Mike Schuler radelt 1500 km für gelähmten Bruder
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«Ride for Fabian»:Mike Schuler radelt 1500 km für gelähmten Bruder

Nach fatalem Motocross-Crash
Schwyzer radelt für gelähmten Bruder durch die ganze Schweiz

Seit einem Motocross-Unfall lebt Fabian Schuler mit einer Querschnittlähmung. Um ihm den Wunsch nach einem Rollstuhl-E-Bike zu erfüllen, radelt sein Bruder Mike durch das ganze Land. Am 3. Tag seiner Tour traf Blick den Schwyzer beim Zwischenstopp im Appenzell.
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In neun Tagen mit dem Velo in alle Schweizer Kantonshauptorte: Mike Schuler bei seinem Zwischenstopp im Appenzell.
Foto: Blick

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mike Schuler radelt für querschnittgelähmten Bruder Fabian durch die Schweiz
  • Spendenziel von 16'000 CHF erreicht: 88'000 CHF gesammelt
  • Tour umfasst 1'500 Kilometer, 27'000 Höhenmeter, 26 Kantonshauptorte
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Davide MalinconicoRedaktor Sport

«Ride for Fabian» – hinter diesem Slogan steckt eine berührende, aber auch schmerzhafte Geschichte. «Fabian» steht für Fabian Schuler (32), «Ride» für die Fahrradtour seines Bruders Mike (35). 

Zum Hintergrund: Noch bis letzten Herbst war Fabian Schuler ein erfolgreicher Pilot in der Motocross-Schweizer-Meisterschaft. Dann veränderte ein schwerer Sturz während eines Rennens alles. Die Schockdiagnose: Querschnittlähmung.

«Fabian sagte mir, dass er seine Beine nicht mehr spürt»

Bei seinem Zwischenstopp im Appenzell erinnert sich sein Bruder Mike im Interview mit Blick an den fatalen Tag: «Ich war gerade im Festzelt am Essen, als ich sah, dass es einen Unfall gegeben hatte. Zuerst dachte ich mir nichts dabei, doch dann erkannte ich den Helm meines Bruders und ging hin. Fabian sagte mir, dass er seine Beine nicht mehr spürt. Es war ein Schock – man rechnet nie damit, dass so etwas im engsten Umfeld passiert.»

Auch Mike teilte bis dahin Fabians grosse Leidenschaft für Motocross. Auf die Frage, ob er nach dem Unfall unbeschwert auf einen Töff steigen kann, winkt er ab: «Nein, ich fahre nicht mehr. Unsere Mutter will, dass wir das nicht mehr tun.»

Mit dem Rennvelo durch die ganze Schweiz

Um seinem Bruder zu helfen, hat der Heizungsmonteur nun eine ambitionierte Mission gestartet: Innerhalb von nur neun Tagen fährt er mit dem Rennvelo durch die Schweiz, um alle 26 Kantonshauptorte abzuklappern – in Zahlen: 1'500 Kilometer und 27'000 Höhenmeter. Sein Ziel? Durch Spenden 16'000 Franken für ein Rollstuhl-E-Bike für Fabian zu sammeln – jenes soll ihm wieder mehr Freiheit schenken. 

Doch das Spendenziel wurde längst pulverisiert: Stand Montagnachmittag seien bereits unglaubliche 88'000 Franken zusammengekommen! Das zusätzliche Geld soll ebenfalls in Fabians Zukunft investiert werden – etwa für weitere Hilfsmittel und Therapien. Zudem könnte ein Teil des Überschusses auch an die Schweizer Paraplegiker-Gruppe gespendet werden.

Auf seiner Tour wird Mike diese Woche noch von prominenten Begleitern wie Töff-Profi Dominique Aegerter, Mountainbike-Weltmeisterin Alessandra Keller und Mountainbike-Weltcupfahrer Lars Forster unterstützt. Nach Tag 5 übernachtet er zudem bei Ski-Star Wendy Holdener, die er seit der Kindheit kennt.

«Muss am Montag wieder arbeiten»

Für Mike, der als Vorbereitung den ganzen Frühling über lange Touren absolvierte, ist es das erste Mal, dass er eine derart extreme Distanz zurücklegt. Am Sonntag knackte er gar eine persönliche Bestmarke: «Da bin ich erstmals eine 200-Kilometer-Strecke gefahren.»

Er ist zuversichtlich, dass er sein Ziel erreichen wird: «Ich habe extra eine Woche Ferien genommen. Deshalb habe ich nur diese neun Tage Zeit, weil ich am nächsten Montag wieder arbeiten muss.» Lachend fügt er an: «Vielleicht rufe ich Mitte Woche aber auch noch meinen Chef an und nehme mir einen Tag mehr frei.»

Erste gemeinsame Ausfahrt steht schon fest

Fabian Schuler selbst war am Wochenende ebenfalls hautnah dabei: «Er ist im Auto an der Strecke mitgefahren. Sie haben immer wieder angehalten und mir zugeschaut.»

Während des Gesprächs wird spürbar, wie tief die Bindung zwischen den beiden aus dem Alpthal SZ stammenden Brüdern ist. Und sie haben klare Pläne für die Zukunft: Sobald das Rollstuhl-E-Bike geliefert ist, steht die erste gemeinsame Ausfahrt laut Mike schon fest: «Wir wollen auf die ‹meinRad Trails› in Einsiedeln. Dort sind die Wege extra etwas breiter ausgebaut» – also ideal für ein Gefährt, wie Fabian es bekommen wird.

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