Bei der Rad-WM 2024 verstarb Muriel Furrer (†18) nach einem Unfall. Die Zürcher Staatsanwaltschaft stellt die Untersuchung nun ein, wie sie am Montag bekannt gibt. Weder konnte eine Dritteinwirkung beim Sturz der Radrennfahrerin noch eine strafrechtlich relevante Pflichtverletzung im Zusammenhang mit der Streckensicherung oder der Nothilfe nach dem Unfall festgestellt werden, heisst es in der Meldung.
Gestützt auf die polizeilichen Ermittlungen ist von einem Rennunfall ohne Hinweise auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten oder ein Mitverschulden des Veranstalters, anderer Rennteilnehmerinnen oder von Drittpersonen am Sturz der Radrennfahrerin auszugehen. Furrer stürzte in einem Waldstück in Küsnacht ZH und blieb im Unterholz liegen. Weil die Fahrerinnen keinen Tracker trugen, blieb der Unfall lange unbemerkt. So wurde Furrer erst über eine Stunde nach ihrem Sturz entdeckt, die alarmierten Rettungskräfte trafen wenige Minuten später auf der Unfallstelle ein.
Gemäss der Untersuchung der Staatsanwaltschaft funktionierte die Rettungskette einwandfrei. Wie die Behörde schreibt, ergaben sich keine Hinweise auf strafrechtlich relevante Pflichtverletzungen, weder im Zusammenhang mit der zeitintensiven Bergung noch hinsichtlich der anschliessenden medizinischen Betreuung im Universitätsspital Zürich. Die Verfügung zur Einstellung der Untersuchung ist noch nicht rechtskräftig.