Die Vuelta hat die Berge erreicht – und im Gegensatz zur Etappe am Montag, die in einem Hagelsturm endete, schaut auf dem vierten Teilstück über 105 Kilometer rund um Andorra la Vella auch wieder etwas Zählbares heraus. Grosser Sieger dabei: Topfavorit Tadej Pogacar (27).
Der Slowene, seit seinem Sieg im Zeitfahren am ersten Tag schon im roten Leadertrikot unterwegs, greift bereits an der drittletzten Bergwertung, dem Collada de Beixalis, rund 50 Kilometer vor dem Ziel an. Nur Felix Gall kann ihm noch kurz folgen, dann muss auch der Österreicher abreissen lassen – und Pogacar pedalt der Ziellinie fortan solo entgegen. Unterwegs sichert er sich auch noch die Führung in der Punkte- und der Bergwertung.
Bis ins Ziel nimmt er den ersten Verfolgern 2:39 Minuten ab. Den Sprint der sechsköpfigen Gruppe gewinnt schliesslich etwas überraschend der Belgier Jarno Widar vor Gall. Teil des Sextetts ist auch Pogacars Landsmann und viermaliger Vuelta-Gewinner Primoz Roglic, der sich damit im Gesamtklassement auf Rang zwei nach vorne schiebt – mit bereits 3:21 Minuten Rückstand auf Pogacar.
Den umgekehrten Weg geht Stefan Küng. Der Thurgauer, vor der Etappe noch auf Rang sechs des Gesamtklassements, verliert auf der ersten gewerteten Bergetappe über 22 Minuten und fällt damit wie erwartet aus den Spitzenpositionen.