Zum ersten Mal nach 2020 gewinnt wieder ein Schweizer eine Etappe an der Tour de France. Mauro Schmid gewinnt das längste Teilstück der diesjährigen Tour im Sprint, auf den letzten Metern der 205,8 Kilometer setzt sich der Zürcher gegen den Kolumbianer Harold Tejada durch und feiert in Belfort den grössten Erfolg seiner Karriere.
Den Grundstein legt der Jayco-AlUla-Fahrer 16 Kilometer vor dem Ziel, als er zusammen mit Tejada den Angriff lanciert und schnell eine Zehn-Sekunden-Lücke aufreissen kann. Diesen Vorsprung verteidigen die beiden Ausreisser geschickt, lassen die Verfolger erst auf den letzten Metern nochmals rankommen, einholen lassen sie sich aber nicht. Im Sprint lässt Schmid seinen letzten Gegner stehen und nimmt ihm auf der Ziellinie rund eine halbe Velolänge ab.
Nach dem Rennen ist die Freude bei Schmid riesig. «Ich kann es nicht glauben, ein Traum geht in Erfüllung. Ich brauche sicher noch ein paar Stunden, um zu verstehen, dass ich gewonnen habe», zeigt sich der 26-Jährige emotional. Es sei ein extrem harter Tag gewesen, so Schmid weiter. «Vier Kilometer vor dem Ziel habe ich erste Krämpfe gespürt, als ich die Ziellinie gesehen habe, habe ich schwarz gesehen», sagt Schmid.
Hinter Schmid wird Tom Pidcock Dritter und macht so einen grossen Sprung im Gesamtklassement. Der Brite liegt neu hinter Leader Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard auf Rang vier. Weil Pogacar und Co. über sieben Minuten auf die Spitze verlieren, rückt das Gesamtklassement zusammen. Nach 13 Etappen hat der Superstar noch dreieinhalb Minuten Vorsprung auf die ersten Verfolger.