FIS-Kasper verteidigt Thailand-Kongress
«Pattaya ist nicht nur Sextourismus»

Der FIS-Kongress 2020 soll in Thailand stattfinden. Verbands-Boss Gian Franco Kasper verteidigt die Wahl.
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Der FIS-Präsident verteidigt den Entscheid, in Asien zu tagen.

Wo würden Sie als Chef des internationalen Skiverbandes eine Tagung abhalten? In den Alpen, irgendwo in Skandinavien oder in den Rocky Mountains? Irgendwo, wo es ab und zu mal schneit, vermutlich.

Das mag vernünftig klingen, der Praxis des Ski-Weltverbandes entspricht dies aber nicht. 

Der FIS-Kongress vom nächsten Jahr findet nämlich in Pattaya statt. In der thailändischen Metropole, die für ihren Sex-Tourismus berühmt und berüchtigt ist.

Das gefällt selbst innerhalb der FIS nicht allen. Der norwegische Verband und dessen Chef Erik Röste etwa wehrte sich heftig gegen den Gang nach Thailand.

FIS-Präsident Gian Franco Kasper (75) verteidigt diesen. «Pattaya ist nicht nur Sextourismus, sondern auch normaler Tourismus und grosse Kongresse», sagte der 75-Jährige kurz vor der Eröffnung der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im österreichischen Seefeld der Agentur DPA. «Wenn wir jede Stadt prüfen müssten, ob es Prostituierte gibt, wird das hart», sagt der Bündner, der zuletzt wegen zweifelhafter Aussagen zum Klimawandel und zu grossen Meisterschaften in Diktaturen für Schlagzeilen sorgte. «Für mich macht das keinen Unterschied, ich bleibe eh im Hotel.»

Im November hatte sich das FIS-Council für die thailändische Stadt ausgesprochen, nachdem Marrakesch (Marokko) als Austragungsort abgesprungen war. «Pattaya hat sich selbst angeboten», so Kasper. «Ich bin Demokrat. Wenn es eine Wahl gibt, dann akzeptiere ich diese Wahl. So war die Entscheidung.» (eg)

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