Beendet
Super G
Beaver Creek
Beaver Creek
1.
Vincent Kriechmayr
Vincent Kriechmayr1:06.77
2.
Fredrik Möller
Fredrik Möller+0.56
3.
Raphael Haaser
Raphael Haaser+1.03
05.12.2025, 20:07 Uhr

Franjo von Allmen (SUI)

Wenn man einem Läufer noch die Bestzeit zutrauen würde dann Franjo von Allmen. Die Bedingungen verschlechtern sich aber wieder und der Wind wird stärker. Und dann passiert es: von Allmen verschlägt es die Ski und der Schweizer knallt mit voller Wucht in den Fangzaun. Der 24-Jährige kann zum Glück aus eigener Kraft aufstehen, wirkt aber gezeichnet von diesem Sturz. Schmerzhafte Prellungen, aber keine gravierenden Verletzungen, werden später gemeldet.

05.12.2025, 22:04 Uhr

Gute Nacht

Damit geht ein etwas zäher Ski-Abend in den Rocky Mountains zu Ende! Sonntag steht für einige der Fahrer noch der Riesenslalom in Beaver Creek auf dem Programm. Anschliessend reist der Weltcup-Tross zurück nach Europa, wo in der kommenden Woche Technik-Wettbewerbe in Val d'isere anstehen. Kurz vor Weihnachten dürfen dann die Speed-Fahrer im italienischen Gröden wieder auf die Piste.

05.12.2025, 22:03 Uhr

Keine Fahrt für die Deutschen

Bitterer Tag für den DSV: Simon Jocher (Startnummer 34), Romed Baumann (46) und Maximilian Schwarz (53) blieb die Chance verwehrt sich heute auf der schwierigen Birds of Prey zu präsentieren. Die nächste Möglichkeit wartet dann in Gröden, wo auch die zweite Abfahrt aus Beaver Creek nachgeholt wird.

05.12.2025, 21:57 Uhr

Odermatt und die Schweiz geschlagen

Die ersten zwei Speed-Rennen des Winters konnte Marco Odermatt für sich entscheiden. Heute muss sich der 28-Jährige mit dem fünften Rang begnügen. 1,23 Sekunden fehlten dem Schweizer auf Sieger Kriechmayr und für die Top-drei reichte es knapp nicht. Stefan Rogentin (8.), Justin Murisier (16.) und Alexis Monney (17.) zeigten solide Leistungen. Nachdem Sturz von Franjo von Allmen, muss Swiss Ski noch um seinen zweitbesten Speed-Fahrer bangen, der aber zumindest ohne fremde Hilfe ins Ziel fahren konnte.

05.12.2025, 21:52 Uhr

ÖSV dominiert den Super G

Im vergangenen Winter beherrschten die Schweizer den Speed-Bereich nach Belieben. Derzeit hat aber das Nachbarland im Super G die Nase vorn. Kriechmayr und Haaser standen in den bisherigen zwei Rennen jeweils auf dem Podium und Stefan Eichberger (6.) und Babinsky (9.) komplettieren das starke Mannschaftsergebnis der Österreicher. Lukas Feuerstein, Daniel Hemetsberger und Marco Schwarz landen immerhin noch unter den besten Zwanzig. Den drei verbliebenen ÖSV-Fahrer blieb eine Fahrt mit höheren Startnummern heute verwehrt.

05.12.2025, 21:50 Uhr

Kriechmayr in einer eigenen Liga

Der 34-jährige Österreicher war vor allem im oberen Teil der Strecke heute eine Klasse für sich und fährt somit seinen ersten Saisonsieg ein. Fredrik Moeller konnte bis auf den ersten Sektor auf ganzer Linie mit Kriechmayr mithalten und sichert sich das erste Podium seiner Karriere. Wie schon in Copper Mountain komplettiert Raphael Haaser das Podium und wird erneut Dritter.

05.12.2025, 21:45 Uhr

Abbruch nach langem Warten

Nun ist es offiziell: Das Rennen wird nach 31 Läufern abgebrochen und der Sieger heisst Vincent Kriechmayr. Die verbliebenen 37 Rennfahrer müssen sich ohne einen Einsatz wieder auf den Weg ins Tal machen.

05.12.2025, 21:31 Uhr

Wird der Super G nun abgebrochen?

Um 21:40 Uhr trifft die Jury eine Entscheidung über den weiteren Verlauf des Rennens. Es sieht gerade bei den aktuellen Windböen nicht danach aus, als würde auf der Birds of Prey heute nochmal Super G gefahren werden.

05.12.2025, 21:22 Uhr

Heisst der Sieger Vincent Kriechmayr?

Als nächster Läufer wäre Slalom-Ass Lucas Pinheiro Braathen an der Reihe, doch der Wind hat nochmal aufgefrischt und sorgt für die nächste Pause. Mit Startnummer 28 hat River Radamus eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass auf dem Hang noch Bestzeiten möglich sind. Mit einem Fehler machte sich der Amerikaner ein Top-Ergebnis aber zunichte. Da inzwischen 30 Läufer gestartet sind, kann das Ergebnis auf jeden Fall gewertet werden und vermutlich wird sich am Podium aus Kriechmayr, Möller und Haaser nichts mehr ändern.

05.12.2025, 21:17 Uhr

Loic Meillard (SUI)

Für den Slalom-Weltmeister setzt sich der Trend der bisherigen Saison fort. Es läuft nicht für Loic Meillard, der in einer Kurve zu weit rausgetragen wird und erneut ausscheidet.

05.12.2025, 21:16 Uhr

Christof Innerhofer (ITA)

Innerhofer komplettiert die ersten 30 und damit kann das Rennen nun gewertet werden. Der 41-Jährige möchte nochmal zu Olympia, reiht sich heute aber hinter seinen Teamkollegen ein, die ebenfalls einen grossen Rückstand haben.

Entfesselter Kriechmayr siegt
Schweizer verpassen im Wetter-Chaos das Podest

Vincent Kriechmayr gewinnt einen von vielen wetterbedingten Unterbrüchen geprägten Super-G in Beaver Creek. Marco Odermatt wird als bester Schweizer Fünfter. Franjo von Allmen sorgt mit einem Sturz für einen Schreckmoment. Nach 31 Fahrern wird das Rennen abgebrochen.
1/14
Vincent Kriechmayr gewinnt dank einer entfesselten Fahrt.
Foto: Sven Thomann

Das Podest

1. Vincent Kriechmayr (Ö) 1:06.77
2. Fredrik Möller (No) +0,56
3. Raphael Haaser (Ö) + 1,03

Das Rennen

Vincent Kriechmayr gewinnt einen von Wetterkapriolen geprägten Super-G in Beaver Creek. Nach einnigen langen Unterbrüchen hat er am Ende Glück, nehmen den Super-G mehr als 30 Fahrer in Angriff, sodass das Resultat gewertet wird. Nach 31 Fahrern wird das Rennen abgebrochen.

Kriechmayr lanciert das Rennen mit Startnummer 6. Dem Linzer gelingt bei schwierigen Lichtverhältnissen eine absolute Traumfahrt. Ganze 1,28 nimmt er dem bis dahin führenden Landsmann Stefan Eichberger ab.

Die erste grosse Prüfung für Kriechmayrs Zeit folgt direkt im Anschluss. Marco Odermatt kann aber nicht ansatzweise mithalten und fährt mit grossem Rückstand auf Zwischenrang zwei. Am Ende ist es Platz fünf für den Nidwaldner, der die ersten zwei Speed-Rennen der Saison noch gewinnen konnte.

Am besten Schritt halten der Norweger Fredrik Möller und mit Raphael Haaser ein weiterer Österreicher. Nach der ersten grossen Pause fährt keiner mehr in die Top 10.

Die Schweizer

5. Marco Odermatt + 1,23
8. Stefan Rogentin +1,37
16. Justin Murisier +1,87
17. Alexis Monney +1,93

Stefan Rogentin mit der Nummer 8 hält im oberen Teil besser mit als Kollege Odermatt. Auch er verliert aber kontinuierlich Zeit auf den Österreicher. Ohne grösseren Fehler fährt er mit 1,37 Sekunden Rückstand auf Rang 8.

Franjo von Allmen startet zu einem Zeitpunkt, als die Sicht im oberen Streckenteil miserabel ist. «Wenns so weiter geht, kann man das Rennen nicht weiterfahren, dann wirds gefährlich», sagt SRF-Kommentator Stefan Hofmänner. Nur Sekunden später liegt der Berner im Fangnetz. Zum Glück kann er schnell wieder aufstehen. Schmerzhafte Prellungen, aber keine gravierenden Verletzungen, werden gemeldet.

Alexis Monney startet als erster Schweizer nach der Unterbrechung. Er verliert viel Zeit. Im Ziel verwirft er die Hände. Er ist offensichtlich nicht zufrieden mit den grenzwertigen Bedingungen. Im Interview beklagt er sich über den Neuschnee auf der Strecke.

Justin Murisier startet mit der Nummer 26 als zweiter nach der dritten Rennpause. Bei eher guten Windbedingungen gelingt ihm eine gute Fahrt, die ihm einen Platz in den Top 20 einbringt.

Loïc Meillard scheidet nach der ersten Zwischenzeit aus. Es scheint, als ob er bei diesen Bedingungen nicht das letzte Risiko genommen hat.

Arnaud Boisset und Lenz Hächler fallen dem Rennabbruch zum Opfer.

Die Stimmen gegenüber SRF

Marco Odermatt: «Bei meiner Fahrt wars noch einiges besser als jetzt. Es hat ziemlich gewindet. Beim schwierigen vierten Tor fahre ich aufs Aussentor, anstatt sehr nah ans Tor – da verschenke ich vier Meter. Man sieht Aussentor zuerst, da dachte ich, ich muss da hin. Als ich es gemerkt habe, hat es mich schon zu weit rausgedrückt. Der Rest war solid, es war kein Lauf, wo man mit der Brechstange fahren konnte. Ich hatte überall etwa Marche. Es hätte noch etwas mehr vertragen. Aber für Vincent hätte es sicher nicht gereicht. Es ist schwer zu sagen, ob man weitermachen soll. Als ich fuhr, wars regelkonform. Man weiss, das Wetter wird schlechter. Dem Vincent würde ich es gönnen. Am Ende entscheidet die Jury.»

Vincent Kriechmayr: «Ich bin sehr zufrieden. Es hat aber einen faden Beigeschmack mit den Unterbrechungen. Die Athleten nach Franjos Sturz, bei dem ich hoffe, dass es ihm gut geht, hatten nicht mehr ganz so faire Bedingungen. Wir haben es uns anders gewünscht. Es wäre gelogen, wenn ich sage, dass ich mich nicht gefreut habe, aber ich hätte es gern anders gehabt. Ich habe versucht, voll am Limit zu fahren. Das ist mir sehr gut gelungen. Aber man muss sagen, dass Odermatt einen Bock geschossen hat und Hasse es besser hätte machen können.»

Stefan Rogentin: «Es war sehr herausfordernd, es war ab und zu etwas Wind drin. Wenn man etwas Wind erwischt, sieht man grad nicht mehr viel. Dass die Bodensicht schlecht sein wird, war klar, aber teilweise sah ich auch die Tore nicht. Ich hoffe, bei Franjo ist alles okay und dass, wenns weitergeht, nichts mehr passiert. Zum Glück muss ich nicht entscheiden, ob weitergefahren wird.»

Alexis Monney: «Ich habe probiert, mich auf meinen Lauf zu konzentrieren, ich kann das Wetter nicht ändern. Aber es war ein langer Unterbruch, es hatte viel Schnee auf der Piste. Wir sind im Weltcup. Wenn es mehr als fünf Zentimeter hat auf der Spur, ist das nah am Limit. Alle nach der Pause waren unten nicht mehr schnell, vor allem im unteren Teil, wo man gleiten muss.»

Fredrik Möller: «Es war sehr herausfordernd. Ich habe es geschafft, keine grossen Fehler zu machen und so den Speed mit in den flachen Teil zu nehmen.»

Die Bedingungen

Wegen Nebels im oberen Streckenteil wird der ursprünglich für 19.15 Uhr (11.15 Uhr Ortszeit) angesetzte Start um eine halbe Stunde verschoben. Nach diesen 30 Minuten kann das Rennen dann gestartet werden. Nach den ersten zwölf Fahrer wird der Wind im oberen Teil plötzlich stärker und die Sicht ist höchst grenzwertig. Franjo von Allmen stürzt mit der Startnummer 14, danach wird das Rennen für gut 35 Minuten unterbrochen. Das Rennen wird bei grenzwertigen und wechselnden Sichtverhältnissen fortgesetzt. Es kommt noch zu zwei weiteren kürzeren Pausen bevor die ersten 30 unten sind.

Das gab zu reden

Die Bedingungen. Dreimal muss das Rennen unterbrochen werden. Vincent Kriechmayr im Ziel auf dem Leader-Sessel schaut immer wieder besorgt in den Himmel. Damit seine traumhafte Fahrt mit einem Sieg belohnt wird, müssen 30 Fahrer das Starthaus verlassen. Das geschieht, Kriechmayr holt nach Rang zwei im ersten Super-G der Saison in Copper Mountain den Sieg. Nach der Nummer 31 Loïc Meillard folgt die vierte Pause, die nach einer weiteren langen Wartezeit zum Ende des Rennens wird.

So gehts weiter

Am Sonntag folgt das letzte von drei Rennen in Beaver Creek. Nach zwei Speed-Events steht ein Riesenslalom auf dem Programm. Der 1. Lauf startete um 10 Uhr Ortszeit (18 Uhr Schweizer Zeit). Der 2. Lauf folgt um 13 Uhr (21 Uhr).

Der nächste Halt im Weltcup ist am 13. (Riesenslalom) und 14. Dezember (Slalom) Val d'Isère (Fr). Die nächsten Speedrennen finden vom 18. bis 20. Dezember in Gröden (It) statt (zwei Abfahrten, ein Super-G).

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen