«Ein Leben verloren»
Rad-Star greift zur Wasserflasche und landet in Schlucht

Für Tom Pidcock ist die Katalonien-Rundfahrt nach der fünften Etappe zu Ende. Der zweifache Mountainbike-Olympiasieger kommt in einer Abfahrt von der Strasse ab – und findet sich in einer Schlucht wieder.
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Tom Pidcock kommt auf der fünften Etappe der Katalonien-Rundfahrt weit von der Strasse ab.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Tom Pidcock kommt bei Katalonien-Rundfahrt 30 km vor dem Ziel zu Fall
  • Mit 60 km/h stürzt er in eine Schlucht und bleibt fast unverletzt
  • Pidcock kann die Etappe mit 30 Minuten Rückstand beenden und pausiert
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Eigentlich ist Tom Pidcock (26) auf dem Rad ein virtuoser Techniker. Davon zeugen unter anderem zwei olympische Goldmedaillen im Mountainbike und die ebenso riskante wie atemberaubende Abfahrt hinunter vom Col du Galibier auf dem Weg zum Sieg auf der Alpe d'Huez an der Tour de France 2022. Nun hat er den Bogen aber etwas überspannt: Auf der fünften Etappe der Katalonien-Rundfahrt am Freitag erlebt er einen grossen Schock-Moment.

«Ich habe während einer Abfahrt getrunken und eine Kurve falsch eingeschätzt. Ich bin darüber hinaus gefahren und eine Schlucht hinabgestürzt. Es war wie bei diesen Horror-Stürzen, die man jeweils sieht», erzählt der Brite am Ziel der schwersten Etappe der siebentägigen World-Tour-Rundfahrt. Der Vorfall ereignete sich in der letzten Abfahrt des Tages rund 30 Kilometer vor dem Ziel, wo Pidcock wohl mit einer Geschwindigkeit von rund 60 km/h unterwegs war.

TV-Bilder vom Sturz gibt es keine – für Pidcock potenziell ein Problem: «Ich war weit weg von der Strasse und niemand wusste, dass ich dort war.» Per Funk habe er das Team-Fahrzeug aber erreichen können. Im Anschluss konnte der bisherige Gesamtzweite die Etappe fortsetzen und mit einer knappen halben Stunde Rückstand auf Sieger Jonas Vingegaard beenden.

Zuletzt gut in Form

Nur: Die anschliessenden medizinischen Untersuchungen ergaben Blessuren an Knochen und Bändern in Pidcocks stark geschwollenem rechten Knie, weshalb der Anwärter auf einen Spitzenplatz in der Gesamtwertung zur sechsten Etappe am Samstag nicht mehr antreten kann. «Ein dummer Fehler und ich werfe meine grossartige Form weg», ärgert sich Pidcock im Nachgang auf Instagram.

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In der letzten Woche hat der Brite zunächst bei Mailand-Turin triumphiert, ehe er bei Mailand-Sanremo nur von Tadej Pogacar (27) geschlagen worden ist. Nun muss er erst einmal pausieren – sein nächstes sportliches Ziel sind die Ardennen-Klassiker ab Mitte April.

Allerdings spricht Pidcock nach seinem Sturz auch von «unglaublichem» Glück: «Heute habe ich sicher ein Leben verloren. Ich werde mich nun als ‹Ninja-Crasher› bezeichnen – mit 60 km/h verlasse ich eine Bergstrasse und es geht mir trotzdem relativ gut.»

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