Beendet
Riesenslalom
Are
Are
1.
Julia Scheib
Julia Scheib2:22.41
2.
Paula Moltzan
Paula Moltzan+0.36
3.
Alice Robinson
Alice Robinson+0.75
Hier rutscht Camille Rast am Tor vorbei
0:29
Sieg nach kurzer Zeit futsch:Hier rutscht Camille Rast am Tor vorbei
14:07 Uhr

Auf Wiedersehen!

Wir verabschieden uns für den heutigen Tag aus Åre. Weiter geht es am morgigen Sonntag mit einem Slalom. Wir sind dann wieder live dabei und wünschen Ihnen noch einen schönen Samstagnachmittag!

14:05 Uhr

Kasper beste Schweizerin

Die beste Schweizerin wurde nach dem unglücklichen Ende für Rast heute Vanessa Kasper auf dem guten 16. Platz. Auch Stefanie Grob darf heute zufrieden auf den Wettkampf schauen. Sie machte im Finale neun Plätze gut und wurde 17. Wendy Holdener belegte den 19. Platz. Dania Allenbach wurde 24., bei Sue Piller ging der Tag auf Platz 27 zu Ende.

14:02 Uhr

Riesenslalom-Bestleistung für Aicher

Stark unterwegs war heute auch Emma Aicher. Die Deutsche zeigte sich in Åre schon im ersten Durchgang top und konnte im Finale noch einmal zwei Plätze gutmachen. Als Vierte verpasste sie zwar das Podium, darf sich aber über ihre bisherige Bestleistung im Riesenslalom freuen und verkleinert im Gesamtweltcup den Rückstand auf Shiffrin, die hinter ihr Fünfte wurde, auf 120 Punkte. Bei Lena Dürr lief es indes nicht nach Wunsch und sie war auf Platz 26 gelandet.

13:59 Uhr

Scheib sichert sich mit Sieg die kleine Kugel!

Julia Scheib kann die Emotionen nicht mehr zurückhalten. Die Österreicherin gewinnt den hochspannenden Kampf um die kleine Kristallkugel und sichert sich bereits vor dem Weltcup-Finale den Disziplinenweltcup im Riesenslalom. Schon im ersten Durchgang liess sich Scheib nicht aus der Ruhe bringen und blieb dicht an Camille Rast dran. Im Finale legte sie dann noch einmal deutlich zu. Mit der viertbesten Laufzeit setzte sie die Schweizerin unter Druck, die anschliessend unglücklich ein Tor verpasste und damit ihre Chance auf die Kugel verlor. Damit holt Scheib die kleine Kristallkugel erstmals seit zehn Jahren wieder nach Österreich. Zuletzt hatte Eva-Maria Brem in der Saison 2015/16 den Riesenslalom-Weltcup für Rot-Weiss-Rot gewonnen. Auch im Rennen selbst setzt sich Scheib durch. Sie gewinnt mit 0,36 Sekunden Vorsprung vor Paula Moltzan aus den USA. Rang drei geht mit 0,75 Sekunden Rückstand an Alice Robinson. Die übrigen Österreicherinnen Stephanie Brunner und Franziska Gritsch beenden den Tag auf den Plätzen zwölf und 22.

13:55 Uhr

Camille Rast (SUI)

Die Entscheidung fällt früh! Camille Rast fährt schon früh am Tor vorbei und nimmt heute kein Ergebnis mit. Damit ist Scheib der Sieg sicher!

13:55 Uhr

Julia Scheib (AUT)

Wenn Julia Scheib heute gewinnt, dann ist ihr die kleine Kristallkugel nicht mehr zu nehmen und das scheint ihr Vertrauen zu geben! Scheib riskiert voll, knallt die Schwünge sauber in den Schnee und ist noch einmal schneller als die beiden Athletinnen vor ihr. Im letzten Teil verliert Scheib zwar noch einmal, doch mit der Führung und 0,36 Sekunden Vorsprung im Ziel liefert sie die Kampfansage in Richtung Rast.

13:53 Uhr

Paula Moltzan (USA)

Paula Moltzan geht mit nur vier Hundertsteln Vorsprung auf Alice Robinson in ihren zweiten Lauf und muss entsprechend voll attackieren, um vorne zu bleiben. Im oberen Abschnitt unterläuft ihr zunächst ein kleiner Schnitzer. Doch Moltzan bleibt ruhig, findet schnell wieder in ihren Rhythmus und macht den kleinen Fehler mit einer sehr flüssigen, dynamischen Fahrt wett. Vor allem im unteren Teil der Strecke zeigt sie einen starken Abschnitt und ist dort sogar schneller als Robinson. Im Ziel übernimmt Moltzan mit 0,39 Sekunden Vorsprung die Führung und steht damit bereits sicher auf dem Podest.

13:51 Uhr

Alice Robinson (NZL)

Alice Robinson ist die nächste Athletin, die Emma Aicher unter Druck setzen will. Mit 66 Hundertsteln Vorsprung geht die Neuseeländerin in ihren zweiten Durchgang. Robinson fährt mit viel Selbstvertrauen los, bleibt auch bei den Schlägen stabil und kann ihren Vorsprung zunächst sogar leicht ausbauen. Im unteren Abschnitt legt sie noch einmal zu, zieht kraftvolle Schwünge durch und zeigt einen starken Lauf. Am Ende steht für sie die sechstbeste Zeit des Finaldurchgangs. Damit setzt sich Robinson mit 0,99 Sekunden Vorsprung souverän an die Spitze und erhöht den Druck auf die Fahrerinnen, die noch oben stehen!

13:48 Uhr

Zrinka Ljutic (CRO)

Zrinka Ljutic hat ihren Vorsprung in Richtung Aicher schnell eingebüsst und auch gegen Shiffrin lässt sie am Ende zu viel liegen, um davor zu bleiben. Sie findet sich auf dem soliden dritten Platz ein.

13:46 Uhr

Emma Aicher (GER)

Nun gilt es für Emma Aicher! Schafft es die Deutsche mit schwedischen Wurzeln ähnlich wie im ersten Durchgang einen starken Lauf zu zeigen und vor Shiffrin zu bleiben? In Sachen Gesamtweltcup wäre das sicherlich wichtig. Der Vorsprung von Aicher liegt bei knapp einer Sekunde und davon verliert sie in den ersten Toren nicht viel. Bleibt Aicher weiter auf Zug, dann könnte es für die Führung sicherlich ausgehen! Aicher lässt zwar ein bisschen was liegen, bleibt aber vorne und setzt sich 0,48 Sekunden vor Shiffrin! Aicher jubelt ausgelassen im Ziel.

Kugel-Traum geplatzt
Bitterer Are-Riesen für Rast – erneute Premiere für Schweizer Talent

Aus der Traum vom Gewinn der Riesenslalom-Kugel. Camille Rast scheidet als Halbzeit-Leaderin aus. Über den Sieg freut sich Julia Scheib, die gleichzeitig auch Kristall eintütet.
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Camille Rast ärgert sich im 2. Lauf.
Foto: Screenshot SRF

Das Podest

1. Julia Scheib (Ö) 2:22,41
2. Paula Moltzan (USA) +0,36
3. Alice Robinson (Neus) +0,75

Das Rennen

«Es war sicher kein perfekter Lauf von oben bis unten», sagt Camille Rast nach dem ersten Lauf ins SRF-Mikrofon. Obwohl sie in keinem Sektor die Schnellste war, führt die Walliserin zur Halbzeit – einen Hauch vor Julia Scheib. Die beiden liefern sich ein Duell um die kleine Kugel. Das am Ende aus Schweizer Sicht auf bittere Art und Weise entschieden wird. Während Scheib als Führende vom Ziel aus zuschauen kann, was ihre Konkurrentin macht, katapultiert sich Rast aus dem Starthäuschen. Im ersten Abschnitt ist es steil, Rast geht angriffig zu Werke. Und wird nicht belohnt. Nach rund 15 Sekunden rutscht sie weg und scheidet aus. Damit ist nicht nur der Sieg weg, sondern auch die Chance auf die Kugel. Derweil jubelt Scheib doppelt. Das Podest komplettieren Paula Moltzan und Alice Robinson.

Die Schweizerinnen

16. Vanessa Kasper +3,59
17. Stefanie Grob +3,60
19. Wendy Holdener +3,79
24. Dania Allenbach +4,47
27. Sue Piller +6,21
DNF2: Camille Rast
Den 2. Lauf verpassen: 35. Janine Mächler +4,83, 40. Simone Wild +5,41, 43. Selina Egloff +5,66

28 Weltcuprennen hat Stefanie Grob gebraucht, um erstmals in die Punkte zu fahren. Der erhoffte Ketchup-Effekt hat eingesetzt, seither ist die 21-Jährige in jedem Rennen in die Top 30 gefahren. Gelingt ihr das in Are zum sechsten Mal in Serie? Grob schafft es in ihrem 21. Weltcup-Riesenslalom als 26. erstmals in die Entscheidung – und das trotz schwierigen Bedingungen mit der hohen Startnummer 44. Sie fährt am Nachmittag angriffig, verpasst die Führung nur um wenige Hundertstel. Trotzdem schafft sie den Sprung in die Top 20. Und freut sich über eine weitere Punkte-Premiere.

In ihrem vierten Weltcuprennen qualifiziert sich Dania Allenbach zum dritten Mal für die Entscheidung. Als 29. gelingt ihr das haarscharf. Sie zeigt einen soliden zweiten Auftritt, verpasst den zwischenzeitlichen Sprung an die Spitze aber deutlich. Weil danach die Konkurrenz patzt, macht sie dennoch die eine oder andere Position gut.

Sue Piller ärgert sich, als sie am Nachmittag ins Ziel kommt. Der Grund: ein grosser Fehler bremst sie aus. Das kostet viel Zeit, sie reiht sich ganz hinten in der Rangliste ein. Vor wenigen Tagen hat sie noch gemeinsam mit Allenbach an der Junioren-WM Bronze im Team-Event gewonnen.

Wendy Holdener ist schon nach dem ersten Auftritt nicht zufrieden, sie hat sich mehr erhofft. Nur 24. ist sie. Die grosse Aufholjagd bleibt aus. Sie fällt noch hinter ihre Teamkollegin Grob zurück. Und macht am Ende dennoch Ränge gut, weil andere Fahrerinnen hinter sie zurückfallen.

Vanessa Kasper geht als fünfte Schweizerin in den zweiten Lauf. Wie ihre Teamkolleginnen zuvor verpasst auch sie den zwischenzeitlichen Sprung an die Spitze. Eine Hundertstelsekunde reiht sie sich vor Grob ein. Und ist am Ende als 16. beste Schweizerin.

Janine Mächler büsst auf die Bestzeit im ersten Lauf über 4,8 Sekunden ein. Das ist zu viel, um sich noch für die Entscheidung zu qualifizieren. Gleiches gilt für Simone Wild und Selina Egloff.

Der Kugel-Kampf

89 Punkte trennen Julia Scheib und Camille Rast vor dem Rennen. Nach dem ersten Lauf deutet vieles daraufhin, dass die Entscheidung erst im letzten Saisonrennen fällt. Doch dann scheidet Rast aus. Und Scheib feiert Sieg und Kugel-Gewinn. Als erste Österreicherin seit Eva-Maria Brem in der Saison 2015/16 krönt sie sich zur besten Riesenslalomfahrerin des Winters.

Im Gesamtweltcup macht Emma Aicher fünf Punkte gut auf Mikaela Shiffrin. Die Deutsche liegt neu nur noch 120 Punkte hinter der Amerikanerin. Camille Rast hat nach dem Nuller nun 223 Zähler Rückstand.

Die Stimmen gegenüber SRF

Camille Rast: «Man redet immer von Punkten, Kristallkugeln und so. Am Ende bin ich vor allem von meinem Rennen enttäuscht. Ich bin wirklich nicht weit gekommen, das kann man besser machen. Man könnte es anders fahren. Ich möchte nicht einfach fahren, sondern meine Leistung zeigen. Da habe ich vielleicht ein bisschen zu viel Risiko genommen. Ich habs nicht richtig getroffen, einen Schlag bekommen – und hatte keine Chance. Duelle sind immer schön, leider habe ich es nicht geschafft, das bis in den Final zu bringen. Julia Scheib hat eine starke Saison gezeigt, ich gratuliere ihr zur Kugel.»

Stefanie Grob: «Die ersten Punkte haben einen riesigen Wert. Der Riesenslalom ist die Basisdisziplin. Es ist sehr cool, dass es aktuell so gut läuft.»

Wendy Holdener: «Ich habe im zweiten Lauf viel ein besseres Gefühl gehabt, ich war feiner und spielerischer drauf. Darüber bin ich sehr froh. Das war ein Schritt in die richtige Richtung. Dass ich im ersten Lauf im ersten Abschnitt so viel Zeit verliere, kann ich nicht vollständig erklären. Aber dass ich die zweite Chance genutzt habe, damit bin ich zufreiden.»

Das gab zu reden

131 Punkte liegt Sara Hector vor Rennstart hinter der Disziplinenführenden Julia Scheib. Damit hat die Schwedin rechnerisch noch Chancen auf die kleine Kugel. Und wirft diese im Zielhang weg. Sie stürzt im ersten Lauf spektakulär, landet in den Fangnetzen. Zum Glück steht die Lokalmatadorin schnell wieder auf und gibt Entwarnung.

Das gab zu reden II

Freitag, der 13. ist für viele ein Unglückstag. Nicht so für Mikaela Shiffrin. Die amerikanische Ski-Überfliegerin hat am Tag vor dem Are-Riesenslalom Geburtstag gefeiert. «Vor 31 Jahren... Gott, wie die Zeit vergeht», schreibt sie auf Instagram. Und postet dazu eine Reihe Erinnerungsfotos, die sie als Baby zeigen. Im Rennen ist Shiffrin stark unterwegs – und wird im ersten Lauf im Zielhang von einem Riesenbock ausgebremst. Ohne diesen hätte sie womöglich die Bestzeit von Camille Rast unterboten. Am Ende wird Shiffrin dank einem starken zweiten Lauf Fünfte.

Externe Inhalte
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Die Bedingungen

Beim Rennstart ist der Himmel blau und die Sonne scheint. Doch schon nach den ersten Athletinnen ziehen Wolken auf, das macht die Sicht schwierig. Die Temperaturen bewegen sich um null Grad herum. Die Piste hält, ist aber früh von Spuren gezeichnet. Oben ist der Schnee hart und griffig, unten raus wirds eher schmierig. Am Nachmittag ist die Sonne dann zurück, zwischen den Läufen wurde auf der Piste mit Salz gearbeitet.

So gehts weiter

Das Are-Wochenende wird am Sonntag mit dem Slalom (1. Lauf 9.30 Uhr) abgeschlossen. Danach steht in diesem Winter in jeder Disziplin nur noch ein Rennen auf dem Programm. Der Riesenslalom beim Weltcupfinal in Lillehammer steigt am 25. März – und ist damit der krönende Abschluss dieser Saison.

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