«Bin nie ins Wanken geraten»
Kristoffersen feiert Sieg nach jahrelangem Verbandszoff

Endlich ist es so weit: Der norwegische Skiverband hat gemeinsam mit dem Hauptsponsor Telenor beschlossen, Red Bull ins Boot zu holen. Damit geht für Henrik Kristoffersen ein langersehnter Wunsch in Erfüllung.
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In Zukunft darf Kristoffersen mit dem Red-Bull-Logo auf dem Helm fahren.
Foto: Sven Thomann

Darum gehts

  • Norwegens Ski-Asse dürfen neu eigene Helmsponsoren haben
  • Kristoffersen kämpfte zwölf Jahre dafür und verlor 2019
  • Kristoffersen und Haugan fahren mit Red Bull, alle profitieren
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Nick RohnerPraktikant Sportdesk

«Ich habe über zwölf Jahre dafür gekämpft und bin in meiner Meinung nie ins Wanken geraten», sagte Henrik Kristoffersen (32) gegenüber Ski Racing Media bei der Auftaktveranstaltung des norwegischen Alpinteams für die Saison 2026/27 in Oslo. Der Slalom-Weltmeister von 2023 kämpfte jahrelang dafür, dass die norwegischen Skistars mit einem individuellen Helmsponsor an den Start gehen dürfen. Nun ist es endlich so weit.

Seit 2006 ist der norwegische Telekommunikationskonzern Telenor Hauptsponsor des norwegischen Skiverbands (NSF). Bereits im Oktober 2016 kämpfte Kristoffersen für einen individuellen Sponsor. Er reichte Klage gegen den NSF ein, weil alle Athleten des Verbands auf der wichtigsten Werbefläche für alpine Skifahrer denselben Sponsor tragen mussten. Statt mit seinem persönlichen Sponsor Red Bull fuhr Kristoffersen wie alle anderen norwegischen Athleten mit A-Status mit dem Telenor-Logo auf dem Helm. Dadurch entgingen ihm grosse Sponsoring-Einnahmen. Den Prozess verlor der 102-fache Podestfahrer 2019.

Norwegen war einer der wenigen nationalen Verbände, die ihren Athleten individuelle Vermarktungsrechte für ihre Kopfbedeckungen verwehrten und die entsprechenden Sponsoreneinnahmen damit selbst kontrollierten. In anderen Nationen ist das längst üblich: So fährt beispielsweise Loïc Meillard (29) mit Ochsner Sport und Marco Odermatt (29) mit Red Bull auf dem Helm.

Nun ist alles anders

Für den norwegischen Alpin-Direktor Claus Ryste (52) ist die Änderung eine Win-win-Situation. «Wir als Verband haben gemeinsam mit Telenor, unserem Hauptsponsor, beschlossen, dass Athleten mit A-Status ihren eigenen Helm vermarkten dürfen, wie es die meisten Nationen im Weltcup tun. Dies war der Hauptgrund, warum norwegische Athleten das Gefühl hatten, im Vergleich zu ihren Konkurrenten unfair behandelt zu werden», sagte er gegenüber Ski Racing Media.

«Innerhalb des Teams hat jeder, unabhängig davon, ob ihn Red Bull unter Vertrag nimmt oder nicht, die Möglichkeit, seinen Helm an andere Sponsoren zu verkaufen. Diese Möglichkeit bestand vorher nicht. Ich sehe das als eine Win-win-Situation», fuhr der Sportchef fort.

Kristoffersen hat sein Ziel erreicht.

Laut Ski Racing Media haben Kristoffersen und Timon Haugan (29) inzwischen individuelle Marketingverträge mit Red Bull unterzeichnet. Damit darf Kristoffersen endlich das langersehnte Red-Bull-Logo auf seinem Helm und seiner Kappe tragen.

Auch andere Fahrer sind glücklich

Auch weitere norwegische Spitzenfahrer begrüssen die neue Regelung. Thea Louise Stjernesund (29) geht es vor allem ums gegenseitige Profitieren: «Es ist sehr wichtig, dass, obwohl man persönlich davon profitiert, auch der Verband und die Mannschaft davon profitieren. Das stärkt das Teamgefühl.»

«Das ist grossartig. Es war ein jahrelanger Prozess, und endlich haben wir die Möglichkeit, die Sache zu klären. Jetzt sind wir auf dem gleichen Niveau wie alle anderen», so Atle Lie McGrath (26).

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