Slowenin siegt überraschend
Angeschlagene Gut-Behrami bleibt im Achtelfinal hängen

Lara Gut-Behrami (30) wird beim Parallel-Riesen in Lech/Zürs Achte. Sie ist damit beste Schweizerin. Im Ziel erklärt sie, warum nicht mehr drin lag.
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Lara Gut-Behrami muss sich der jungen Norwegerin Marte Monsen geschlagen geben.
Foto: keystone-sda.ch
Mathias Germann

Die Hoffnung war gross. Die Enttäuschung ist es ebenfalls – aber es gibt eine Erklärung. Lara Gut-Behrami scheitert beim Parallel-Riesenslalom von Lech/Zürs bereits im Achtelfinal. Im Duell mit der Norwegerin Marte Monsen scheidet die Tessinerin im zweiten Durchgang nach nur sieben Toren aus. Warum? Einfach: Gut-Behrami verliert nach einem Schlag den Aussenski und fährt am folgenden Tor vorbei. Sie wird Achte. Im letzten Winter stand sie als Dritte noch auf dem Podest.

Gegenüber «SRF» erklärt Gut-Behrami: «Mich hat die Grippe erwischt, letzte Woche habe ich kaum trainiert. Ich habe es versucht, aber das war sicher nicht mein bestes Skifahren.» Das Ganze sei nicht schlimm, sie habe aber auch zwischen den Läufen geschwitzt. Alles andere als optimal.

Kasper und Ellenberger dürfen happy sein

Wie erwartet gelingt den weiteren sieben Schweizerinnen kein Exploit. Die meisten bleiben bereits in der Quali am Vormittag hängen. Immerhin: Mit Vanessa Kasper (16.) schafft es eine Athletin in den Achtelfinal, die lange von grossem Verletzungspech verfolgt wurde. «Ich habe den Start verkackt», sagt sie nach ihrem Aus. Zufrieden ist sie dennoch.

Auch Andrea Ellenberger als 12. feiert einen kleinen Erfolg, ist es doch erst das zweite Rennen seit ihrem Kreuzbandriss. Trotzdem wurmt es sie, dass sie gegen Italien-Star Marta Bassino ausscheidet. «Sie wäre zu schlagen gewesen, aber die Leistung war grundsätzlich gut. Leider habe ich einen Fehler gemacht und hier gibt es kaum Möglichkeit, das Tempo zurückzugewinnen.

Der Sieg geht an Andreja Slokar. Die Slowenin schlägt im grossen Final die Norwegerin Thea Louise Stjernesund. Platz 3 geht an Kristin Lysdahl (No).

Technisches Problem beim Starttor

Übrigens: Nach dem Skandal-Rennen bei der WM in Cortina sind die blauen und roten Kurse diesmal fast gleich schnell.

Ohne Pannen geht aber auch dieser Event nicht über die Bühne. Diesmal ist es ein Starttor, das bei drei Fahrerinnen in der Quali nicht aufgeht. Ein technisches Problem, der Motor streikt. ORF-Kommentator Peter Brunner liefert in Anspielung darauf den Spruch des Tages. Er meint: «Ich verspreche, meine Klappe geht für Sie immer auf!»

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