein Interview gegeben.

«Mein Bein war gebrochen. Ich hatte meine Skier noch an. Mein Bein war verdreht, und ich konnte die Skier nicht ausziehen. Ich konnte mich nicht bewegen und schrie um Hilfe», erinnert sich Vonn im Gespräch mit dem US-Magazin «Vanity Fair». Sie habe jemanden gebraucht, der ihr die Ski abnimmt, führt sie weiter aus. Nachdem Vonn mit dem Helikopter in den nächsten Spital geflogen wurde, wurde sie mit Schmerzmitteln versorgt. Doch die Wirkung liess bald nach: «Die Schmerzen waren einfach unerträglich. Ich schrie aus voller Kehle: «‹Holt mich hier raus!› Es wollte einfach nicht nachlassen. Es liess nicht nach. Das hat sich mir tief ins Gedächtnis eingebrannt», blickt sie auf die ersten Stunden nach dem Sturz zurück.

Vonn lässt Zukunft offen

Trotz ihres Superstar-Status erhielt die Olympiasiegerin im Spital keine Spezialbehandlung. «Ich teilte das Zimmer mit anderen Patienten, nur ein dünner Vorhang war zwischen uns», sagt sie. Eine Not-OP verhinderte, dass ihr das gebrochene Bein nicht abgenommen werden musste. Mittlerweile ist Vonn wieder zu Hause und konzentriert sich auf die Reha. Ob sie trotz der Horror-Verletzung genug hat vom Ski fahren, will sie sich offenlassen.

«Ich möchte nicht, dass die Leute sich auf diesen Sturz fixieren und mich nur deswegen in Erinnerung behalten», sagt Vonn. «Was ich vor den Olympischen Spielen geleistet habe, hat noch niemand zuvor geschafft. Ich war die Nummer eins in der Gesamtwertung. Niemand erinnert sich daran, dass ich gewonnen habe.» Angesprochen auf ihre Zukunft, will sie sich nicht festlegen. «Ich weiss nicht, was in zwei oder drei Jahren kommt. Vielleicht habe ich bis dann zwei Kinder, vielleicht habe ich keine Kinder und fahre wieder Rennen.» Es wird so oder so ein langer Weg zurück zur vollen Gesundheit und der damit verbundenen Normalität.

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