Peter Fill hat sich nicht nur als Skirennfahrer einen Namen gemacht, sondern sich zuletzt auch als Trainer im italienischen Team bewiesen. So hat der 43-Jährige bis anhin als Cheftrainer der Weltcup-Riesenslalomgruppe gearbeitet und gilt als einer der wichtigsten Förderer von Giovanni Franzoni. Der 25-Jährige legte in der letzten Saison einen rasanten Aufstieg hin und gewann als Höhepunkt die legendäre Abfahrt von Kitzbühel – genau wie Fill zehn Jahre zuvor, als der Südtiroler an den Hahnenkammrennen den grössten Erfolg seiner Karriere feierte.
Doch Fills Kapitel als Trainer soll nun ein rasantes Ende erhalten haben, wie der dreifache Weltcupsieger dem Südtiroler Portal sportnews.bz erzählt. Denn Fills Name fehlt auf der am 29. Mai veröffentlichten Trainerliste des italienischen Skiverbandes Fisi – sehr zu seiner Überraschung: «Warum? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Ich habe noch keine Erklärung bekommen.»
Er wollte nur als Riesenslalom-Trainer aufhören
Der Super-G-Vizeweltmeister von 2009 sagt: «Ich habe nach der Saison gesagt, dass ich nicht mehr Chef der Riesenslalomgruppe sein möchte, dafür aber gerne als normaler Trainer weitermachen würde. Im Gespräch war ein Wechsel zur Abfahrtsgruppe, dem ich schon zugestimmt habe. Bis vor zwei Tagen war das für mich eigentlich eine klare Sache.»
Dann habe sich der Verband aber umentschieden – und Fill gar nicht mehr berücksichtigt. Wie seine berufliche Zukunft nach dem plötzlichen Fisi-Aus nun aussieht, ist noch offen. «Eine Möglichkeit wäre es, in meiner Sportgruppe als Trainer zu arbeiten. Und vielleicht ergibt sich ja sonst auch noch was», sagt er. Fill ist Angehöriger der Carabinieri-Sportabteilung in der italienischen Armee.