Perfektes Comeback: Giger gewinnt Stoos-Schwinget
«Der gestellte Schlussgang war mein Plan B»

Samuel Giger kehrt nach überstandener Schulterverletzung beim Stoos-Schwinget zurück ins Sägemehl und kürt sich sogleich zum Festsieger. Seine Bilanz: fünf Siege, ein Gestellter.
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Triumphator auf dem Stoos: Samuel Giger.
Foto: keystone-sda.ch

Der Schlussgang

Zurück im Sägemehl und schon wieder erfolgreich – Samuel Giger gelingt beim Stoos-Schwinget das perfekte Comeback. Dass er die im April beim Toggenburger Verbandsschwinget zugezogene Schulterverletzung auskuriert hat, bekommen der Reihe nach Pirmin Reichmuth, Dominik Schwegler, Andreas Döbeli, Sven Schurtenberger und Samuel Schwyzer zu spüren. Giger erreicht mit fünf Siegen aus fünf Gängen in beeindruckender Manier den Schlussgang, in dem ihm ein Gestellter gegen NOSV-Kollege Werner Schlegel zum Festtriumph reichen würde. Und so kommt es dann auch: Der 26-Jährige lässt im finalen Akt nie etwas anbrennen und gewinnt vor Reichmuth das erste Bergkranzfest der Saison.

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Grossartiges Comeback:Hier legt Giger Reichmuth auf den Rücken

Die Siegerstimme

Samuel Giger: «Das war ein perfekter Tag. Am Morgen gelang mir ein Super-Start. Ich habe mich extrem gefreut, endlich wieder schwingen zu können. Dass es am Vormittag so perfekt laufen würde, habe ich zwar gehofft, aber man ist sich natürlich nie sicher. Im Schlussgang wars eine blöde Ausgangssituation, da ich wusste, dass ich einfach nicht verlieren darf. Von den unzähligen Trainings mit Werner weiss ich, wenn ich ihn schwingen lasse, wirds brandgefährlich. Darum wollte ich selbst ein wenig das Zepter übernehmen. Der Gestellte war aber stets im Hinterkopf, quasi als Plan B.»

Die Schlussrangliste

Foto: RMS

Die grösste Enttäuschung

Was ist nur mit Adrian Odermatt los? Der Eidgenosse erlebt ein Fest zum Vergessen. Am Mittag steht er ganz hinten in der Rangliste. Eine Niederlage (gegen Samir Leuppi) und zwei Gestellte sind seine bescheidene Bilanz. Nach dem Essen geht es im ähnlichen Stil weiter. Es kommt sogar noch schlimmer. Nach dem vierten Gang muss Odermatt die Heimreise antreten. Der Eidgenosse verpasst den Ausstich. Bereits bei den ersten Kranzfesten offenbarte der gelernte Forstwart aus Liesberg BL grössere Schwierigkeiten. Die Mehrheit der letzten Saison verpasste er aufgrund eines Abrisses des Brustmuskels.

Das Wetter-Rätsel

Wann kommt der angekündigte Regen? Diese Frage wird am frühen Morgen heiss diskutiert. Einige glauben, dass es nach dem Schlussgang um 17 Uhr heftig regen wird. Andere befürchten einen Abbruch. Das wäre der Fall, wenn der Regen von Blitz und Donner begleitet würde. Die Organisatoren fürchten sich ebenfalls vor dem Sturm. Die Mittagspause wird verkürzt und die Gangdauer am Nachmittag nicht verlängert. Der Regen lässt sich allerdings nie blicken.

Der verpasste Rekord

Christian Schuler (36) gehört auf dem Stoos zum Inventar. Bereits 12 Kränze konnte der Innerschweizer gewinnen. Damit steht er in der ewigen Kranzliste des Bergfestes gemeinsam mit Anton Steiner an der Spitze. Den alleinigen Rekord verpasst er in diesem Jahr. Schuler musste sich verletzungsbedingt abmelden.

Die Thurgauer Dominanz

Der Schwingklub am Ottenberg TG sorgt auf dem Stoos für die Musik. Zur Mittagspause liegen Samuel Giger, Mario Schneider und Domenic Schneider an der Spitze. Alle drei sind Mitglieder des Schwingklubs am Ottenberg. Ihre Kämpfe gewinnen sie souverän. Samuel Giger lässt im ersten Gang Pirmin Reichmuth keine Chance. Das ist nur der Anfang einer sackstarken Vorstellung des Thurgauers.

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