Darum gehts
- Marco Brenner gewinnt Etappe der Vuelta in Sierra de la Pandera
- Deutscher setzt sich nach 12-km-Anstieg gegen Santiago Buitrago durch
- Gesamtleader Enric Mas führt mit 2:06 Minuten vor Felix Gall
Das Warten hat ein Ende: Das Schweizer Tudor-Team gewinnt endlich eine Etappe bei einer Grand Tour. Dafür verantwortlich zeigt sich der Deutsche Marco Brenner, der sich am Ende des rund zwölf Kilometer langen Schlussaufstiegs zur Sierra de la Pandera in einem Zweiersprint letztendlich deutlich gegen den Kolumbianer Santiago Buitrago durchsetzt.
Die beiden erweisen sich nach 154,5 Kilometern und rund 4000 Höhenmetern durch Andalusien als stärkste Fahrer einer zeitweise über 40-köpfigen Spitzengruppe. Das Ziel erreichen sie schliesslich rund vier Minuten vor den Anwärtern auf das Gesamtklassement, die die Fluchtgruppe im Kampf um den Etappensieg gewähren lassen.
«Bei der letzten Steigung habe ich gemerkt, dass ich richtig gute Beine habe», sagt Brenner, dem es bisher an der Vuelta nicht nach Wunsch gelaufen ist. «Man lebt für Tage wie heute. Es gibt nicht viele Fahrer, die eine Etappe an einer grossen Rundfahrt gewinnen können. Und nun gehöre ich dazu.»
So richtig beginnt das Rennen erst in der bis zu 18 Prozent steilen Steigung zum Ziel, wobei es gerade der Drittklassierte Felix Gall mit mehreren Attacken probiert. Gesamtleader Enric Mas kann er damit nicht abschütteln, wohl aber Primoz Roglic: Der Slowene verliert auf das Duo bis ins Ziel 25 Sekunden und muss seinen zweiten Gesamtrang so an Gall abgeben. Mas' Vorsprung auf den Österreicher beträgt 2:06 Minuten.