Pinturault gewinnt Slalom von Val d'Isère
Zenhäusern scheidet auf Podest-Kurs aus

Auf Podestkurs liegend scheidet Ramon Zenhäusern im Slalom von Val d'Isère aus. Dominiert werden die beiden Läufe von Alexis Pinturault. Der Franzose holt sich überlegen den Sieg.
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Die Schweizer gehen leer aus:Pinturault gewinnt überragend in Val d'Isère

Das Podest

1. Alexis Pinturault (Fra) 1:47,91
2. Andre Myhrer (Swe) +1,44
3. Stefano Gross (Ita) +1,47

Die Schweizer

7. Loic Meillard +1,85
10. Daniel Yule +2,35
27. Luca Aerni +4,69
Out im 2. Lauf: Ramon Zenhäusern
Out im 1. Lauf: Tanguy Noel
Out im 1. Lauf: Sandro Simonet
Out im 1. Lauf: Reto Schmidiger
Out im 1. Lauf: Marc Rochat

Die Schweizer bekunden mit dem schwierig gesteckten Kurs ihre liebe Mühe. Mit Noel, Simonet, Schmidiger und Rochat scheiden gleich vier Eidgenossen im ersten Lauf aus. All diejenigen, die durchkommen, schaffen es auch in den zweiten Durchgang. Dort bleibt der Exploit aber aus. Nach dem ersten Durchgang liegt Ramon Zenhäusern auf Podestkurs. Doch dann scheidet er in Führung liegend aus. Sehr bitteres Out! Loic Meillard (7.) und Daniel Yule (10.) zeigen einen guten zweiten Lauf und klassieren sich in den Top Ten. Der vierte Schweizer Luca Aerni hat grosse Mühe mit der Piste und kassiert viel Zeit. Immerhin reicht es am Ende für Weltcup-Punkte.

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Der Franzose Alexis Pinturault holt auf heimischer Piste den Slalom-Sieg.
Foto: Getty Images

Das Rennen

Die Franzosen jubeln! Denn Alexis Pinturault zaubert zwei Traumläufe in den Schnee und gewinnt mit fast eineinhalb Sekunden Vorsprung auf den Schweden Andre Myhrer. Was für eine Machtdemonstration im Heim-Rennen! Hinter ihm macht Henrik Kristoffersen mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang einen grossen Sprung nach vorne. Im ersten Lauf wäre für ihn das Rennen beinahe ungewöhnlich früh zu Ende gewesen. Nach einem Ausrutscher kann er sich aber gerade noch ins Ziel – und trotz knapp drei Sekunden Rückstand – in den zweiten Lauf retten. Dort fährt er mit der ganzen Wut im Bauch als Vierter los. Es ist der Anfang einer grossen Aufholjagd – die mit dem undankbaren vierten Platz jedoch keinen krönenden Abschluss findet. Nur eine Hundertstelsekunde fehlt dem Norweger fürs Podest.

Das gab zu reden

Er ist definitiv der Überraschungsmann: Der 22-jährige Luke Winters rast im ersten Lauf mit der Startnummer 40 auf den zweiten Rang. Die Konkurrenz staunt nicht schlecht ab seinem Husarenritt. Auch er selber kann sein Glück kaum fassen. Im zweiten Lauf scheinen ihm die Nerven aber einen Strich durch die Rechnung zu machen. Am Ende reicht es für den 19. Platz.

Die Stimmen (zu SRF)

Zenhäusern zu seinem Ausfall: «Ich bin mit Vollgas los und dann weiss ich nicht, ob ich eingefädelt habe oder nicht. Ich habe mit der Skispitze an der Innenstange angehängt und das hat mich dann aus dem Konzept gebracht. Ich glaube nicht, dass ich zu viel wollte. Es war schon der richtige Weg, so loszulegen. Und wenn ich eingefädelt habe, habe ich schlussendlich ja richtig gehandelt und sonst hätte ich einfach schneller reagieren müssen.»

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Er war auf Podestkurs:Hier scheidet Zenhäusern im 2. Lauf aus

Luca Aerni: «Oben ging es besser als im ersten Lauf, aber dann machte ich ein Fehler und von da an war es nur noch ein Kampf. Die Piste ist allgemein ein einziger Kampf. Der Schnee ist sehr aggressiv und das macht es nicht einfach. Ich hatte grosse Mühe meinen Rhythmus zu finden.»

Die Bedingungen

Nachdem der Slalom am Samstag vom Winde verweht wurde, sind die Bedingungen heute perfekt. Blauer Himmel und gute Sicht. Den Slalom auf den Sonntag zu verschieben, war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

So gehts weiter

Nächstes Wochenende geht es für die Männer nach Gröden, wo ein Super-G (20. Dezember) und eine Abfahrt (21. Dezember) auf die Athleten warten. Es sind also wieder die Speed-Spezialisten gefragt.

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