Das Podest
1. Linus Strasser (De) 1:40,36
2. Kristoffer Jakobsen (Sd) +0,14
3. Daniel Yule (Sz) +0,20
Das Rennen
In Kitzbühel liegt nach dem 1. Lauf der erste Schweizer Podestplatz im Slalom in der Luft. Nur Ausfallspezialist Kristoffer Jakobsen ist minimal schneller als Vorjahressieger Daniel Yule. Rochat und Meillard platzieren sich zudem in den Top 8.
Am Schluss ist es aber nicht Jakobsen oder Yule, der in Kitzbühel zuoberst auf dem Podest steht. Linus Strasser legt eine entfesselte Fahrt hin, meistert den Steilhang mit Abstand am besten und holt sich den Sieg in seiner Wahlheimat Kitzbühel. Daniel Yule zeigt ebenfalls einen starken 2. Lauf, verliert aber kontinuierlich Zeit auf Strasser. Für den Sieg reicht es schlussendlich nicht, trotzdem freut sich die Schweiz über den ersten Slalom-Podestplatz des Winters. Nach seinem Sieg im letzten Jahr reicht es für Rang 3. Eine Erlösung für die Techniker! Ausfallspezialist Jakobsen (zuvor 50 Produzent Ausfallquote) ist die grosse Überraschung, der Schwede bringt auch den zweiten ins Ziel und freut sich über seinen ersten Podestplatz der Saison.
Saisondominator Manuel Feller muss sich mit dem undankbaren 4. Rang begnügen. Der Österreicher kann die Ehre der stolzen Ski-Nation nicht retten, am Kitzbühel-Wochenende gibt es keinen Podestplatz für die Österreicher.
Die Schweizer
8. Loïc Meillard +1,84
10. Marc Rochat +2,05
Ausgeschieden: Luca Aerni, Tanguy Nef, Reto Schmidiger
Nicht für 2. Lauf qualifiziert: Noel von Grünigen
Nicht gestartet: Ramon Zenhäusern
Nach dem ersten Lauf schielt Loïc Meillard auf das Podest. Im 2. Lauf verliert er aber im Steilhang viel Zeit, was ihn schlussendlich einen Platz in den Top 5 kostet.
Nach einer stabilen ersten Fahrt kann Marc Rochat im 2. Lauf nicht angreifen, fährt aber souverän. Am Schluss gibts nicht eine Top-Fahrt, mit dem 10. Platz aber ein gutes Resultat für den Waadtländer.
Schade! Luca Aerni ist im 1. Lauf gut dabei, schafft es aber nicht ins Ziel. Er meistert – im Gegensatz zu vielen anderen – den Steilhang gut, bleibt aber dann hängen und verpasst ein Tor. Auch Reto Schmidiger und Tanguy Nef verpassen ein Tor und scheiden aus.
Noel von Grünigen startet mit der Nummer 61 und verpasst den 2. Lauf. Er verliert 2,7 Sekunden auf den zur Halbzeit führenden Jakobsen.
Die Stimmen bei SRF
Daniel Yule nach seinem Podestplatz: «Kitzbühel ist einfach etwas Spezielles. Der Hang und die Pistenpräparation kommt mir sehr entgegen, wenn es blankes Eis ist. Irgendwie bin ich hier entspannter, weil ich weiss, dass ich schnell fahren kann und das Material immer super funktioniert.»
Ramon Zenhäusern zu seiner Absage: «Ich habe das Möglichste probiert, aber letzte Woche hat es mir im Training eins in den Rücken geschossen. Oder eventuell sind es noch Nachwehen vom Sturz in Wengen. Ich könnte es heute schon probieren, aber dann bin ich überzeugt, dass ich danach kaum Laufen und Schlafen kann. So würde ich auch Schladming riskieren. Darum passe ich heute und hoffe, dass ich dort fit bin.»
Loïc Meillard nach seinem 8. Platz: «Ich habe es nicht geschafft, mein bestes Skifahren zu zeigen. In beiden Läufen gab es gute Kurven, aber ich konnte nie voll attackieren.»
Die Bedingungen
Das Tirol zeigt sich von seiner besten Seite: Der Himmel ist blau, die Sonne scheint und die Temperaturen sind unter null. Der Ganslernhang ist aber mehrheitlich im Schatten, was den Slalom hart und extrem eisig macht, damit haben einige Fahrer Mühe.
Das gab zu reden I
Ramon Zenhäusern gibt kurz vor dem Rennen in Kitzbühel Forfait. Der Walliser kämpft mit Rückenbeschwerden. Es ist der erste Weltcupslalom in den letzten 11 Jahren, bei dem Zenhäusern nicht im Starthaus steht.
Das gab zu reden II
Ausfall-Party am Ganslernhang: Die Athleten haben so ihre Mühen mit dem gesteckten Kurs im 1. Lauf. Insgesamt 32 (!) der 69 Fahrer kommen nicht ins Ziel. Darunter mit Tanguy Nef, Luca Aerni und Reto Schmidiger auch drei Schweizer, damit stehen nur drei Schweizer im 2. Lauf am Start. Im zweiten Lauf erwischt es ebenfalls fünf Fahrer, darunter Mitfavorit Clément Noël.
So gehts weiter
Für die Techniker geht es bereits am Dienstag weiter. In Schladming (Ö) steht ein Riesenslalom (1. Lauf um 17.45 Uhr) an. Einen Tag später am Mittwoch geht der Slalom (1. Lauf um 17.45 Uhr) über die Ski-Bühne.



