Darum gehts
Gratulation zum fünften Sports-Awards-Titel in Folge. Haben Sie diesmal mehr gezittert als in den Jahren zuvor?
Marco Odermatt: Ich war mir alles andere als sicher. Es wird jedes Jahr enger. Bei Noè Pontis Leistungen mit Weltrekorden und WM-Titeln in einer Weltsportart wie Schwimmen dachte ich dieses Mal wirklich, dass es nicht reichen könnte.
Auf Ihre Fans konnten Sie sich aber einmal mehr verlassen.
Es ist sicher so, dass der Skisport in der Schweiz die Nummer eins ist. Gerade jetzt zum Schluss unserer Saison waren den Leuten die Leistungen der Skifahrer wohl noch mehr im Kopf als die starken Leistungen von Noè.
Bei der Sportler-Wahl haben Sie Franjo von Allmen geschlagen, bei Olympia er aber Sie. Was macht die zunehmende Rivalität mit Ihrem Verhältnis?
Daran ändert sich überhaupt nichts. Natürlich wollte ich bei Olympia auch Goldmedaillen holen, aber es ist kein Wunschkonzert. Franjos Leistungen spornen mich an, auch im Training weiterhin Vollgas zu geben.
Bekommt von Allmen weiterhin Tipps von Ihnen?
Es sind ja nicht nur Franjo und ich im Team. Seit Beat Feuz hat es sich in den letzten Jahren so ergeben, dass die Älteren den Jungen helfen. Jetzt bin ich langsam aber sicher der Papa im Team, ich bin nicht mehr der Lausbub wie noch vor ein paar Jahren.
Sie sassen während der Show neben Mountainbike-Weltmeisterin Alessandra Keller. War das ein Wiedersehen von alten Sportkollegen aus dem Kanton Nidwalden?
Wir kennen uns, aber nicht wirklich gut. Das liegt daran, dass wir wegen unserer Trainings- und Wettkampfkalender ziemlich unterschiedliche Leben führen.
Gehts für Sie jetzt sofort ab in die Ferien?
Noch nicht. Für zwei, drei Wochen gibts noch Arbeit mit Skitests und einigen Sponsorenterminen. Ende April ist es dann so weit mit den Ferien.