Meillard fährt bei Nacht-Riesenslalom überlegen zum Sieg
0:32
Form für Olympia stimmt:Meillard fährt bei Nacht-Riesenslalom überlegen zum Sieg

Odermatt verpasst drittes Planai-Happyend bei Meillard-Gala
«Hoffentlich spar ich es für Olympia auf»

Zweimal hat Marco Odermatt eine grandiose Aufholjagd gezeigt. Ein drittes Mal gelingts in Schladming nicht ganz. Er verpasst das Podest, während Teamkollege Loïc Meillard beim Nacht-Riesenslalom siegt.
Kommentieren
1/6
Als Vierter verpasst Marco Odermatt das Podest.
Foto: Getty Images
RMS_Portrait_AUTOR_1195.jpg
Ramona BieriRedaktorin Sport

«Es war ein Kampf», meint Loïc Meillard (29) nach dem Riesenslalom in Schladming (Ö) gegenüber SRF. Ein Kampf, den er für sich entscheidet. Auf der eisigen, pickelharten Planai deklassiert er die Konkurrenz im zweiten Lauf. Und feiert einen überlegenen Sieg vor Lucas Braathen (25) und dem jungen Franzosen Alban Elezi Cannaferina (22). Und das an einem Ort, der in seiner Karriere eine besondere Bedeutung hat. Vor drei Jahren feierte er hier seinen ersten Sieg im Riesenslalom.

Damals nicht am Start: Marco Odermatt (28) – wegen einer Meniskus-Quetschung. Danach brauchte der Nidwaldner zweimal eine Aufholjagd, preschte von Platz 11 auf 1 und von 12 auf 3. Und dieses Mal? Gelingt ihm der erste Lauf als Siebter besser. Die Aufholjagd endet als Vierter aber neben dem Podest. Kein drittes Happyend in Schladming.

«Bisschen ein Murks wars wieder», so sein Fazit. «Aber ich bin sehr zufrieden.» Denn schon im dritten Tor muss er sich akrobatisch retten. Er habe letztes Jahr das Glück auf seiner Seite gehabt, dafür an der WM dann nicht. «Dieses Mal bin ich Vierter und spars mir hoffentlich für Olympia auf», meint Odermatt mit einem Grinsen.

Caviezel mit Comeback

Die anderen Schweizer vermögen nicht zu überzeugen. Luca Aerni (32), Thomas Tumler (36) und Sandro Zurbrügg (23) scheiden im ersten Lauf aus, Fadri Janutin schrammt um eine Zehntelsekunde an der Entscheidung vorbei.

Gino Caviezel (33) büsst auf Halbzeit-Leader Braathen knapp viereinhalb Sekunden ein. Er darf trotzdem zufrieden sein. Der Bündner gibt 13 Monate nach seinem schweren Sturz im Super-G von Bormio (It) sein Comeback. «Ich habe nicht das einfachste Rennen ausgesucht», sagt er gegenüber SRF. «Denn ich fahre definitiv besser Ski als ich gezeigt habe.» Aber er ist froh, wieder zurück zu sein. «Es hat dem Herz gut getan.» Ein weiteres Mal wird Caviezel diesen Winter nicht mehr starten. Denn damit würde er seinen Verletztenstatus verlieren und einen grossen Rückfall in der Startliste riskieren.

Schon am Mittwoch wieder am Start steht Sieger Meillard. Dieses Mal im Slalom. Ob er wieder so gut fahren wird? «Wäre schön», meint er. «Aber zuerst muss ich mich gut erholen.»

Caviezel kündigt Comeback für Schladming an
0:26
Nach über einem Jahr Pause:Caviezel kündigt Comeback für Schladming an
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen