«Habe gedacht, werde wieder Vierter»
Meillard dank starkem 2. Lauf auf dem Podest

Erster Slalom des Winters, erster Podestplatz! Loïc Meillard wird in Val-d'Isère Dritter. Nur Ösi Feller und der unwiderstehliche Norweger Lucas Braathen sind schneller.
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Von fünf auf drei:Meillard sichert sich das Podest mit starkem 2. Lauf

Das Podest

1. Lucas Braathen (No) 1:38,14
2. Manuel Feller (Ö) +0,84
3. Loïc Meillard (Sz) +0,98

Das Rennen

Die Ausgangslage vor dem 2. Lauf ist für Loïc Meillard (5.) und Daniel Yule (8.) klar: Voller Angriff! Die beiden Slalom-Asse liegen nur wenige Zehntel hinter dem Treppchen. Heisst: Mit einem Traumlauf kanns noch weit nach vorne gehen. Und ein solcher kommt auch.

Nachdem der vor Meillard gestartete Yule bereits eine starke Fahrt in den Schnee zaubert, legt Podestfahrer Meillard noch einen drauf: Dank einem sackstarken Schlusssektor übernimmt er die Führung.

Für kurze Zeit darf der Schweizer gar vom Sieg träumen. Doch Feller und der spätere Sieger Lucas Braathen – dem ein fehlerloser zweiter Durchgang im Stangenwald auf der «Face de bellevarde» gelingt – fangen den Schweizer noch ab. Trotzdem: Der dritte Rang lässt sich mehr als sehen.

Die anderen Schweizer

7. Daniel Yule, + 1,37
15. Ramon Zenhäusern, + 2,2
DNF Tanguy Nef

Foto: RMS

Einen starken Entscheidungsdurchgang zeigt auch Daniel Yule. Der Schweizer pulverisiert die erste Zwischenzeit noch, danach lässt er kontinuierlich Zeit liegen. Mit 38 Hundertstel setzt er sich an die Spitze. Am Ende reichts zu Rang sechs.

Den ersten Lauf verpatzt Zenhäusern – nur als 23. klassiert er sich. Im zweiten fährt er im untersten Sektor immerhin die schnellste Zeit. Für die Top 15 reichts knapp. Gar nicht in die Punkte fährt Tanguy Nef, nach starker Zwischenzeit im zweiten Durchgang fällt er aus und verpasst damit einen Coup.

Nicht für den 2. Lauf qualifiziert:

37. Sandro Simonet. Zeigt eine solide Fahrt, von der zweiten bis zur dritten Zwischenzeit ist er gar schneller als der bis dahin führende Kristoffersen. Im Ziel dennoch nicht unter den ersten 30.
49. Noel von Grünigen. Zu verhalten. Für den 27-Jährigen reicht es klar nicht für den Entscheidungslauf. Er wird im Startlauf Vorletzter.
DNF Luca Aerni. Bitter! Der Schweizer beginnt gut, fädelt aber nach wenigen Toren im ersten Lauf ein.
DNF Marc Rochat. Wilde Fahrt – über die Hälfte der Rennzeit hält er sich mit Müh und Not im Rennen, dann macht er den Abflug.
DNF Joel Lütolf. Findet in den Lauf rein, fädelt letztlich aber in einer Kombination ein.

Die Stimmen (gegenüber SRF)

Loïc Meillard: «Es fällt mir ein riesiger Stein vom Herzen. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich wieder Vierter werde. Die Kurssetzung war im zweiten etwas einfacher als im ersten Lauf, man konnte etwas mehr Gas geben. Nicht zu viel überlegen, einfach agresssiv fahren. Es ist ein optimaler Start in den Ski-Winter.»

Ramon Zenhäusern: «Ich bin zufrieden, für das erste Rennen ist das ganz okay. Auch, weil ich mich aufgrund Rückenbeschwerden nicht optimal vorbereiten konnte. Ich habe ab und an etwas zu viel Sicherheit eingebaut. In Zukunft muss ich womöglich etwas mehr Risiko nehmen.»

Lucas Braathen: «Es ist einfach magisch, ich liebe diesen Ort. Die Fans und die Atmosphäre sind unglaublich – ich würde am liebsten noch einmal runterfahren.»

Das gab zu reden

Kurios! Aufgrund eines Stromausfalls kann nicht rechtzeitig gestartet werden. Die Fernseh-Kameras können zunächst nicht umgestellt werden. 18 Minuten müssen die eigentlich bereiten Fahrer in der Kälte ausharren, bevors schliesslich los geht mit dem ersten Slalom des Winters.

Das gab zu reden II

Viele Spitzenfahrer verabschieden sich frühzeitig. Auf der unruhigen Piste müssen Ösi Johannes Strolz und der Norweger Atle Lie McGrath ihre Hoffnungen im 1. Lauf begraben. Einfädler im ersten Lauf. Vorjahressieger Clement Noël scheidet beim Heimrennen ebenfalls aus. Im 2. Lauf kommen Alex Vinatzer und Foss-Solevaag nicht ins Ziel.

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Loïc Meillard kurvt durch den Stangenwald von Val-d'Isère aufs Podest.
Foto: keystone-sda.ch

Die Bedingungen

Winterlich ist es in Val-d'Isère. Es hat noch geschneit in der Nacht, weswegen die Piste von den Helfern zunächst nach und nach bearbeitet werden muss. Die frühen Startnummern sind zu Beginn ein klarer Vorteil. Wenig später legt sich der Schneefall und die Sonne sagt Hallo – Ski-Herz, was willst du mehr!

So gehts weiter

Ab dem 15. Dezember brausen die Ski-Cracks in Gröden über die Speed-Strecke. Zuerst steht eine Abfahrt auf dem Programm, dann folgt der Super-G, danach wird das Rennwochenende mit der zweiten Abfahrt abgeschlossen. (par)

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Sven Thomann
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Jetzt wird wieder durch den Stangenwald getanzt und die Abfahrtspisten runter gedonnert. Hier findest du alles, was du über die neue Ski-Saison wissen musst.

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