Nur Paris schneller als Beat
Starker Feuz trotz Handbruch auf dem Bormio-Podest

Beat Feuz (32) glänzt nach seinem Handbruch mit einer Spitzenklassierung in der Gröden-Ersatz-Abfahrt in Bormio. Der Emmentaler wird hinter Dominik Paris Zweiter. Es ist sein drittes Abfahrts-Podest im dritten Rennen in diesem Winter.
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Emanuel Gisi
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1:08
Die Highlights der Bormio-Abfahrt:Feuz trotz Handbruch auf dem Podest

Das Podest

1. Dominik Paris (It) 1:49.56

2. Beat Feuz (Sz) +0.39

3. Matthias Mayer (Ö) +0.42

1/18
Beat Feuz ist im Ziel zufrieden mit seiner Leistung.
Foto: Sven Thomann|Blicksport

So lief das Rennen

Der Abfahrts-Olympiasieger von 2014 hats auch fünf Jahre später noch drauf: Matthias Mayer zaubert in Bormio mit Startnummer 5 früh eine schnelle Linie in den Schnee. Eine starke Ansage. Die Chance auf den 20. Abfahrtstriumph eines Österreichers auf der Stelvio? Das dann doch nicht! Denn dann kommt Top-Favorit Dominik Paris, der schon auf den ersten Metern bärenstark vorlegt. Nach der zweiten Zwischenzeit hat der Südtiroler einen Ruckler drin – aber davon lässt er sich nicht aus dem Konzept bringen, baut seinen Vorsprung auf der unteren Hälfte wieder aus. Klare Sache: Sein vierter Stelvio-Sieg in acht Jahren! Daran kann auch Beat Feuz nichts ändern: Der Kugelblitz ist wegen seiner Hand-Verletzung am Start immer noch handicapiert, verliert darum bis zur ersten Zeitmessung 32 Hunderstel. Aber dann zaubert Feuz eine exzellente Linie in den Schnee, verliert bis ins Ziel praktisch keine Zeit mehr. Am Ende steht Platz 2 und die Bestätigung seiner guten Form: Dritter Podestplatz in der dritten Abfahrt des Ski-Jahres.

Die Schweizer

2. Feuz +0.39
13. Urs Kryenbühl +1.82
22. Carlo Janka +2.54
33. Niels Hintermann +3.11
34. Gilles Roulin +3.17
44. Ralph Weber +3.87
46. Nils Mani +4.33
48. Stefan Rogentin +4.47
53. Lars Rösti +5.17

Hinter Feuz tut sich die grosse Lücke auf. Janka muss lange warten, weil unmittelbar vor ihm Vincent Kriechmayr (Ö) auf halber Strecke den linken Ski verliert und das Rennen unterbrochen werden muss. Im Rennen kommt er nie so richtig auf Touren, die Top 15 geraten ausser Reichweite. Niels Hintermann sorgt für einen Schreckmoment, als er nach der zweiten Zwischenzeit auf dem Hosenboden landet. Der 24-Jährige kann sich zwar auf den Ski halten, verliert aber bis ins Ziel viel Zeit. Gilles Roulin kann sich auf der Stelvio nicht profilieren. Der Zürcher ist in keinem Rennabschnitt vorne dabei, verliert wie Hintermann mehr als drei Sekunden. Mit der Nummer 43 sorgt Urs Kryenbühl für ein persönliches Glanzlicht. Er kommt als 13. so gut ins Ziel wie noch nie in seiner Karriere.

Die Stimmen

«Bormio ist immer intensiv, egal wie die Verhältnisse sind», sagt Carlo Janka zu «SRF». Für den von Rückenproblemen geplagten Bündner sind die vielen Schläge und die schlechte Sicht ein besonderes Problem. «Das ist einfach nicht so meins. Ich bin so gesehen ein Schönwetterfahrer. Jetzt versuche ich mich möglichst gut zu erholen und dann will ich am Samstag meine Fahrt möglichst konsequent herunterbekommen.»

Beat Feuz, der mit gebrochenem Mittelhandknochen antreten musste, über seine Top-Platzierung trotz Verletzung zu «SRF»: «Der zweite Platz fühlt sich an wie ein Sieg. Mehr konnte ich nicht erwarten. Paris muss heute sensationell gefahren sein, für mich ist dieses Resultat mehr, als ich mir hätte erträumen können.»

So gehts weiter

Nach der Ersatz-Abfahrt vom Freitag (ersetzte die abgesagte Abfahrt von Val Gardena), geht es am Samstag für die Speed-Männer gleich noch einmal auf die Stelvio. Um 11.30 Uhr startet die nächste Abfahrt. Am Sonntag steht dann die Kombination auf dem Programm.

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