So krönt sich Giger zum Festsieger am Kilchberger
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Im Schlussgang gegen Bieri:So krönt sich Giger zum Festsieger am Kilchberger

Giger über Kilchberg-Triumph
«Der ganze Tag ist wie in einem Film abgelaufen»

Wie schon vor fünf Jahren triumphiert Samuel Giger beim Kilchberger Schwinget. Das sagt der Thurgauer nach seinem historischen Sieg.
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Samuel Giger jubelt über seinen zweiten Sieg am Kilchberger.
Foto: Sven Thomann
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Ramona BieriRedaktorin Sport

Samuel Giger schreibt sein persönliches Kilchberger Märchen. Anfang Juni verletzt er sich an der Schulter, kann wochenlang keine Schwingfeste bestreiten. Unter anderem verpasst er das Nordostschweizer, das Berner Kantonale sowie die Bergfeste auf dem Brünig und der Schwägalp.

Umso mehr hat sich der Titelverteidiger auf den Kilchberger Schwinget gefreut. «Ich musste einige schöne Fest auslassen, deswegen war ich giggerig auf den Kilchberger», meint er gegenüber SRF nachdem seine Schlussgang-Qualifikation feststeht. Auf dem Weg dorthin legt er Matthias Aeschbacher, Patrick Betschart und Michael Moser platt aufs Kreuz, auch Sinisha Lüscher bodigt er. Einzig gegen Michael Ledermann gibts einen Dämpfer. Im dritten Gang wird er vom Berner auf den Rücken gelegt.

Kilchberg feiert Samuel Giger
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Die Niederlage steckt Giger mühelos weg. Und verteidigt als erst zweiter Schwinger nach Karl Meli (1967 und 1973) den Titel beim Kilchberger Schwinget. «Das kommt dem Unspunnen-Sieg schon recht nah», meint er nach seinem historischen Triumph. Anders sei es, weil er lange kein Fest mehr bestreiten konnte. Dieses vermeintliche Handicap steckt er scheinbar mühelos weg. 

Routine und Teamleistung

«Die Routine, die ich mittlerweile habe, hat mir die Ruhe und die Sicherheit gegeben», erklärt Giger. Und fügt an, dass das Fest doch viel Energie gekostet hat. «Der ganze Tag ist wie in einem Film abgelaufen», so Giger. Er brauche nun sicher etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten und realisieren. Gleichzeitig betont er, dass es ohne das ganze Nordostschweizer Team nicht möglich gewesen wäre – angefangen bei den Schwingern bis zu den Betreuern. «Es war eine Teamleistung.»

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Gegen Moser im 5. Gang:Nach diesem Sieg bricht es aus Giger heraus

Und wie ist die Gemütslage beim Schlussgangverlierer Marcel Bieri? «Ich bin gar nicht enttäuscht oder deprimiert», sagt er ins SRF-Mikrofon. «Ich wusste, dass ich der Underdog bin.» Deswegen sei alleine schon sein Sieg im fünften Gang gegen König Armon Orlik eine Genugtuung. Vor dem Schlussgang sei er gar nicht nervös gewesen. «Aber als mein Name aufgerufen wurde, hatte ich schon ein bisschen Hühnerhaut», so Bieri. Auch er spricht sein Team an, denn die Innerschweizer hätten wider Erwarten ein erstaunlich gutes Resultat abgeliefert. Bieri wird Zweiter, Lukas Bissig Vierter sowie Joel Ambühl und Michael Gwerder Fünfter.

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