Das Podest
1. Rasmus Windingstad (No)
2. Stefan Luitz (De)
3. Roland Leitinger (Ö)
Die Schweizer
Die Überraschung gibts schon vor dem Rennen – in der Quali. Mit Zenhäusern, Yule, Gino Caviezel, Noger und Tumler verpassen gleich fünf Schweizer das Hauptrennen, Noger kommt gar nicht erst im Ziel an.
Somit sind nur drei Schweizer am Start. Der erste ist bereits nach den Sechzehntelfinals raus. Mauro Caviezel fädelt kurz vor dem kleinen Sprung ein und stürzt böse. Er kann eigenständig aufstehen, tritt allerdings nicht mehr zum Re-Run an.
Loic Meillard (gegen Bastian Meisen) und Justin Murisier (gegen Alexander Schmid) bezwingen je einen Deutschen und stehen in Achtelfinals. Dort ist für Meillard Endstation – er verliert sehr knapp gegen den Schweden Roenngren. Murisier stösst in den Viertelfinal vor, weil er gegen Thibaut Favrot (Fr) gewinnt. Da ist aber auch für ihn Ende Gelände – er scheitert an Nestvold-Haugen. Murisier wird schliesslich Achter und damit bester Schweizer.
Das Rennen
Der Parallel-Riesen in Alta Badia ist eine Angelegenheit für die Norweger. Sieben Wikinger qualifizieren sich fürs Hauptrennen, vier davon schaffens in den Viertelfinal. Vier Norweger stehen schliesslich unter den ersten Sieben. Überraschend stösst der Deutsche Stefan Luitz in den Final, dort unterliegt er allerdings Rasmus Windingstad, der seinen allerersten Weltcup-Sieg feiert.
Das gab zu reden
Die beiden Kurse scheinen wohl nicht ganz gleich schnell. Ab den Achtelfinals wird nur noch in einem Lauf entschieden, wer weiter kommt. Nur zwei von zwölf Fahrer auf dem vermeintlich langsameren blauen Kurs setzen sich durch, einmal wegen eines Ausfalls, einmal um eine einzige Hundertstelsekunde. Vor allem im unteren Teil scheint der rote Kurs schneller zu sein. Auch Murisier und Meillard scheitern auf Blau.
Die Stimmen
Loic Meillard zu SRF: «Ohne den Re-Run braucht es auch Glück. Die Piste ist ganz gut. Beim roten Kurs hast du nach der letzten Welle einfach mehr Speed.»
Justin Murisier zu SRF: «Man muss schnell den Fokus wieder finden. Für den Kopf ist es extrem schwierig. Alle sieben Minuten bist du wieder oben. Ich bin schon dafür, dass unser Job ist, gegen die Zeit zu fahren und nicht Mann gegen Mann.»
Die Bedingungen
In den letzten Tagen gabs in Alta Badia noch heftigen Schneefall. Am Montagabend nicht. Die Sicht ist unter den Flutlicht-Masten hervorragend, die Piste ist perfekt präpariert.
So gehts weiter
Auch die Fahrer dürfen nun die Weihnachts-Tage geniessen. Weiter gehts am 27. Dezember mit einer Abfahrt in Bormio.