Das Podest
1. Henrik Kristoffersen (No) 1:42,37
2. Alexis Pinturault (Fr) +0,34
3. Daniel Yule (Sz) +0,83
Die weiteren Schweizer
9. Ramon Zenhäusern +1,36
24. Loïc Meillard +2,47
26. Marc Rochat +4,06
33. Reto Schmidiger
out - Tanguy Nef
out - Sandro Simonet
out - Luca Aerni
Das gab zu reden
Unglaublich: Im zweiten Lauf läuft bei der Fahrt von Alex Vinatzer eine Flitzerin über die Ziellinie und löst zu früh die Zeitmessung aus. Der Italiener jubelt fälschlicherweise über die vermeintliche neue Bestzeit, die aber sofort korrigiert wird. «Ich habe erst auf der Videoleinwand gesehen, dass da eine süsse Blonde über die Linie lief. Es ist sicher das beste Photofinish», lacht Vinatzer im Interview bei «SRF». Auf dem Banner der Flitzerin steht «Rest in Peace Kobe Bryant». Ein seltsame Hommage an die am Sonntag verstorbene NBA-Legende. Nach den Schneeball-Würfen gegen Henrik Kristoffersen die nächste Kuriosität in der Schladming-Geschichte. Gemäss «ORF» handelt es sich übrigens um die gleiche Flitzerin, die letztes Jahr den Champions-League-Final gestört hatte.
Das Rennen
Nach Madonna, Adelboden und Kitzbühel peilt Daniel Yule in Schladming seinen vierten Slalom-Sieg der Saison an. Daraus wird nichts. Mit Platz drei gibts aber immerhin das fünfte Podest für Yule. «Ich bin von Jahr zu Jahr besser geworden. Ich weiss jetzt auch, wo mein Limit ist», sagt Yule, der schon in den letzten beiden Jahren in Schladming Dritter wurde.
Schneller sind nur Alexis Pinturault (2.) und trotz eines groben Fehlers der Sieger Henrik Kristoffersen. Der Norweger gewinnt zum vierten Mal in Schladming. Der bei Halbzeit führende Österreicher Marco Schwarz scheidet im zweiten Lauf aus. Ramon Zenhäusern fährt als Neunter ebenfalls in die Top 10. «So ein Resultat muss man immer nehmen, ich bin zufrieden», sagt der «Doppelmeter». Und zum Flitzerinnen-Zwischenfall: «So etwas habe ich auch noch nie gesehen.»
Loïc Meillard findet in beiden Läufen den Tritt nicht. Dementsprechend ratlos schüttelt er im Ziel den Kopf. «Das Gefühl ist nicht so schlecht. Vielleicht fahre ich einfach zu schön», sagt er zu «SRF». Weltcup-Punkte gibts auch für Marc Rochat. Der Waadtländer kann sich darüber aber nicht freuen: «Ich bin sehr enttäuscht. Ich hatte keine frischen Beine, war die ganze Woche schon müde.
Die Bedingungen
Das Flutlicht-Spektakel geht im ersten Lauf noch bei Schneefall über die Bühne. Bei der Entscheidung bleibt es dann trocken. Die Piste auf der Planai ist in beiden Durchgängen schon nach den ersten Fahrern gezeichnet.
So gehts weiter
Am Wochenende fahren die Männer in Garmisch (D) eine Abfahrt und einen Riesenslalom. Der nächste Slalom steigt am 8. Februar in Chamonix (Fr). (cmü)