Schlusstag an Mountainbike-EM
Frei holt wieder Gold – viel Pech für Schweizer Männer

Sina Frei sorgt am letzten Wettkampftag der Mountainbike-EM in Tamaro TI für den Schweizer Höhepunkt. Die Zürcherin gewinnt Gold im Cross Country, Alessandra Keller fährt zu Silber. Bei den Männern holt Fabio Püntener Bronze – seine Teamkollegen sind dagegen im Pech.
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Starke Form: Sina Frei holt am Monte Tamaro ihre zweite Goldmedaille.
Foto: Keystone

Schon wieder Doppelsieg für die Schweiz! Sina Frei gewinnt nach dem Shorttrack- auch das Cross-Country-Rennen an der Mountainbike-EM am Monte Tamaro. Hinter der Zürcherin fährt – wie schon am Donnerstag – Alessandra Keller zu Silber, dazu klassieren sich mit Nicole Koller (4.), Ronja Blöchlinger (6.) und Ginia Caluori (7.) gleich drei weitere Schweizerinnen in den Top 10. 

Nach dem Start setzt zunächst Ronja Blöchlinger das Tempo und führt das Feld vor der schwedischen Weltmeisterin Jenny Rissveds an. Frei hält sich in der Verfolgergruppe, ehe das Rennen in der zweiten Runde eine entscheidende Wende nimmt: Gesamtweltcup-Leaderin Rissveds wird von einem technischen Defekt ausgebremst. Frei nutzt die Chance, übernimmt die Spitze und gibt sie nicht mehr ab.

Keller arbeitet sich kontinuierlich nach vorne und schliesst kurz vor Rennhälfte zu Rissveds auf. Gemeinsam mit Frei setzt sie sich entscheidend ab, ehe sich das Schweizer Duo im Kampf um Gold und Silber etabliert. Frei baut ihren Vorsprung Runde für Runde aus und startet mit knapp einer Minute Reserve in die Schlussrunde.

Streckenkenntnisse führten Frei zum Sieg

Im SRF-Interview sagt Frei nach ihrem Triumph: «Es ist so cool. Ich habe einen mega guten Flow gefunden auf dieser Strecke. Es hat riesig Spass gemacht.» Den Heimvorteil habe sie perfekt nutzen können: «Ich habe die Strecke oft visualisiert. Ich konnte sie fast im Schlaf. Ich glaube, ich habe sogar von ihr geträumt.»

Keller verteidigt Rang zwei souverän und sichert der Schweiz einen Doppelsieg. Rissveds rettet Bronze ins Ziel. Dahinter überzeugt auch der Rest des Schweizer Teams: Nicole Koller wird Vierte, Blöchlinger Sechste und Ginia Caluori Siebte. Damit setzt die Schweiz am letzten Wettkampftag der Heim-EM ein eindrückliches Ausrufezeichen.

Püntener holt Bronze – Pech für Flückiger

Das Rennen der Männer verläuft aus Schweizer Sicht lange hervorragend. Doch je länger es dauert, desto unglücklicher wird es für sie. Nach der 4. Runde sind Fabio Püntener, Luca Schätti und Matthias Flückiger Teil einer Sechsergruppe an der Spitze. Dann stürzt Schätti und fällt zurück.

Nach der 5. Runde ist es noch ein Spitzenquartett mit Püntener, Flückiger, Juri Zanotti (It) und Charlie Aldridge (Gb), das bis zum Ende der 6. Runde bestand hat. Dann greift Zanotti an, nur Flückiger und Aldridge können das Tempo mitgehen. Doch dann hat Flückiger einen Defekt am Hinterrad und fällt ebenfalls zurück – was für ein Dämpfer im dümmsten Moment.

So fahren Zanotti und Aldridge in den letzten zwei Runden vorne weg und holen sich Gold und Silber. Dahinter holt Püntener immerhin noch Bronze. Für den Urner ist es die erste Medaille an einem Grossanlass. Dementsprechend gross ist seine Freude: «Es ist super. Das Rennen war wie erwartet hart, es schlägt dich oft herum. Am Schluss hatten die anderen einen grössreren Antritt, aber es ist okay so.»

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