Seit Lucas Pinheiro Braathen am 14. Februar 2026 in Bormio vor Marco Odermatt und Loïc Meillard Olympiagold eingefahren hat, ist der in Norwegen gross gewordene Brasilianer im Riesenslalom ungeschlagen. Nach dem Gold-Coup in Italien hat der 26-Jährige mit Weltcup-Triumphen in Kranjska Gora und Hafjell Odermatt auch die kleine Riesen-Kugel entrissen.
Nun hat der Atomic-Pilot, der den Vertrag mit seinem Ski-Ausrüster um vier Jahre verlängert hat, angedeutet, dass er auch im kommenden Winter Grosses vorhat. Braathen hat am vergangenen Wochenende auf dem Rennhang in Sölden mit den Schweizern mehrere Zeitläufe bestritten. Am Samstag war Pinheiro ausnahmslos der Schnellste. In den ersten beiden Läufen hat er Odermatt, Meillard und Co. über eine Sekunde abgeknöpft.
Braathen hatte beim Training auf dem Rettenbachgletscher aber den Vorteil, dass sein Trainer Mike Pircher den Kurs gesetzt hat. Und die Schweizer haben in den letzten Wochen auf der Diavolezza auf ganz anderen Verhältnissen trainiert. Während der Gletscher im Engadin komplett vereist war, wird die Piste in Sölden noch nicht gewässert. Dass die Skigenossen am zweiten Trainingstag besser mit den Bedingungen im Ötztal zurechtkamen, belegt die Tatsache, dass Odermatt und Meillard im ersten Durchgang am Sonntag schneller waren als Braathen.