Darum gehts
- Influencerin Erola Jons sorgt bei der Vuelta für Kritik und Beschwerden
- Fragwürdige Aussagen zu Pogacar und Tarling lösen Empörung bei Teams aus
- Organisatoren schränken Jons' Interviews ein, Teams verweigern Zusammenarbeit
Bei der Vuelta sorgt eine als Reporterin eingesetzte Influencerin für Wirbel. Erola Jons ist mit ihrem Auftreten bei Fahrern und Teams auf Kritik gestossen. Besonders für Aufsehen sorgte ein Interview mit Tadej Pogacar. «Warum hyperventilierst du, wenn du mich siehst?», fragte sie den slowenischen Leader. Dessen Team UAE Emirates reichte daraufhin eine offizielle Beschwerde bei der Rennorganisation ein.
Auch im Umgang mit Joshua Tarling sorgte Jons für Empörung. Der 19-jährige Brite, der beim Auftaktzeitfahren Dritter wurde, trauert um seinen jüngeren Bruder, der kürzlich bei einem Radrennen ums Leben kam. Jons sagte, dass sie noch 20 Etappen Zeit habe, den Briten für ein Interview zu gewinnen. Die Aussage löste heftige Reaktionen aus.
Die Organisatoren haben inzwischen reagiert. Jons darf künftig nur noch mit ausdrücklicher Zustimmung der jeweiligen Teams Interviews mit Fahrern führen. Mehrere Mannschaften sollen bereits signalisiert haben, dass sie keinen weiteren Kontakt mit ihr wünschen.
Auch sportlich verlief die Vuelta zuletzt turbulent. Ein heftiger Hagelsturm zwang das Peloton auf der dritten Etappe zum Unterbrechen. Pogacar führte die Fahrer zum Schutz vor den Hagelkörnern in umliegende Gebäude. Die Etappe von Gruissan-Aude nach Font-Romeu wurde daraufhin abgebrochen.
Dieser Artikel ist zuerst auf sportnieuws.nl erschienen. Die holländische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.