Das Podest
1. Clément Noel (Fr) 1:30,52
2. Kristoffer Jakobsen (Sd) +1,40
3. Filip Zubcic (Kro) +1,85
Das Rennen
Im letzten Winter ist Tanguy Nef zweimal auf den sechsten Rang gefahren (Adelboden und Madonna di Campiglio), nun kämpft der 25-jährige Genfer in Val d’Isère erstmals um einen Podestplatz im Weltcup. Im ersten Lauf carvt der Sohn einer Ärztin und eines Professors mit Startnummer 18 auf den vierten Platz und liegt damit lediglich vier Zehntel hinter dem Halbzeit-Leader Clément Noel.
Doch dann das Drama: Nef zeigt in der Entscheidung eine grobe Konzentrationsschwäche und fädelt im ersten Tor ein! Das Gegenteil passiert dem Italiener Alex Vinatzer (2. nach dem ersten Lauf), der mit einer Bomben-Zeit beim letzten Tor ausscheidet.
Von diesen Ausfällen profitiert Daniel Yule, der sich vom zehnten auf den vierten Rang verbessert. «Auf der einen Seite ist es schon ein bisschen frustrierend, dass ich den Podestplatz um lumpige vier Hundertstel verpasst habe. Auf der anderen Seite hätte ich sofort unterschrieben, wenn mir vor ein paar Tagen jemand den vierten Rang angeboten hätte. Man darf nicht vergessen, dass ich im letzten Winter nie besser als Fünfter war. Deshalb kann ich auf diesem Ergebnis aufbauen. Und ich weiss auch, dass ich die vier Hundertstel im letzten Abschnitt verloren habe. Dort habe ich mich im ersten wie im zweiten Lauf zu wenig getraut, die Ski richtig laufen zu lassen», fasst der Walliser seinen Auftritt zusammen.
Richtig gross ist der Jubel aber im Lager der Franzosen: Clément Noel, der in Val d’Isère das Skifahren erlernt hat, feiert seinen zehnten Weltcupsieg.
Die anderen Schweizer
Während Luca Aerni und Loic Meillard mit ansprechenden Zwischenzeiten ausscheiden, verbremst Ramon Zenhäusern den ersten Lauf komplett und liegt vor dem finalen Durchgang bereits mit zwei Sekunden im Hintertreffen. Eine Steigerung am Nachmittag bleibt aus, der Slalom-Vize-Olympiasieger klassiert sich in der Endabrechnung auf Position 22. «Dieser Wettkampf widerspiegelt meine letzten Trainingsleistungen, mir fehlt derzeit das Vertrauen um voll zu attackieren», erklärt der 2-Meter-Mann aus dem Wallis, der von einer leichten Schulterverletzung beeinträchtig wurde.
Nur eine Hundertstelsekundde hinter Zehnhäusern klassiert sich der Nidwaldner Comebacker Reto Schmidiger (29). Für den ehemaligen Junioren-Weltmeister ist der Gewinn von 8 Weltcup-Punkten ein Erfolg, nachdem er den letzten Winter aufgrund eines Meniskusschadens verpasst hat.
Richtig bitter endet die Geschichte dieses Rennens für Sandro Simonet – der Bündner, der im letzten Winter beim Chamonix-Slalom den dritten Rang belegte, fällt nach dem achten Rang zur Halbzeit im Finale aus.
Das gab zu reden
Als sich Marco Schwarz vor fünf Wochen am Knöchel verletzt, muss der amtierende Slalom-Gesamtweltcupsieger davon ausgehen, dass er bis Mitte Januar pausieren muss. Doch nun ist diese Verletzung nahezu im Rekord-Tempo verheilt, der Kombinations-Weltmeister steht beim ersten Slalom von diesem Olympia-Winter bereits wieder am Start! Das Comeback des Österreichers verläuft aber nicht nach Wunsch, mit einem Rückstand von 2,53 Sekunden verpasst der 26-Jährige den Final der Top-30 deutlich. Wichtig für Marco Odermatt: Mit Alexis Pinturault verpasst auch Gesamtweltcup-Titelverteidiger den 30er-Final! Damit liegt der Franzose im Kampf um die grosse Kugel 241 Punkte hinter dem Nidwaldner.
So gehts weiter
Am kommenden Wochenende stehen vier Rennen auf dem Programm. In Gröden (It) sind zunächst die Speed-Cracks gefordert mit einem Super-G (Freitag) und einer Abfahrt (Samstag), ehe am Sonntag und am Montag in Alta Badia zwei Riesenslaloms über die Bühne gehen.
Slalom (1 von 10 Rennen)
1. Clément Noel (Fr) 100 Punkte
2. Kristoffer Jakobsen (Sd) 80 Punkte
3. Filip Zubcic (Kro) 60 Punkte
4. Daniel Yule (Sz) 50 Punkte
5. Dave Ryding (Gb) 45 Punkte
6. Sebastian Foss-Solevaag (No) 40 Punkte
7. Armand Marchant (Bel) 36 Punkte
8. Atle Lie McGrath (No) 32 Punkte
Gesamtweltcup (8 von 36 Rennen)
1. Marco Odermatt (Sz) 446 Punkte
2. Matthias Mayer (Ö) 310 Punkte
3. Aleksander Aamodt Kilde (No) 229 Punkte
4. Alexis Pinturault (Fr) 205 Punkte
5. Vincent Kriechmayr (Ö) 199 Punkte
6. Beat Feuz (Sz) 160 Punkte
7. Henrik Kristoffersen (No) 137 Punkte
8. Gino Caviezel (Sz) 130 Punkte
Slalom (1 von 10 Rennen)
1. Clément Noel (Fr) 100 Punkte
2. Kristoffer Jakobsen (Sd) 80 Punkte
3. Filip Zubcic (Kro) 60 Punkte
4. Daniel Yule (Sz) 50 Punkte
5. Dave Ryding (Gb) 45 Punkte
6. Sebastian Foss-Solevaag (No) 40 Punkte
7. Armand Marchant (Bel) 36 Punkte
8. Atle Lie McGrath (No) 32 Punkte
Gesamtweltcup (8 von 36 Rennen)
1. Marco Odermatt (Sz) 446 Punkte
2. Matthias Mayer (Ö) 310 Punkte
3. Aleksander Aamodt Kilde (No) 229 Punkte
4. Alexis Pinturault (Fr) 205 Punkte
5. Vincent Kriechmayr (Ö) 199 Punkte
6. Beat Feuz (Sz) 160 Punkte
7. Henrik Kristoffersen (No) 137 Punkte
8. Gino Caviezel (Sz) 130 Punkte