Das Podest
1. Elena Curtoni (It) 1:20,98
2. Tamara Tippler (Ö) +0,09
3. Michelle Gisin (Sz) +0,24
Das Rennen
Die Italienerinnen zeigen erneut, dass sie im Super-G derzeit das Mass aller Dinge sind. Im sechsten Rennen der Saison gewinnen sie zum fünften Mal. Diesmal geht der Sieg an Elena Curtoni. Es ist ihr erster Sieg in dieser Disziplin. Allerdings wird die italienische Freude von einem fürchterlichen Sturz von Sofia Goggia getrübt. Die Bergamaskin aber will um ihre Olympia-Teilnahme kämpfen. Aus Schweizer Sicht sorgt Michelle Gisin für eine erfreuliche Nachricht. Die Engelbergerin fährt zum zweiten Mal in ihrer Karriere auf ein Super-G-Podest. Die weiteren Schweizerinnen zeigen sich bis auf Corinne Suter weniger stark. Einzig die Schwyzerin fährt in die Top-Ten. Lara Gut-Berhami und Co. verpassen ein Spitzenergebnis klar. Hinter Curtoni wird Tamara Tippler überraschend Zweite. Für die Österreicherin ist es das beste Ergebnis in einer bisher schwachen Saison.
Die Schweizerinnen
3. Michelle Gisin +0,24
5. Corinne Suter +0,44
11. Jasmina Flury +0,67
13. Lara Gut-Behrami +0,83
18. Joana Hählen +1,18
22. Jasmina Suter +1,81
25. Stephanie Jenal +2,32
29. Priska Nufer +2,70
30. Delia Durrer +3,18
Out: Noémie Kolly
Michelle Gisin startet stark ins Rennen. Bei der ersten Zwischenzeit liegt sie 0,11 Sekunden vor Elena Curtoni. Danach verliert sie zwar etwas Zeit, hält sich aber gut und schafft es am Schluss zum zweiten Mal in ihrer Karriere auf ein Super-G-Podest. «Heute ist ein fantastischer Tag. EInfach nur sensationell», kommentiert Gisin ihre Fahrt im Anschluss gegenüber SRF Sport.
Weniger stark präsentiert sich zu Beginn des Laufs Corinne Suter. Bis zur zweiten Zwischenzeit liegt sie 0,58 Sekunden zurück. Im unteren Streckenabschnitt kann die Schwyzerin wie schon am Vortag aber aufdrehen und noch einiges gutmachen. Sie verliert am Ende 0,44 Sekunden, was für ein weiteres souveränes Top-Ten-Ergebnis reicht. Suter bestätigt damit kurz vor den Olympischen Spielen ihre Aufwärtstendenz.
Lara Gut-Behrami zeigt sich im Super-G vom Sonntag zurückhaltend und muss sich klar geschlagen geben. Sie fährt zwar äusserst sauber um die Tore, ist aber schon bei der dritten Zwischenzeit geschlagen. Für die Tessinerin geht damit ein enttäuschendes Wochenende zu Ende. Am Samstag haderte Gut-Behrami bei der Abfahrt mit den Windverhältnissen, die ihr das angestrebte Spitzen-Ergebnis verunmöglichten.
Das gab zu reden
Wieder einmal hat Sofia Goggia in ihrem Lauf alles riskiert. Und nicht zum ersten Mal ist sie dabei heftig gestürzt. Das Knie hat bei ihrem Sturz überhaupt nicht gut ausgesehen. Trotz allem fährt die Italienerin kurze Zeit später ins Ziel und wird dort mit grossem Applaus empfangen. Dennoch stellt sich nun die Frage, ob für die Italienerin gar die Olympischen Spiele in Gefahr stehen? Damit würde sie nach den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr den zweiten Grossanlass in Folge verletzungsbedingt verpassen. Am Abend wird klar: Goggia erleidet eine Kniestauchung mit einer Teil-Verletzung des Kreuzbands, welches sie im Jahr 2013 operierte. Zudem liege eine kleine Fraktur des Schienbeins und eine Bandverletzung vor. Doch Goggia will um die Teilnahme bei Olympia kämpfen. Sie starte sofort die Rehabilitation und hofft weiter auf einen Start in Peking.
Die Bedingungen
Die äusseren Bedingungen in Cortina d'Ampezzo haben dank herrlichem Sonnenschein gepasst. Die Temperatur hat knapp unter dem Gefrierpunkt gelegen und der Wind hat im Gegensatz zur Abfahrt am Samstag keine Rolle gespielt.
So gehts weiter
Die Frauen bleiben vorerst in Italien. Am Dienstag findet am Kronplatz ein Riesenslalom statt. Am nächsten Wochenende stehen in Garmisch eine Abfahrt (29.1) sowie ein Super-G (30.1) auf dem Programm – die letzten Speedrennen vor den Olympischen Spielen. (cef)