Es ist geschafft: Unser Ski-Star Marco Odermatt (26) gewinnt auf bittersüsse Art und Weise zum ersten Mal in seiner Karriere die Abfahrtskugel! Weil das Wetter in Saalbach-Hinterglemm (zu viel Wind) nicht mitmacht und die Piste nicht fahrtüchtig ist, kann die letzte Weltcup-Abfahrt des Winters nicht gefahren werden.
So verteidigt Odermatt (552 Punkte) seinen Vorsprung in der Abfahrtswertung vor dem Zweitplatzierten Cyprien Sarrazin (510 Punkte) und ist Sieger der Königsdisziplin. Der Gewinn dieser Kugel ist ein weiterer Meilenstein in der eindrücklichen Karriere von Odermatt. Der Nidwaldner steht nun bei vier Kugeln in diesem Winter – das haben vor ihm nur Pirmin Zurbriggen und «Herminator» Hermann Maier geschafft.
«Das Warten oben war komisch, ich habe mich gut und locker gefühlt und dann hat es leider diese Entscheidung gegeben», sagt Odermatt nach dem abgesagten Rennen gegenüber SRF und streicht gleichzeitig heraus: «Ich denke, es ist trotzdem nicht ganz gestohlen (die Abfahrtskugel). Sie hat klar den grössten Stellenwert. Es ist unglaublich, dass das in der Abfahrt auch schon geklappt hat. Wenn in Zukunft mal ein Duell in die Hose geht, kann man dann damit auch leichter umgehen. Das ist genial, ich bin schon ein wenig stolz.»
Saison endet, wie sie begonnen hat
Einen leichten Beigeschmack hat der Gewinn aufgrund des Ausfalls des Rennens. Vor allem für Konkurrent Sarrazin ist es bitter. Der Franzose hatte in den Trainings zur Abfahrt eine starke Form an den Tag gelegt und sich berechtigte Chancen ausgerechnet.
Bis zuletzt kämpften die Organisatoren für Sarrazin und Co. Nach dreimaliger Verschiebung der Startzeit mussten selbst sie einsehen: Ein Rennen zu fahren ist unmöglich.
Der Abschluss passt zur diesjährigen Weltcup-Saison. Im Oktober 2023 wurde der Saisonstart in Sölden wegen zu starken Windes abgebrochen. Nun schliesst sich der Kreis. Auch das letzte Rennen des Winters kann nicht durchgeführt werden – unter anderem wieder aufgrund des Windes. (par)
