In der Branche sehr selten
Von Allmen schliesst bemerkenswerten Deal ab

Franjo von Allmen wird an der Alpin-Börse seit Monaten heftig umworben. Der dreifache Olympiasieger bleibt seiner ersten Ski-Liebe denoch treu.
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Zunge raus an andere Hersteller: Franjo von Allmen bleibt bei Head.
Foto: keystone-sda.ch
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Marcel W. PerrenSki-Reporter

Franjo von Allmen unterzeichnet rund vier Monate nach seiner Olympia-Gala (Gold in der Abfahrt, im Super-G und in der Team-Kombi) einen speziellen Vertrag. Dass der bald 25-jährige Überflieger seinen Ausrüster-Kontrakt mit Head verlängert, ist zwar keine Überraschung. Eher ungewöhnlich ist aber die Laufzeit von diesem Deal.

Von Allmen hat sich für vier weitere Jahre an den Vorarlberger Ski-Produzenten gebunden. «Normalerweise schliessen wir mit den Rennfahrern Zweijahresverträge ab. Im Fall von Franjo war es aber so, dass er und wir eine längerfristige Lösung angestrebt haben», erläutert Head-Rennchef Rainer Salzgeber. Einzig der fünffache Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt hat im letzten Herbst seinen Vertrag mit Stöckli ebenfalls bis zur Saison 2029/30 verlängert.

Italiens Alpin-Oldtimer Christof Innerhofer (42, Super-G-Weltmeister 2011, Lauberhornsieger 2013) hat im Februar im Gespräch mit Blick verlauten lassen, dass ein Top-Shot wie von Allmen von seinem Ausrüster ein Jahresfixum zwischen 400'000 und 500'000 erhalten würde. Wirklich? Eine Antwort auf diese Frage werden wir nie erhalten, weil weder der Ausrüster noch der Golden Boy aus Boltigen in der Öffentlichkeit über Vertragsdetails reden werden.

Viel Verständnis für die gefährliche Leidenschaft

Es ist aber kein Geheimnis, dass es in diesem Frühling einige Ausrüster gegeben hat, die für die Verpflichtung von Allmens sehr tief in die Kasse gegriffen hätten. Doch der Olympia-Held und Weltmeister hat sofort klar gemacht, dass für ihn einzig und alleine die Vertragsverlängerung mit Head in Frage kommt: «Head bietet mir neben dem Top-Material mit Sepp Kuppelwieser auch einen absolut genialen Servicemann. Zudem hat mich diese Firma bereits unterstützt, als ich noch ziemlich weit vom Weltcup entfernt war. Deshalb wollte ich unbedingt mit Head weitermachen.»

Zumal der Rennchef seines Ausrüsters kein Problem damit hat, dass «FvA» im Sommer regelmässig auf der nicht ungefährlichen Motocross-Maschine unterwegs ist. «Als ich mir in meiner Aktivzeit durch einen Motocross-Crash die Schulter zertrümmert habe, hat mich mein damaliger Cheftrainer brutal zusammengestaucht. Weil ich dennoch ein Benzinblüter geblieben bin, habe ich volles Verständnis für Franjos Leidenschaft. Und ich weiss auch, dass Motocross fahren einem sehr guten Training gleichkommen kann», betont Rainer Salzgeber, welcher 1993 WM-Silber im Riesenslalom eingefahren hat.

«Auszeichnung ist mir wichtiger als die Trophäe»
2:40
Franjo von Allmen gesteht:«Auszeichnung ist mir wichtiger als die Trophäe»
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