Nach Rücktritt von Gut-Behrami
Ist sie die beste Ski-Schweizerin der Geschichte?

Schneider oder Hess? Gut-Behrami oder Holdener? Wer ist die grösste Schweizer Skirennfahrerin aller Zeiten? Wir haben gerechnet.
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Daniel LeuStv. Sportchef

Nach dem Rücktritt von Lara Gut-Behrami stellen sich viele Ski-Fans eine Frage: Wie schneidet sie – was ihre Erfolge betrifft – im Vergleich mit Schweizer Ski-Legenden wie Erika Hess oder Vreni Schneider ab? Hier unsere Top 10.

So wurde gewertet

Weltcup
Sieg: 1 Punkt. Zweite: 0,4. Dritte: 0,2.

Olympia
Gold: 10. Silber: 6. Bronze: 4.
Bemerkung: Halbe Punkte für Triumphe im Teamwettbewerb.

Weltmeisterschaften
Gold: 5. Silber: 3. Bronze: 2.
Bemerkung: Halbe Punkte für WM-Medaillen, die an Olympia vergeben wurden und für Triumphe im Teamwettbewerb.

Kleine Kristallkugeln
Erste: 5. Zweite: 2. Dritte: 1.

Grosse Kristallkugeln
Erste: 10. Zweite: 4. Dritte: 2.

Berücksichtigt wurden alle Ergebnisse seit Einführung des Weltcups 1967.

Weltcup
Sieg: 1 Punkt. Zweite: 0,4. Dritte: 0,2.

Olympia
Gold: 10. Silber: 6. Bronze: 4.
Bemerkung: Halbe Punkte für Triumphe im Teamwettbewerb.

Weltmeisterschaften
Gold: 5. Silber: 3. Bronze: 2.
Bemerkung: Halbe Punkte für WM-Medaillen, die an Olympia vergeben wurden und für Triumphe im Teamwettbewerb.

Kleine Kristallkugeln
Erste: 5. Zweite: 2. Dritte: 1.

Grosse Kristallkugeln
Erste: 10. Zweite: 4. Dritte: 2.

Berücksichtigt wurden alle Ergebnisse seit Einführung des Weltcups 1967.

10

Corinne Suter (31): 53,6 Punkte

Auf die Schwyzerin ist vor allem an Grossanlässen Verlass: 2021 wurde sie in Cortina d'Ampezzo (It) Abfahrtsweltmeisterin und 2022 krönte sie sich in Peking – ebenfalls in der Königsdisziplin – zur Olympiasiegerin.

Corinne Suter: 2022 war ihre Sternstunde, da holte Suter in der Abfahrt sensationell Gold.
Foto: Johann Groder/Expa/freshfocus
9

Brigitte Oertli (64): 64,0 Punkte

Die Zürcherin war eine echte Allrounderin: Sie fuhr in allen fünf Disziplinen mindestens einmal aufs Podest. Ihre grössten Erfolge (Olympia-Silber, WM-Bronze) feierte sie entsprechend in der Kombination.

Brigitte Oertli: Die Zürcherin war eine Allrounderin und feierte ihre grössten Erfolge in der Kombination.
Foto: imago/Magic
8

Lise-Marie Morerod (70): 77,6 Punkte

1976/77 dominierte die Waadtländerin den Weltcup: acht Weltcupsiege, kleine Kristallkugel für den Riesenslalom- und den Slalomweltcup und obendrauf auch noch den Sieg im Gesamtweltcup für die Technikerin.

Lise-Marie Morerod: Die Waadtländerin trumpfte in den technischen Disziplinen gross auf.
Foto: Keystone
7

Marie-Theres Nadig (72): 101,0 Punkte

1972 war ihr Jahr. An den Olympischen Spielen in Sapporo (Jap) schlug «Maite» gleich doppelt zu: Gold in der Abfahrt und im Riesenslalom für die erst 17-Jährige. 1981 beendete sie ihre Karriere, standesgemäss mit dem Sieg im Gesamtweltcup!

Marie-Theres Nadig: Zwei Rennen, vier Medaillen – Maites Sapporo-Ausbeute.
Foto: Keystone
6

Wendy Holdener (33): 104,9 Punkte

Die Schwyzerin ist eine Frau für die Grossanlässe. Im Team wurde sie Olympiasiegerin, an Weltmeisterschaften holte sie schon dreimal Gold. Um hier weiter nach vorne zu preschen, bräuchte sie vor allem noch mehr Weltcupsiege.

Wendy Holdener: An den Olympischen Spielen 2018 gewann sie einen kompletten Medaillensatz.
Foto: Keystone
5

Michela Figini (60): 109,8 Punkte

Die Tessinerin trat schon früh zurück, kurz vor ihrem 24. Geburtstag. Ihre ganz grosse Sternstunde war 1984 an den Olympischen Spielen in Sarajevo. In der Abfahrt siegte die damals erst 17-Jährige hauchdünn vor Walliser.

Michela Figini: Mit 17 raste sie in Sarajevo zu Olympia-Gold.
Foto: Keystone
4

Maria Walliser (63): 126,6 Punkte

Die Toggenburgerin konnte im Weltcup in vier Disziplinen siegen und holte an Weltmeisterschaften in drei Disziplinen mindestens eine Medaille. Nur im Slalom blieb ihr ein Sieg verwehrt. 1981 schaffte sie es in Wangs-Pizol als Dritte aber immerhin aufs Podest.

Maria Walliser: Die Toggenburgerin gewann im Weltcup in vier Disziplinen.
Foto: Keystone
3

Erika Hess (64): 149,4 Punkte

Dass die Nidwaldnerin nicht noch weiter vorne auftaucht, liegt nur an einem Grund: Hess beendete bereits mit 25 Jahren ihre Karriere. Ihr Palmarès ist trotzdem eindrücklich: sechsfache Weltmeisterin, 31 Weltcupsiege.

Erika Hess: An Weltmeisterschaften gewann sie gleich sechsmal Gold.
Foto: Keystone
2

Lara Gut-Behrami (35): 192,8 Punkte

Vor allem an Weltmeisterschaften war die Tessinerin mit neun Medaillen äusserst erfolgreich. Hinzu kommt ihr Olympiasieg 2022 im Super-G und der Triumph im Gesamtweltcup 2015/16 und 2023/24.

Lara Gut-Behrami: 2009 holte die Tessinerin in der Super-Kombination ihre erste WM-Medaille. Eine von vielen.
Foto: keystone-sda.ch
1

Vreni Schneider (61): 238,8 Punkte

Um alle Erfolge der Glarnerin aufzuzählen, fehlt hier schlichtweg der Platz. Deshalb gibts ihre grössten Triumphe nur im Schnelldurchlauf: je dreifache Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Gesamtweltcupsiegerin, 34 Slalom-Siege, 14 Kristallkugeln ...

Vreni Schneider: Eindeutig die erfolgreichste Schweizer Skirennfahrerin aller Zeiten.
Foto: Keystone
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