Mayer gewinnt Kombi von Wengen sensationell
Meillard fährt knapp am Podest vorbei

Damit hätte wohl niemand gerechnet. Der österreichische Speed-Spezialist Matthias Mayer gewinnt sensationell die Kombination von Wengen. Loic Meillard fährt als bester Schweizer knapp neben das Podest.
Kommentieren
Jari Krucker
1/8
Matthias Mayer kann nur lachen. Der Speed-Spezialist narrt alle Slalom-Cracks und gewinnt die Kombi von Wengen.
Foto: Sven Thomann|Blicksport

Das Podest

1. Matthias Mayer (Ö) 2:32,45
2. Alexis Pinturault (Fr) +0,07
3. Victor Muffat-Jeandet (Fr) +0,67

Das Rennen

Matthias Mayer narrt sie alle. Nach der Abfahrt führt er die Kombination an und darf deshalb als erster den Slalom-Hang in Angriff nehmen. Er kämpft und muss sich einige Male retten, um nicht auszuscheiden. Ein Techniker ist er definitiv nicht. Und dennoch. Der Kampf lohnt sich für Mayer. Einer nach dem anderen beisst sich an seiner Zeit die Zähne aus. Das gilt auch für die absoluten Slalom-Cracks. Einzig Topfavorit Alexis Pinturault treibt Mayer den Angstschweiss auf die Stirn. Von Zwischenzeit zu Zwischenzeit macht der Franzose kontinuierlich Zeit gut. Am Ende entscheiden aber 7 Hundertstel zu Gunsten von Mayer. Entsprechend gross ist dessen Freude. Weltcup-Leader Pinturault ist geschlagen. Victor Muffat-Jeandet rundet die starke französische Teamleistung mit seinem dritten Platz ab.

Die Schweizer können die gute Ausgangslage aus der Abfahrt leider nicht in einen Podestplatz umwandeln. Loic Meillard schrammt als bester Eidgenosse nur knapp dem Treppchen vorbei. Ebenfalls ein gutes Resultat realisiert Niels Hintermann. Mit einem soliden Lauf fährt der Schweizer auf den guten 9. Rang. Sandro Simonet bekundet hingegen sehr grosse Mühe mit dem Slalom-Hang. Er scheidet im Steilhang beinahe aus und verliert dadurch sehr viel Zeit.

Die Schweizer

4. Loic Meillard +1,02
9. Niels Hintermann +1,68
11. Justin Murisier +1,92
13. Luca Aerni +2,58
15. Gilles Roulin +2,80
18. Ralph Weber +3,31
20. Stefan Rogentin +3,35
32. Sandro Simonet +7,52

Out in der Abfahrt
Mauro Caviezel

Das gab zu reden

Bildschirmfoto 2020-01-17 um 14.03.36.png
0:17
Schockmoment am Lauberhorn:Sejersted stürzt an der Minschkante schwer

Die Sprünge gehen weit und die Tempi sind unglaublich hoch. Die verkürzte Lauberhorn-Abfahrt ist eine wahre Herausforderung – und fordert ihr erstes Opfer. Unterhalb des Hundschopfes stürzt Adrian Smiseth Sejersted. Der Norweger muss mit dem Helikopter geborgen werden. Wie schwer sich der 25-Jährige verletzt hat, ist noch nicht bekannt.

Die Stimmen (zum SRF)

Niels Hintermann zu seiner Leistung: «Ich weiss nicht was Berthod sagte, aber ich bin mit meiner Leistung im Slalom zufrieden. Ich habe zwar nicht das bestmögliche gezeigt, aber ich konnte bis zum Steilhang dennoch recht gut mithalten. Dort habe ich die Position dann allerdings überhaupt nicht gefunden.»

Zur Modus-Änderung: «Ich finde es eigentlich cool. Dieser Hang ist ist so oder so selektiv genug, sodass nicht irgendwelche Tücken eingebaut werden müssen und wir Speed-Fahrer im Slalom auch nicht so dumm aussehen.»

Giles Roulin zu seinem Slalom-Lauf: «Es hat nicht wirklich Spass gemacht. Ich habe einfach runter gebremst, dass ich ins Ziel komme. Tut mir leid für die Zuschauer. Aber ich bin dennoch zufrieden mit dem Resultat.»

Zur Abfahrt: «Es hat sehr gut getan, so schnell zu sein. Ich nehme für die morgige Abfahrt gute Emotionen mit. Natürlich heisst das noch nichts, aber ich bin super happy, dass es heute so gut klappte.»

Loic Meillard zu seinem vierten Platz: «Ein vierter Rang ist sicherlich ein gutes Ergebnis aber ich verliere am Ende zu viel Zeit auf Alexis, was etwas schade ist.»

Zur Piste: «Wir haben gewusst, dass die Piste nicht perfekt ist und je länger je mehr markiert sein wird. Diejenigen, die später kamen, mussten einfach versuchen in der Spur zu bleiben. So war es aber schwierig, Zeit gut zu machen.»

Die Bedingungen

Obwohl es wolkenlos ist, findet die Abfahrt grösstenteils im Schatten statt. Auf den Slalom ziehen dann Wolken auf. Dafür präsentiert sich die Lauberhorn-Piste von ihrer besten Seite.

So gehts weiter

Am Samstag wartet in Wengen die längste Abfahrt der Welt auf die Speed-Cracks. Nur einen Tag später sind dann wieder die Techniker gefragt, wenn am Sonntag um den Sieg im Slalom gekämpft wird.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen