Worley siegt im Riesenslalom
Rast feiert Top-Resultat – Holdener verliert Ski

Camille Rast rettet die Schweizer Ehre. Die Walliserin feiert ihr bestes Karriereresultat im Riesenslalom. Tessa Worley triumphiert im Riesenslalom von Lienz.
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Nicola Abt
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Bitteres Aus im 2. Lauf:Holdener stürzt und verliert Ski

Das Podest

1. Tessa Worley 2:03.88

2. Petra Vlhova + 0.30

3. Sara Hector + 0.38

Das Rennen

2007 kurvte Tessa Worley zum ersten Mal den Hang in Lienz herunter. 14 Jahre später gelingt der Französin nach sieben Anläufen der Premierensieg. Die Riesenslalom-Weltmeisterin von 2013 und 2017 nützt die Gunst der Stunde. Mit Mikaela Shiffrin und Lara Gut-Behrami fehlen in Lienz zwei absolute Top-Shots. Beide sind am Corona-Virus erkrankt. Die Schweizer Teamleaderin wird schmerzlichst vermisst. Einziger Lichtblick aus Schweizer Sicht: Camille Rast. Wie bereits in Courchevel fährt sie in die Topten! Mit dem siebten Rang fährt sie ihr bestes Karriereresultat im Riesenslalom heraus. Die Walliserin schliesst langsam aber sicher zur Weltspitze im Riesenslalom auf.

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Die Französin Tessa Worley siegt in Lienz. Bereits nach dem 1. Durchgang lag sie in Führung.
Foto: keystone-sda.ch

Die Schweizerinnen

7. Camille Rast + 1.41

19. Andrea Ellenberger + 1.91

21. Michelle Gisin + 2.11

30. Wendy Holdener Out im 2. Durchgang

32. Corinne Suter Out nach 1. Durchgang

36. Lorina Zelger Out nach 1. Durchgang

37. Vanessa Kasper Out nach 1. Durchgang

42. Simone Wild Out nach 1. Durchgang

50. Vivianne Härri Out nach 1. Durchgang

Ist es Ernüchterung? Ist es ein Realisieren, dass die fehlenden Trainingstage doch stärker ins Gewicht fallen oder behagen Michelle Gisin die schwierigen Sichtverhältnisse schlicht und einfach nicht? Wohl ein Mix aus all dem. Nach dem Podestplatz im Riesenslalom von Courchevel muss sich die Olympiasiegerin von 2018 in der Alpinen Kombination mit dem 21 Rang begnügen.

Wichtige Punkte für Andrea Ellenberger. Mit der Startnummer 39 kurvt sie in den zweiten Lauf. Dort zeigt sie eine solide, aber keine grandiose Fahrt. Zum vierten Mal in dieser Saison fährt Ellenberger im Riesenslalom in die Punkte. Langsam aber sicher nähert sie sich einem Startplatz in den Top-30.

Der Riesenslalom bleibt für Wendy Holdener in dieser Saison ein Krampf. Nach mehreren Plätzen im Mittelfeld setzt es für die Schweizerin heute einen Nuller ab. Mitte des zweiten Durchgangs kommt sie in die Bredouille und verliert ihren Ski. Zum Glück hat sie sich bei dieser Aktion nicht weiter verletzt.

Die engen Torabstände stellen Corinne Suter vor Probleme. Die Abfahrtsspezialistin baut einige Rutschphasen ein und verliert dementsprechend viel Zeit. Weil die hinteren Nummern von besseren Verhältnissen profitieren, fliegt die amtierende Abfahrtsweltmeisterin aus den Top 30. Am Ende resultiert Rang 32.

Kurz vor dem Ziel kommt Simone Wild von der Ideallinie ab. Mit einem weiten Bogen und dementsprechend langsam nährt sich die Schweizerin der Ziellinie. Die Zürcherin verpasst Weltcup-Punkte und landet auf Rang 42.

Lorina Zelger, Vanessa Kasper und Vivianne Härri können von den immer besser werdenden Bedingungen nicht profitieren. Keiner gelingt der Sprung in die Punkteränge.

Die Bedingungen

Die Fahrerinnen finden eine eisige aber griffige Piste vor. Der Himmel ist Wolken verhangen. Sonnenstrahlen sind keine auszumachen. «Man sieht überhaupt nichts», sagt Michelle Gisin gegenüber «SRF». Wie von Geisterhand reisst die Wolkendecke im Verlauf des 1. Laufes immer wie mehr auf und beschert den hinteren Nummern wunderbare Bedingungen. Im 2. Durchgang scheint die Sonne beinahe durchgehend.

Das gab zu reden

Lara Gut-Behrami fehlt der Schweiz an allen Ecken und Enden. Weil ihr Corona-Test am Montag positiv ausfiel, musste die Teamleaderin weiter in Isolation verharren. Besonders bitter: Alice Robinson und Katharina Liensberger, die zur selben Zeit wie die Schweizerin einen positiven Test abgelegt haben, stehen in Lienz am Start. Sie konnten ein negatives PCR-Testergebnis vorweisen.

So gehts weiter

Bereits morgen steht das nächste Rennen auf dem Programm. Die Technikerinnen bleiben im Fokus. Mit den kürzeren Skis geht es auf die Slalompiste (10.00 / 13.00).

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