Das Podest
1. Zan Kranjec (Slowenien) 2:27,90
2. Filip Zubcic (Kroatien) +0,29
3. Victor Muffat-Jeandet (Frankreich) +0,64
3. Henrik Kristoffersen (Norwegen) +0,64
So lief das Rennen
Die Hoffnungen auf den ersten Podestplatz in Adelboden seit 2008 (Doppelsieg Berthod vor Albrecht) lasten nach dem ersten Lauf auf Loic Meillard. Der 23-Jährige liegt läppische elf Hundertstel hinter dem Führenden Luca de Aliprandini. Aber Meillard, angepeitscht von den frenetischen Heimfans, zerbricht unter der Last. Schon im ersten Abschnitt verliert er rund eine Sekunde. Am Ende wird er als bester Schweizer 17. (+1,97 Sekunden). Eine schallende Ohrfeige. Und das Warten geht weiter. «Im zweiten Lauf habe ich es nicht mehr geschafft, in den Rhythmus zu kommen», erklärt er das ernüchternde Resultat im SRF.
Die weiteren Schweizer
Es ist schon eine Sensation, dass es Daniele Sette mit Startnummer 51 in den zweiten Lauf geschafft hat (13.). Und auch dort zeigt er einen wilden Ritt. Im Alter von 27 Jahren sammelt er seine ersten Weltcup-Punkte (20., +2,34). Er sagt (gegenüber SRF): «Am Schluss habe ich es etwas versaut.» Aber die Freude überwiege trotzdem: «Die ersten Punkte zuhause in Adelboden zu holen, das ist unglaublich.»
Cedric Noger (22, +2,61) kann den Turbo in Durchgang zwei nicht zünden. Justin Murisier (24, +3,21) ist die Grippe, an der er schon seit ein paar Tagen leidet, deutlich anzumerken.
Nicht für 2. Lauf qualifiziert:
Gino Caviezel fräst wie eine Maschine den Hang hinunter. Jede Bewegung sitzt. Doch dann im Zielhang passierts: Caviezel verkantet vor der Bodenwelle, in Führung liegend scheidet er aus. Rund 30 Meter vor der Ziellinie! Auch Elia Zurbriggen und Thomas Tumler bringen ihren Lauf nicht runter. Pierre Bugnard verpasst mit 3,22 Sekunden Rückstand die Entscheidung.
Die Bedingungen
Die Piste ist eisig, aber griffig, der Himmel stahlblau bei zwei Grad Celsius. Die Zuschauer verwandeln den Zielraum in eine Festhütte. Eine Ski-Party wie sie im Buche steht.
Das gab zu reden
Die Grippe-Welle macht den Schweizern zu schaffen. Murisier ist im Ziel komplett ausgepumpt, Riesenslalom-Cheftrainer Helmut Krug hats sogar so heftig erwischt, dass er während des wichtigsten Riesenslaloms des Jahres zuhause im Bett liegt. Auch Slalom-Star Ramon Zenhäusern hats erwischt. Gemäss BLICK-Informationen ist sein Start am Sonntag aber nicht in Gefahr.
So gehts weiter
Am Sonntag steigt in Adelboden der Slalom. BLICK tickert beide Läufe (10.30 und 13.30 Uhr) live mit. (sag)
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