Ski-Legende Sonja Nef über ihre Nachfolgerin Rast
«Sie hat den Killerinstinkt – das kann man nicht lernen»

Die Schweizer Skilegende Sonja Nef zieht den Hut vor Camille Rast. Die Appenzellerin würdigt den geschichtsträchtigen Doppelsieg der Unterwalliserin.
Kommentieren
1/5
Sonja Nef findet, …
Foto: BENJAMIN SOLAND

Darum gehts

Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
Thomas Wälti, GlücksPost
Glückspost

Sonja Nef, Sie waren bis zu Rasts Doppelsieg in Slowenien die letzte Schweizerin, die einen Riesenslalom und Slalom im Weltcup gewinnen konnte. Nun haben Sie eine Nachfolgerin gefunden. Freuen Sie sich mit Camille Rast oder hätten Sie diesen Triumph noch gerne ein wenig für sich behalten?
Sonja Nef: Ich finde es grossartig, was Camille Rast in Kranjska Gora geschafft hat! Ich habe vor dem Fernseher mitgefiebert. Für mich ist es ein Déjà-vu-Erlebnis. Beim Weltcupfinale 2001 in der schwedischen Skistation Åre gewann ich ebenfalls innert 24 Stunden zwei Rennen in unterschiedlichen technischen Disziplinen. Das ist eine grosse Herausforderung in Bezug auf das Energielevel. Aber Camille Rast befindet sich im Flow und strotzt vor Selbstvertrauen.

Was gefällt Ihnen an Camille Rast?
Mich beeindruckt ihre Einstellung. Sie lässt sich von Überfliegerin Mikaela Shiffrin (30, USA, die Red.), die vorher alle Slaloms in dieser Saison mit mehr als einer Sekunde Vorsprung gewonnen hatte, nicht unterkriegen. Ende November, nach Platz 3 im Slalom von Gurgl in Österreich, sagte Camille Rast im Brustton der Überzeugung, dass Mikaela Shiffrin schlagbar sei. Jetzt sehen wir, was passiert ist.

Mehr in der «GlücksPost»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

Dieser Artikel wurde erstmals in der «GlücksPost» veröffentlicht. Mehr aus der Welt der Schweizer Prominenz, Royals und Sportstars erfährst du immer donnerstags in unserem Heft: zum Abo!

Was macht die Walliserin zur Siegfahrerin?
Sie war schon früher eine Siegfahrerin und mit viel Talent gesegnet, denken Sie nur an die Junioren-WM 2017, wo sie die Goldmedaille im Slalom gewann. Dann musste sie aber einige Rückschläge einstecken. Mit grossem Willen hat sie sich stets zurückgekämpft. Camille Rast ist eine coole Socke! Sie hat den Killerinstinkt. Das kann man nicht lernen. Sie trainiert viel, hat sich ein sehr gutes Umfeld aufgebaut, und das Material passt.

Camille Rast lässt uns im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele 2026 träumen. Was trauen Sie ihr in Cortina d’Ampezzo (It) zu?
Ich traue Camille Rast alles zu. Sie kann im Riesenslalom und Slalom Olympiasiegerin werden – aber auch ohne Medaille nach Hause reisen. Ich bin überzeugt, dass sie nicht an das denken wird, was sein könnte, und sich deswegen verkrampft. Nein, sie wird den Fokus so ausrichten, dass sie im entscheidenden Moment ihr bestes Skifahren abrufen kann.

Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen