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Festsieger beim Rigi-Debüt:Staudenmann lässt Walther im Schlussgang keine Chance

Südwestschweizer und Rigi-Schwinget
Schlegel und Staudenmann triumphieren

Die Rigi ist in Berner Hand. Sie stellen nicht nur das Schlussgang-Duo, sondern belegen auch die ersten drei Plätze. Nicht nur bei diesem Fest gibts einen Gästesieg, sondern auch am Südwestschweizer.
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Fabian Staudenmann jubelt auf der Rigi.
Foto: keystone-sda.ch

Die Schlussgänge

Am Oberländischen und am Seeländischen standen sich Adrian Walther und Fabian Staudenmann schon im Schlussgang gegenüber. Am Oberländischen gewann Staudenmann, am Seeländischen stellten sie und teilten den Festsieg. Nun kommts auf der Rigi zum dritten Mal zu diesem Schlussgang-Duell. Und zum zweiten Mal hat Walther das Nachsehen. Nach nicht einmal einer Minute liegt er auf dem Rücken und Staudenmann feiert den Festsieg.

Benjamin Gapany hat in diesem Jahr schon einmal gegen Werner Schlegel gewonnen – im 1. Gang des St. Galler Kantonalen. Nun will der Nordostschweizer die Revanche. Entsprechend vehement geht er in den maximal zwölfminütigen Schlussgang des Südwestschweizer. Und lanciert den entscheidenden Angriff nach etwas mehr als einer Minute. Er revanchiert sich für die Niederlage und feiert den vierten Sieg in dieser Saison.

Die Siegerstimmen (gegenüber SRF)

Staudenmann: «Es hat gepasst, ich habe mich wohlgefühlt. Nach dem ersten Zug hab ich schon gemerkt, dass die Pumpe kommt. Da wusste ich, zwölf Minuten schaffe ich nicht. Darum habe ich am Anfang sofort versucht, anzugreifen. Umso schöner, hats geklappt.»

Schlegel: «Wenn sich die Chance bietet, will ich es immer ausnutzen. Ich habe gemerkt, dass er am Platzrand aussen etwas anders steht und die Spannung schon etwas gehen lassen hat. Das habe ich ausgenutzt und etwas glücklich gewonnen. Es ging recht locker, konnte mit Freude angreifen und habe mir keinen Druck gemacht. Wenn ich nicht gewinne, dann ist es so. Jetzt habe ich eine etwas längere Pause, das nächste grosse Fest ist die Schwägalp (18. August, Anm.d.Red.). Je nachdem mache ich aber noch ein, zwei kleinere Feste. Mal schauen.»

Die Schlussranglisten

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Foto: RMS

Die Abwesenden

Der amtierende Schwingerkönig erweist der Königin der Berge nicht die Ehre. Joel Wicki nimmt in diesem Jahr nicht am Rigi-Schwinget teil. Auch in der Saisonplanung von Pirmin Reichmuth hat er keinen Platz gefunden. Neben den beiden fehlt mit Marcel Bieri ein weiteres Innerschweizer Aushängeschild. Er musste wegen einer Verletzung am Bein Forfait geben. Auch ein Nordwestschweizer Gast ist nicht auf der Rigi. Patrick Räbmatter zwingt eine Grippe zur kurzfristigen Absage.

Die komplette Sammlung

Bisher hat Fabian Staudenmann der Kranz von der Rigi gefehlt. Der Grund ist simpel: An diesem Bergfest hat er schlichtweg noch nie teilgenommen. Diese Lücke füllt er nun direkt bei seiner Premiere. Und das mit dem Festsieg. Damit hat er nun von jedem Bergfest einen Kranz zu Hause.

Das Warten auf den Heimsieg

Es will einfach nicht klappen mit dem Heimsieg für die Südwestschweizer. Werner Schlegel ist zu stark, er gewinnt alle Gänge – unter anderem auch den Schlussgang gegen Benjamin Gapany. Damit müssen die Südwestschweizer mit Platz 2 vorliebnehmen. Lario Kramer liegt anderthalb Punkte hinter dem Sieger. Und das Warten auf den Heimsieg – den letzten feierte Stefan Zbinden 2008 – geht mindestens ein Jahr weiter.

Der verpasste Bergkranz

Philipp Roth schwingt im 6. Gang gegen Matthias Aeschbacher um den ersten Bergkranz seiner Karriere. Ein Gestellter würde ihm reichen, doch dazu kommt es nicht. Er wird von Aeschbacher aufs Kreuz gelegt und verpasst damit Eichenlaub. Der zweifache Eidgenosse (2016 und 2022) hat damit weiterhin 20 Kränze zu Hause – aber keiner von einem Bergfest.

Der Saison-Dominator

Als vierfacher Kranzfestsieger ist Werner Schlegel in die Saison gestartet. Mit dem Triumph am Südwestschweizer hat er seine Ausbeute nun verdoppelt. Davor triumphierte er bereits am Thurgauer Kantonalen, Schwarzsee und Nordostschweizer. Nach seinem vierten Saisonsieg ist Schlegel der erfolgreichste Schwinger in diesem Jahr. Kein anderer hat so viele Kranzfeste gewonnen. König Joel Wicki steht bei drei (Zuger, Ob- und Nidwaldner, Luzerner), ebenso Joel Strebel (Solothurner, Baselstädtisches, Aargauer), dessen Saison mit einem Kreuzbandriss allerdings vorzeitig endete und Fabian Staudenmann, der nach dem Mittelländischen und dem Oberländischen auch den Rigi-Schwinget gewinnt.

Der schnellste Sieg

Fabian Staudenmann geht als Favorit auf der Rigi an den Start, am Südwestschweizer gehört diese Rolle Werner Schlegel. Die beiden liefern sich aus der Ferne ein besonderes Duell. Das um den schnellsten Sieg des Tages. Staudenmann legt im 1. Gang vor – er bezwingt Sven Schurtenberger in rund 15 Sekunden. Schlegel unterbietet diese Marke wenig später deutlich. Im 2. Gang braucht er gegen Ivan Mollet nur drei Sekunden für den Sieg. Und im 5. Gang braucht er gegen Dorian Kramer auch nur rund fünf Sekunden fürs Resultat.

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Blitzsieg im 1. Rigi-Gang:Staudenmann bodigt Schurtenberger nach wenigen Sekunden

Die schmerzhafte Niederlage

Das Duell Mauro Lopes Semedo gegen Luc Varone dauert nicht lange – und endet für Varone gleich doppelt schmerzhaft. Er kassiert am Südwestschweizer nicht nur die zweite Niederlage im 3. Gang, sondern tut sich dabei auch noch weh. Beim entscheidenden Angriff verdreht er sich das Knie, kann das Sägemehl nur gestützt vom Gegner verlassen. Varone ist nicht der einzige, der eine schmerzhafte Erfahrung macht. Am gleichen Fest kassiert Lukas Renfer im 3. Gang von Martin Roth eine Kopfnuss – mitten auf die Nase. Er braucht einen Moment zum Durchatmen und kehrt dann für die letzte Minute ins Sägemehl zurück. Der Gang endet gestellt. Und auf der Rigi verletzt sich Andreas Döbeli an der Schulter, er muss nach dem Anschwingen abbrechen.

Die Bedingungen

Zuletzt mussten die Schwinger wettertechnisch untendurch. Regen und kühle Temperaturen dominierten, dazu war der Weg zum Sägemehlring oft matschig. Nicht so an diesem Sonntag. Das Wetter auf der Rigi ist wahrlich königlich. Auch beim Südwestschweizer ist es sonnig und sommerlich warm.

So gehts weiter

Nach dem Bergklassiker ist vor dem Bergklassiker. Am nächsten Samstag steigt mit dem Weissenstein der nächste. Einen Tag später findet mit dem Walliser zudem das nächste Kantonale statt.

Die Feste zum Nachlesen im Ticker

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