Besonderheit beim Kilchberger
Diese Schwinger haben den Job der Spielverderber

In den Teilverbänden herrscht eine klare Rollenverteilung: Die Spitzenleute schwingen um den Sieg. Jene dahinter sollen die Favoriten anderer Teilverbände ausbremsen. Blick liefert dir vor dem Kilchberger einen Überblick der besten Verteidigungskünstler.
Kommentieren
Am Kilchberger gibt es einige Kandidaten, die Staudenmann und den anderen Favoriten ein Bein stellen könnten.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
RMS_Portrait_AUTOR_1051.JPG
Nicola AbtReporter Sport

Bern

Mit einer bärenstarken Mannschaft reisen Fabian Staudenmann und Michael Moser ans Kilchberger. Entsprechend viele Schwinger können den anderen Favoriten Probleme bereiten. Vor allem, weil es am Kilchberger keine Kränze gibt. Nur der Sieg zählt. Das Berner Team ist dafür bekannt, dass sich alle in den Dienst der Mannschaft stellen. Über den Festsieg entscheiden könnten Schwinger wie Dominik Gasser.

Der Eidgenosse stellte zuletzt auf der Schwägalp gegen König Armon Orlik. Sein Stand ist so stabil, dass selbst der durchtrainierte Bündner daran verzweifelte. Unangenehm ist auch Michael Ledermann. Wer das bestätigt haben will, soll Werner Schlegel fragen. Der ESAF-Schlussgänger brachte ihn im ersten Gang auf dem Brünig kaum in Bedrängnis. Zu den Favoritenschrecken zählen auch Leandro Nägeli und Bernhard Kämpf.

Dominik Gasser (l.) wehrte sich bravourös gegen König Armon Orlik.
Foto: Sven Thomann

Innerschweiz

Um den Festsieg dürfte der grösste Teilverband kaum mitreden. Am ehesten ist Lukas Bissig eine Überraschung zuzutrauen. Dafür haben die Innerschweizer den König unter den Favoritenschrecken in ihren Reihen. Samuel Schwyzer hat schon Staudenmann, Moser und Giger geärgert. In dieser Saison zeigte er auch seine offensiven Qualitäten und gewann sogar das Innerschweizer Teilverbandsfest.

Modellathlet Fredi Bruhin kann genauso mühsam sein. Mit seiner gewaltigen Kraft stellt er jeden Gegner vor eine schwierige Aufgabe. Dazu kommen Christian Zemp und Lukas Heinzer. Letztgenannter stellte in dieser Saison beispielsweise Kilchberger-Titelverteidiger Damian Ott. Insgesamt fanden bereits acht Eidgenossen gegen ihn keine Lösung.

Samuel Schwyzer (l.) brachte auf der Rigi sogar Fabian Staudenmann in Bedrängnis.
Foto: keystone-sda.ch

Nordwestschweiz

Ein klassischer Defensivkünstler ist Lars Voggensperger nicht. Dafür sind seine Qualitäten im Angriff viel zu gut. Aber der Baselbieter gehört in die Kategorie der Favoritenschrecke. Niemand kämpft gerne gegen ihn. Staudenmann und Schwingerkönig Orlik mühten sich in diesem Sommer bis in die letzte Minute gegen ihn ab. Viel fehlte jeweils nicht zu einem Gestellten.

Die grosse Auswahl an solchen Schwingern haben die Nordwestschweizer allerdings nicht. Mit nur acht Startplätzen ist ihr Kontingent deutlich kleiner als jenes der Berner oder Innerschweizer. Kaum einen Gang verliert aber auch Sinisha Lüscher. Der Bankkaufmann besitzt die Fähigkeit, sich selbst aus scheinbar aussichtslosen Situationen noch zu befreien.

Lars Voggensperger (unten) stellte Damian Ott auf dem Weissenstein vor ein unlösbares Problem.
Foto: Philipp Kresnik/freshfocus

Nordostschweiz

Die Nordostschweizer haben gleich eine ganze Reihe schwer bezwingbarer Schwinger selektioniert. Allen voran Fabian Kindlimann. Der Zürcher gilt seit Jahren als einer, der kaum einen Gang verliert. Mittlerweile ist auch er älter geworden, unangenehm ist Kindlimann aber noch immer. Ähnliches gilt für die Eidgenossen Marco Good und Martin Roth. In einem einzelnen Kampf können sie einem Favoriten nach wie vor den Tag vermiesen.

Gleichzeitig rückt eine jüngere Generation nach. An ihrer Spitze steht Andy Signer, der eine beeindruckende Entwicklung hinter sich hat. Der 1,83 Meter grosse Athlet ist wendig wie nur wenige im Sägemehl. Auch Josias Müller hat alles, um einem Favoriten wichtige Punkte abzunehmen.

Andy Signer hat Grund zur Freude. Er zeigt starke Schwingfeste.
Foto: keystone-sda.ch

Südwestschweiz

Der kleinste Teilverband durfte nur fünf Schwinger selektionieren. Zwei davon können den Favoriten aber gehörig auf die Nerven gehen: Lario Kramer und Johann Borcard. Beide sind für ihre starken defensiven Qualitäten bekannt. Sie lösen häufig die Griffe, bewegen sich viel und sind mit ihrer unkonventionellen Schwingweise nur schwer zu kontrollieren. Wer gegen sie einen schnellen Sieg einplant, könnte eine böse Überraschung erleben.

Johann Borcard (l.) bodigte in dieser Saison Eidgenosse Roger Rychen.
Foto: keystone-sda.ch

Eine Frage stellt sich aber bei allen Defensivkünstlern: Gewinnen sie genügend Gänge, um vorne dabei zu sein? Ist der Abstand zu den Favoriten zu gross, nehmen sie der Einteilung die Chance auf eine solche Paarung. 

In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen