Pfiffner-Rücktritt bedeutet Novum
Liechtenstein ist erstmals nicht im Ski-Weltcup dabei

Der Liechtensteiner Skirennfahrer Marco Pfiffner zieht mit 32 Jahren den Schlussstrich unter seine Karriere. Damit kommt es zu einem Novum: Seit dem ersten Weltcup-Rennen 1967 stellt Liechtenstein erstmals weder bei den Frauen noch bei den Männern einen Weltcup-Fahrer.
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Der Liechtensteiner Skifahrer Marco Pfiffner beendet seine Profi-Karriere.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Marco Pfiffner tritt von Skisport zurück
  • Der Hauptgrund ist die fehlende Kadernominierung für die kommende Saison
  • Liechtenstein zum ersten Mal in der Geschichte ohne Weltcup-Fahrer
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

Nach vier Olympischen Spielen, sechs Weltmeisterschaften und zahlreichen Weltcup-Rennen beendet Marco Pfiffner (32) seine aktive Skikarriere. Der Liechtensteiner zieht damit die Konsequenzen aus der fehlenden Kadernominierung für die kommende Saison.

Wie das «Liechtensteiner Vaterland» berichtet, gaben vor allem finanzielle Gründe den Ausschlag. Ohne Kaderstatus müsste Pfiffner die immense finanzielle Last allein tragen – «auf Weltcup-Niveau einfach unmöglich», so der sechsfache liechtensteinische Meister. «Nun ist der Zeitpunkt für den Rücktritt da. Ich hänge die Skier an den Nagel, wie man so schön sagt.» Der Entscheid sei ihm alles andere als leichtgefallen: «Der Skisport war über viele Jahre mein Lebensmittelpunkt. Er hat mich geprägt, mir unvergessliche Erlebnisse geschenkt und mich als Menschen wachsen lassen.»

«Skifahren war immer mein Ein und Alles»

Zwar hätte er gemäss dem Bericht die Weltmeisterschaft 2027 in Crans-Montana gerne noch bestritten, doch die realistischen Bedingungen zwangen ihn nun zum finalen Schlussstrich unter ein Kapitel, das praktisch sein gesamtes bisheriges Leben bestimmt hat. So war der Ski-Zirkus nie nur ein Beruf, sondern eine Herzensangelegenheit: «Skifahren war immer mein Ein und Alles, bis zum Schluss und dieser Sport wird für immer ein Teil von mir bleiben.»

Der Weg bis hierhin war geprägt von Wandel: Bis ins Frühjahr 2021 ging er vor allem im Slalom, Riesenslalom und der Kombination an den Start, ehe er in die Speed-Disziplinen Super-G und Abfahrt wechselte. Entsprechend erfüllt blickt er auf seine Laufbahn zurück: «Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um loszulassen und ein neues Kapitel zu beginnen. Ich blicke mit grossem Stolz auf das Erreichte zurück. Ich durfte meinen grossen Traum leben, Liechtenstein auf höchstem internationalen Niveau vertreten und mich mit den besten Skifahrern der Welt messen.»

Rücktritt bedeutet Novum im liechtensteinischen Skisport

Mit Pfiffners Abgang bricht für den Wintersport in seiner Heimat eine historische Zäsur an: Seit dem allerersten Weltcup-Rennen am 5. Januar 1967 stellt Liechtenstein erstmals weder bei den Frauen noch bei den Männern einen aktiven Fahrer auf höchster Ebene – ein Novum in der Geschichte des alpinen Skiweltcups. Wenn man an Liechtensteiner Ski-Legenden wie Hanni Wenzel (69), ihren Bruder Andreas Wenzel (68) und ihre Tochter Tina Weirather (37) – oder auch an Namen wie Marco Büchel (54) und Paul Frommelt (69) – denkt, fühlt sich diese Vorstellung speziell an.

Zwar wird die einzige verbliebene Nationalkader-Athletin Charlotte Lingg (27) beim Verband nach wie vor geführt, sie befindet sich nach einer Verletzung aber erst im Wiederaufbau und steht für den Saisonauftakt zum jetzigen Stand nicht im Renneinsatz. Damit hat das Fürstentum auf den Rennpisten des Skiweltcups im Frauen- wie im Männerbereich vorerst keinen aktiven Starter. Auch vor diesem Hintergrund hatte das Olympische Komitee Liechtensteins im Juli ein Stelleninserat für einen oder eine «Leistungssportler*in ab Oktober 2026» aufgeschaltet.

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