Beendet
Slalom
Madonna di Campiglio
Madonna di Campiglio
1.
Clement Noel
Clement Noel1:43.05
2.
Eduard Hallberg
Eduard Hallberg+0.12
3.
Paco Rassat
Paco Rassat+0.37
07.01.2026, 22:06 Uhr

Bis bald!

Damit endet die Berichterstattung vom Nachtslalom der Männer in Madonna di Campiglio. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Weiter geht es für die alpinen Skiherren am Wochenende in Adelboden mit einem Riesentorlauf und einem Slalom. Selbstverständlich sind wir dann wieder live dabei. Bis dahin!

07.01.2026, 22:04 Uhr

Nur zwei Eidgenossen im Ziel

Auch von den Schweizern kamen letztlich nur zwei durch. Tanguy Nef fiel als Zweiter des ersten Durchgangs auf Position zehn zurück. Loïc Meillard verbesserte sich auf Rang elf.

07.01.2026, 22:02 Uhr

Matt bester Österreicher

Von den ursprünglich neun Österreichern haben im zweiten Lauf zwei das Ziel gesehen. Michael Matt konnte sich immerhin ein wenig verbessern und war als Zwölfter bester ÖSV-Fahrer. Johannes Strolz wurde Siebzehnter von letztlich nur 21 Sportlern, die das Ziel erreichten.

07.01.2026, 21:59 Uhr

Strasser rutscht ab

Linus Strasser konnte sich von Platz sieben aus nicht verbessern, erwischte keinen guten zweiten Lauf und fiel als einzig verbliebener Deutscher auf Platz 14 zurück. Sebastian Holzmann und Anton Tremmel waren im ersten Durchgang ausgeschieden.

07.01.2026, 21:56 Uhr

Sieg für Noël!

Am Ende hat Clément Noël die Nase vorn, schob sich als Dritter des ersten Laufes noch an die Spitze und holte seinen 15. Weltcupsieg – alle übrigens im Slalom. Obwohl Eduard Hallberg den Sieg mit einem Fehler kurz vor Schluss wegwarf, durfte der Finne als Zweiter sein bestes Weltcupergebnis und sein zweites Podium bejubeln. Zum zweiten Mal erreichte auch Paco Rassat das Treppchen. Der Sieger von Gurgl fuhr als Sechzehner des ersten Durchgangs mit Laufbestzeit noch weit nach vorn.

07.01.2026, 21:50 Uhr

Eduard Hallberg (FIN)

Nur noch einer steht oben. Die Überraschung des ersten Laufes bringt gut zwei Zehntel mit. Eduard Hallberg kennt keine Angst, fährt forsch. Lange behauptet der Finne einen Vorsprung, hat den Sieg vor Augen. Doch ganz kurz vor dem Ziel hakt es. Der 22-Jährige bleibt im Rennen, muss sich mit zwölf Hundertsteln Rückstand aber mit Rang zwei begnügen.

07.01.2026, 21:49 Uhr

Tanguy Nef (SUI)

Im Anschluss stellt sich Tanguy Nef der Herausforderung. Das schmale Polster ist zügig aufgebraucht. Eine Siegfahrt ist das nicht. Lange bewegt sich der Eidgenosse auf Podiumskurs. Doch ab der letzten Zwischenzeit verdoppelt sich sein Rückstand, das sind nun fast sechs Zehntel. Platz neun!

07.01.2026, 21:48 Uhr

Clément Noël (FRA)

Ein Franzose führt noch immer, ein weiterer steht oben. Clément Noël hat 58 Hundertstel im Gepäck und lässt es krachen. Ohne Angst meistert der 28-Jährige die Klippen. Am Ende zehrt der Olympiasieger noch etwas von seinem Guthaben, bringt 37 Hundertstel nach unten und setzt sich an die Spitze.

07.01.2026, 21:45 Uhr

Henrik Kristoffersen (NOR)

Jetzt will es Henrik Kristoffersen wissen. Der dreimalige Madonna-Sieger versucht nun den Spagat aus Angriffslust und kluger Fahrweise, die es bei dieser Kurssetzung braucht. Der Norweger bekommt die Balance nicht hin. Im Ziel fehlen ihm acht Zehntel. Der Weltmeister von 2023 wird auf Rang zwölf durchgereicht und ist entsprechend angefressen.

07.01.2026, 21:43 Uhr

Timon Haugan (NOR)

Mit dem Roten Trikot macht sich Timon Haugan auf die Socken, gibt gehörig Gas. Bis Mitte des Laufes ist das eine blitzsaubere Fahrt. Dann geht es in den Steilhang. Dort kommt der Norweger praktisch zum Stehen. Umso erstaunlicher ist, das im Ziel nur elf Hundertstel fehlen. Platz vier!

Top-Ausgangslage nicht genutzt
Nef verpasst bei Nachtspektakel seine Podest-Premiere

Nach dem 1. Lauf ist Tanguy Nef auf Kurs Richtung erstem Podestplatz seiner Karriere. Am Ende verpasst er diesen deutlich. Der Sieg geht stattdessen an Frankreich.
1/12
Nach Halbzeit noch Zweiter – am Ende wird Tanguy Nef Zehnter.
Foto: AP
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Das Podest

1. Clément Noël (Fr) 1:43,05
2. Eduard Hallberg (Fi) +0,12
3. Paco Rassat (Fr) +0,37

Das Rennen

Die Top-Cracks schenken sich im 1. Lauf nichts – ein Quartett aus der Top-Gruppe klassiert sich innerhalb von 12 Hundertsteln. Und doch liegt es zur Halbzeit nicht in Führung. Mit Startnummer 15 kurvt Tanguy Nef blitzschnell um die Tore und übernimmt sensationell die Führung. Dass er diese nach dem 1. Lauf nicht mehr innehat, liegt am Finnen Eduard Hallberg. Der Drittplatzierte von Levi (Fi) ist mit Startnummer 21 noch einen Hauch schneller als der Schweizer. Die Ausgangslage verspricht viel Spannung.

Und für Nef liegt sein erster Weltcup-Podestplatz in Griffnähe. Doch er kann die gute Ausgangslage nicht nutzen. Nach einem guten Start fällt er immer weiter zurück – und klassiert sich am Ende als bester Schweizer gerade noch in den Top 10. Auch Hallberg kann seine Position nicht verteidigen, fährt als Zweiter aber sein bestes Resultat heraus. Den Sieg schnappt sich Clément Noël, der sich in der Entscheidung noch um zwei Positionen nach vorne schiebt. Sein französischer Landsmann Paco Rassat komplettiert das Podest.

Die Schweizer

10. Tanguy Nef +0,59
11. Loïc Meillard +0,74
DNF2: Marc Rochat, Daniel Yule
Den 2. Lauf verpassen: 32. Luca Aerni (+1,94), 43. Sandro Simonet (+2,55)
DNF1: Ramon Zenhäusern, Matthias Iten

Im 1. Lauf legt Loïc Meillard gut los, doch dann misslingt ihm der Steilhang. Er handelt sich dort den Grossteil seines Rückstandes ein. So gibts für die Entscheidung nur ein Motto: Angriff total. Der bleibt aber weitestgehend aus. Er kann sich zwar zwischenzeitlich an die Spitze setzen, lange bleibt er dort jedoch nicht. Weil aber die Konkurrenz patzt, macht er dennoch sieben Positionen gut.

Dreimal hat Daniel Yule den Nachtslalom gewonnen, die Piste und die eisigen Bedingungen liegen ihm. Aber im 1. Lauf kommt er damit nur bedingt zurecht. Er büsst 1,33 Sekunden auf die Bestzeit ein. Auch in der Entscheidung läufts nicht besser. Er scheidet aus.

Marc Rochat kommt im 1. Lauf nicht recht auf Touren. Und doch reichts am Ende haarscharf, um sich als 30. für den 2. Lauf zu qualifizieren. Nutzt er die gute Ausgangslage für eine Aufholjagd? Nein, er scheidet aus. Und bleibt damit auch nach fünf Slaloms in diesem Winter ohne Punkte.

Ramon Zenhäusern ist solide unterwegs, dann passierts. Er fädelt ein und scheidet damit aus. Auch Matthias Iten schaffts im 1. Lauf nicht ins Ziel. Derweil fehlen Luca Aerni zwei Zehntel, um sich in den Top 30 zu klassieren. Er verpasst die Entscheidung ebenso wie Sandro Simonet.

Die Stimmen gegenüber SRF

Tanguy Nef: «Natürlich ist es ein bisschen schade. Nach dem ersten Lauf war es eine optimale Platzierung. Aber so ist Skifahren. In der Entscheidung hatte ich ein bisschen mehr Kanten unter dem Fuss, das war an einigen Orten vielleicht ein bisschen zu viel. Ich habe nicht mehr so viel Risiko wie im ersten Lauf genommen. Da hatte ich das Gefühl, dass ich zu sehr am Limit war und nicht zwei Läufe so fahren kann, deswegen haben wir die Kanten angepasst. aber ich nehme trotzdem viel Positives mit. Die Kurssetzung hat ein bisschen mehr gedreht, so habe ich den Flow nicht perfekt gefunden.»

Loïc Meillard: «Am Ende ist es nicht das, was ich will. Es ist ein enges Rennen und Kleinigkeiten machen einen Riesenunterschied. Im ersten Lauf habe ich zu viel zu gemacht, der zweite Lauf war sehr unrhythmisch und ich habe nicht so beschleunigt, wie ich es mir gewünscht habe.»

Daniel Yule: «Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Ich glaube, es wäre etwas möglich gewesen. Mit der Einstellung bin ich grundsätzlich zufrieden. Im zweiten Lauf habe ich angegriffen, aber es hat leider nicht funktioniert. Aber zumindest waren schnelle Schwünge dabei.»

Tanguy Nef nach dem 1. Lauf: «Ich bin voll motiviert. Wir bereiten uns das ganze Jahr für diesen Monat vor. In den ersten Rennen ist das Gefühl immer ein bisschen komisch, du weisst nie was genau machen. Ich persönlich bin voll in der Saison drin und habe einen vollen Lauf gezeigt, auch wenn nicht alles perfekt war. Ich konnte mein volles Potenzial nützen. Von Loïc (Meillard) habe ich einen kleinen Tipp bekommen. Er hat mir gesagt, ich solle gut auf den Ski arbeiten. Das habe ich in den letzten Tagen schon gemacht und probiert, auf den Ski sauber zu fahren, voll in die Linien. Das ist gut gegangen. Mit dem Grip wars ein paarmal am Limit, aber darum wohl schnell. Der zweite Rang ist genau dort wo du sein musst. Aber das ist nur der halbe Job.»

Loïc Meillard nach dem 1. Lauf: «Es war zu verhalten und zu kontrolliert. Es war langsamer und der Schnee viel einfacher als gedacht. Und wir wissen eigentlich, dass wir auf dieser Piste attackieren müssen. Und da hat es einfach gefehlt. Von der Linie her war ich im Steilhang gut, aber viel zu hoch und zu kontrolliert, damit kommt man nicht vorwärts.»

Das gab zu reden

Filip Zubcic hätte in Madonna di Campiglio ein kleines Jubiläum gefeiert. Es wäre sein zehnter Slalom an diesem Ort gewesen. Wäre – denn der Kroate fehlt in diesem Jahr am Start. «Ich werde nicht in Madonna antreten, weil ich in den letzten Tagen ziemlich krank war und mich für Adelboden erholen möchte», schreibt er bereits am Dienstagabend auf Instagram. Viel zu jubeln hatte er in Madonna bisher nicht. Sechsmal ist Zubcic entweder ausgeschieden oder hat es gar nicht erst in den 2. Lauf geschafft. Sein Bestresultat ist ein 16. Platz, den er 2021 herausgefahren hat.

Das gab zu reden II

Die Brandkatastrophe von Crans-Montana VS wirft ihren Schatten auch nach Madonna di Campiglio. Vor dem Start des 1. Laufs wird mit einem Moment des Schweigens den Opfern gedacht. 40 Menschen haben in der Silvesternacht ihr Leben verloren, sechs von ihnen stammten aus Italien. Daneben haben sich 116 Personen teils schwerstverletzt, auch davon kamen zehn aus Italien. Die Schweizer Slalom-Cracks gedenken den Opfern ebenfalls – sie tragen im Rennen Trauerflor.

Foto: Screenshot SRF

Die Bedingungen

Es ist bitterkalt in Madonna di Campiglio. Vor dem Start zeigt das Thermometer knackige minus 10 Grad an, im Verlauf des Rennens sinkt die Temperatur weiter. Dank des Flutlichts ist die Sicht perfekt. Die Piste ist hart, stellenweise eisig, die Bedingungen damit nicht einheitlich. Ein Zustand, die dem Norweger Henrik Kristoffersen nicht passt. Im SRF-Interview sagt er nach Platz 4 im 1. Lauf: «Schade, dass man die Bedingungen so inkonstant macht. Glatt, aggressiv, glatt, aggressiv. Es ist so unnötig.»

So gehts weiter

Die Reise geht weiter in Berner Oberland. Am Samstag steht in Adelboden ein Riesenslalom (1. Lauf 10.30 Uhr) auf dem Programm, am Sonntag soll der nächste Slalom (1. Lauf 10.30 Uhr) über die Bühne gehen – sofern das Wetter mitspielt. Denn am Chuenisbärgli droht erneut ein Wetter-Chaos.

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