Verband reagiert heftig
Neue Vorwürfe im Todes-Drama von Skifahrer Franzoso (†25)

Ein Jahr nach dem tödlichen Trainingssturz des Skifahrers Matteo Franzoso tauchen neue Vorwürfe gegen den italienischen Skiverband auf. Dieser reagiert deutlich.
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Der Tod von Matteo Franzoso wirft bis heute Fragen zur Sicherheit und Organisation auf.
Foto: Instagram @mattefranz
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Lynn Piubel

Matteo Franzoso (†25) hatte noch grosse Ziele, als sein Traum von der Skikarriere ein tragisches Ende nahm. Am 13. September 2025 stürzte der italienische Speedfahrer beim Training auf der Piste von La Parva in Chile.

Nach einem Sprung verlor Franzoso die Kontrolle, rutschte unter einem Sicherheitsnetz hindurch und prallte danach gegen einen Windschutz. Franzoso erlitt dabei ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und wurde mit dem Rettungshelikopter nach Santiago de Chile gebracht. Zwei Tage später verstarb er dort im Spital.

Nun, mehr als ein Jahr später, bekommt die Tragödie neue Aufmerksamkeit. Zwar wurde das Verfahren in dem Fall mittlerweile mangels konkreter Hinweise auf eine Verantwortung von Verbandsmitgliedern eingestellt. Doch wie italienische Medien nun berichten, gibt es neue Vorwürfe.

FISI: «Unsensibel und respektlos»

Demnach soll es beim Verband zu Versäumnissen gekommen sein und der Tod von Franzoso soll nicht alleine auf Fehler des Athleten zurückzuführen sein. Ein Vorwurf lautet: Die Trainingspiste in Chile soll nie von italienischen Verantwortlichen vorgängig wie üblich geprüft worden sein. Auch sollen andere Fahrer vor dem Unglück deutlich auf die Gefährlichkeit eines Streckenabschnitts hingewiesen haben.

Der italienische Skiverband FISI reagiert am Donnerstag umgehend und mit harschen Worten auf die Vorwürfe. Die Darstellung sei «unsensibel, veraltet und respektlos», schreibt die FISI. Besonders stört den Verband, dass die Berichte mit der bevorstehenden Wahlversammlung vom 10. Oktober in Verbindung gebracht werden.

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