Knatsch um Zermatter Skirennen
Julen und Co. endgültig freigesprochen

Italiens Kassationsgericht hat entschieden: Franz Julen und drei weitere Angeklagte sind endgültig freigesprochen. Der Vorwurf eines Umweltdelikts im Zusammenhang mit Bauarbeiten für die Skirennen in Zermatt ist damit vom Tisch.
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Franz Julen und drei Mitangeklagte können aufatmen.
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Andri BäggliRedaktor Sport

Der Zoff um die Bauarbeiten für das Skirennen in Zermatt ist endgültig ad acta gelegt. Franz Julen und drei weitere Mitangeklagte können aufatmen: Der Freispruch für alle vier Angeklagten ist nun rechtskräftig.

Im Verfahren im italienischen Aosta wurde OK-Präsident Julen, dem Präsidenten der italienischen Cervinia-Bergbahnen sowie dessen Vorgänger und einem Baggerfahrer vorgeworfen, ein Umweltdelikt begangen zu haben. Für die Skiweltcuprennen soll laut Anklageschrift ein 330 Meter langer und 8 Meter breiter Graben parallel zur Gletscherzunge des Plateau-Rosa-Gletschers auf italienischem Boden ausgehoben worden sein. Von der Staatsanwaltschaft Aosta wurde eine Freiheitsstrafe von drei Monaten und eine Geldstrafe von je 3600 Euro gefordert.

Urteil wurde weitergezogen

Bereits im vergangenen Februar sprach sie der Richter davon frei, doch das Urteil wurde ans Berufungsgericht in Turin weitergezogen. Auch diese Beschwerde wurde abgewiesen und endete in einem Freispruch. Die Staatsanwaltschaft gab aber nicht auf und zog vor das Kassationsgericht, das höchste Strafgericht in Italien mit Sitz in Rom. Auch dieses sprach die Julen und Co. frei – das Urteil ist damit endgültig.

In einem Statement schreibt Julen: «Ich nehme diesen abschliessenden Entscheid des Kassationsgerichts in Rom mit grosser Zufriedenheit zur Kenntnis. Wir waren stets überzeugt, im Rahmen der erteilten Bewilligungen und geltenden Vorgaben die Arbeiten am Gletscher rechtmässig vorgenommen zu haben. Dass dies nun von sämtlichen Instanzen in Italien abschliessend und rechtskräftig bestätigt wurde, schafft Klarheit und Rechtssicherheit. Mit diesem endgültigen Freispruch freue ich mich, weiterhin mit voller Konzentration und Motivation meine Aufgaben bei der Zermatt Bergbahnen AG wahrzunehmen sowie das alpine Skiweltcup-Projekt am Gornergrat, welches in der zweiten März Hälfte 2028 erstmals stattfinden soll, voranzutreiben.»

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