Chef von Swiss-Ski und Electrolux im Interview
«Wir sind nicht allein von Odermatt abhängig»

Peter Barandun ist nicht nur Chef von Swiss-Ski, sondern auch CEO von Elektrolux Schweiz. Im Interview spricht er über die neue Skisaison, seine Ansprüche an die Teams, die Konkurrenz durch chinesische Hersteller und darüber, wie Skistars helfen, Haushaltsgeräte zu verkaufen.
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Es läuft die Hochsaison von Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun, der gleichzeitig Chef von Electrolux Schweiz ist.
Foto: Thomas Meier / RINGIER AG

Darum gehts

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Die Webcam auf knapp 2700 Metern über Meer am Fusse des Rettenbachgletschers oberhalb von Sölden im Tirol zeigt eine alpine Steinwüste, wenig Eis – und ein weisses Band aus Schnee, das sich steil nach oben zieht. Auf dieser Kunstschneepiste begann letztes Wochenende die Saison im alpinen Skiweltcup mit zwei Riesenslaloms. Und es begann die Hochsaison von Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun, der gleichzeitig Chef von Electrolux Schweiz ist.

Herr Barandun, am Samstag ging es los. Wie steht Swiss-Ski da?

Peter Barandun: Unsere Teams haben über den Sommer hervorragend trainiert. In Zermatt konnten unsere Kaderathletinnen und -athleten stets auf dem Gletscher trainieren, obwohl uns der heisse Sommer vor gewisse Herausforderungen stellte. Die Liftanlagen konnten zeitweise nicht wie vorgesehen betrieben werden, was für uns einen Zusatzaufwand bedeutete. Entscheidend ist, dass die Teams gut trainieren und möglichst verletzungsfrei in die Saison gehen. Das ist uns überwiegend gelungen. Marco Odermatt hatte eine kleine Muskelverletzung, die ihn Anfang September einige Trainingstage kostete.

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RMS
Artikel aus der «Handelszeitung»

Dieser Artikel wurde in der «Handelszeitung» veröffentlicht. Weitere spannende Artikel finden Sie unter www.handelszeitung.ch.

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Der Skisport braucht Schnee. Wie passen Sie das Training an wärmere Sommer an?

Wir müssen unsere gewohnten Abläufe überprüfen. Bisher ist es häufig so: Nach der Wintersaison folgt das Konditionstraining, und im Juli geht es wieder auf die Ski. Vielleicht sollten wir im Frühling kürzer pausieren und die Schneeverhältnisse bis Ende Juni stärker nutzen, vor allem in höhergelegenen Gebieten. Im Spätsommer können die Teams wie bisher auf die Südhalbkugel reisen. Für die Zukunft des Skifahrens bin ich zuversichtlich, auch wenn sich einzelne Standorte anpassen müssen.

Gilt dieser Optimismus auch für den Schweizer Wintertourismus?

Destinationen, die weiterhin auf Wintersport setzen, werden in die Beschneiung und die nötige Infrastruktur investieren müssen. Ich halte das auch ökologisch für vertretbar. Man muss den Energie- und Wasserbedarf der Schneeproduktion im Verhältnis zum gesamten Tourismus betrachten, etwa zu Anreise und Hotellerie. Gleichzeitig werden höhergelegene Gebiete an Bedeutung gewinnen. Zusammen mit den Bergbahnen beschäftigen wir uns damit, wo und wie lange Skifahren möglich bleibt. Sicher ist, dass auch im Jahr 2050 noch Ski gefahren wird.

Zur Person

Hochsaison: Am Wochenende beginnt die Saison im alpinen Weltcup. Und damit die Hochsaison für Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun. Er sagt, er arbeite im Winter sieben Tage die Woche. Denn der 62-jährige Bündner ist auch noch Chef von Electrolux Schweiz. Daneben sitzt er bei Arbonia im Verwaltungsrat.

Schweden in der Schweiz: Das Unternehmen Electrolux Schweiz gehört zum gleichnamigen Konzern aus Schweden. Hierzulande verkauft es über eine halbe Million Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Backöfen und ist damit – vor V-Zug – Marktführer in der Schweiz.

Passion für den Schneesport: Seit Herbst 2025 ist Peter Barandun Präsident des Schweizer Skiverbands Swiss-Ski. Er war eine treibende Kraft bei der Absetzung des umstrittenen FIS-Präsidenten Johan Eliasch. Barandum ist selbst ein talentierter Skifahrer und sagt, Pulverschneefahrten seien seine Definition von Freiheit.

Hochsaison: Am Wochenende beginnt die Saison im alpinen Weltcup. Und damit die Hochsaison für Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun. Er sagt, er arbeite im Winter sieben Tage die Woche. Denn der 62-jährige Bündner ist auch noch Chef von Electrolux Schweiz. Daneben sitzt er bei Arbonia im Verwaltungsrat.

Schweden in der Schweiz: Das Unternehmen Electrolux Schweiz gehört zum gleichnamigen Konzern aus Schweden. Hierzulande verkauft es über eine halbe Million Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen oder Backöfen und ist damit – vor V-Zug – Marktführer in der Schweiz.

Passion für den Schneesport: Seit Herbst 2025 ist Peter Barandun Präsident des Schweizer Skiverbands Swiss-Ski. Er war eine treibende Kraft bei der Absetzung des umstrittenen FIS-Präsidenten Johan Eliasch. Barandum ist selbst ein talentierter Skifahrer und sagt, Pulverschneefahrten seien seine Definition von Freiheit.

Sie möchten den Skisport auch international ausbauen. Wo sehen Sie Potenzial?

Der Rennkalender konzentriert sich stark auf Europa und Nordamerika. Dabei gibt es auch in Ländern wie Japan, Australien oder Neuseeland eine Skiszene. Ich sehe dort Potenzial, wo es natürliche Schneeverhältnisse, Berge und Menschen gibt, die Ski fahren. Eine breitere internationale Präsenz könnte dem Sport, seiner Vermarktung und auch den jeweiligen Regionen helfen.

Und wie beurteilen Sie die Chancen der Schweizer Teams in der kommenden Saison?

Unser mittelfristiger Anspruch ist, bei den Frauen und Männern im Bereich Ski alpin die Nummer eins zu sein. Bei den Männern ist die Ausgangslage ausgezeichnet. Das grösste Risiko sind Verletzungen. Wir können das Training entsprechend gestalten, aber Verletzungen nie ausschliessen. Bei den Frauen fehlen uns nach dem Rücktritt von Lara Gut-Behrami viele Weltcuppunkte, was schon letzte Saison, als Lara verletzt ausfiel, der Fall war. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir auch bei den Frauen ganz vorne mitspielen werden, zumal diverse Talente nachrücken. Im Nachwuchs, in den Jahrgängen 2006 bis 2009, sehe ich grosses Potenzial, sowohl in den Speeddisziplinen als auch im Slalom und Riesenslalom. Generell haben wir den Anspruch, in allen Rennen um das Podest mitfahren zu können.

Bei den Männern spricht die Öffentlichkeit vor allem über Marco Odermatt. Ist das Team zu stark von ihm abhängig?

Nein, keineswegs. Franjo von Allmen ist dreifacher Olympiasieger, Loïc Meillard hat wie Marco drei Olympiamedaillen gewonnen. Dazu kommen diverse andere Athleten, die ebenfalls aufs Podest fahren können. Wären wir allein von Marco abhängig, wäre ich deutlich nervöser.

Kitzbühel ist ein internationales Spektakel mit viel Prominenz und Hospitality. Wengen und Adelboden wirken stärker wie Schweizer Volksfeste. Müssen diese Rennen anders vermarktet werden?

Wengen und Adelboden begeistern die Leute, das Publikumsinteresse ist gewaltig. Natürlich versuchen wir, die Angebote und Attraktionen immer weiter auszubauen. Doch die Orte setzen uns auch logistische Grenzen. Wir könnten in Adelboden wohl deutlich mehr Tickets verkaufen, vielleicht doppelt so viele, wie wir tatsächlich anbieten können. In Wengen ist es ähnlich. Die besondere Atmosphäre dieser Rennen möchten wir unbedingt erhalten.

Sie planen für 2028 ein Rennen in Zermatt. Was soll dort anders sein?

Zermatt ist international ausgerichtet und bietet mit dem Matterhorn eine einmalige Kulisse. Das Rennen soll auf einer neuen Strecke in Richtung Zermatt führen, nicht mehr über die Grenze nach Italien. Gemeinsam mit Franz Julen und den Partnern vor Ort wollen wir ein besonderes Ereignis schaffen, auch mit einem starken Angebot im Zielraum. Die Anreise begrenzt die Zahl der Zuschauer etwas. Gerade deshalb muss das Erlebnis begeistern, vom ersten Rennen an. Ich kann mir dort eine andere Mischung aus Spitzensport, Gästen und internationaler Ausstrahlung vorstellen.

Swiss-Ski wächst, arbeitet aber mit einer sehr schmalen Marge. Wie gross ist der finanzielle Druck?

Als ich 2012 dazukam, lag der Umsatz bei gut 30 Millionen Franken. Heute nähern wir uns 90 Millionen. Wir haben starke Sponsoren und bauen unsere Angebote weiter aus. Zugleich müssen wir haushälterisch bleiben und Reserven für Risiken vorhalten. Das grösste Risiko wäre, wenn ein grosser Sponsor aussteigen würde und wir keinen Ersatz finden würden. Wir haben jedoch noch Möglichkeiten, neue Mittel zu gewinnen. Es ist eine Herausforderung, alle unsere Sportarten mit den nötigen finanziellen Mitteln auszustatten. Swiss-Ski ist schliesslich weit mehr als Ski alpin: Der Verband verantwortet elf Disziplinen.

Woher sollen zusätzliche Einnahmen kommen?

Wir arbeiten mit grossen Sponsoren, weiteren Partnern und Stiftungen zusammen, die besonders den Nachwuchs fördern. Zudem bauen wir ein Angebot für Privatpersonen und KMU auf, die Swiss-Ski enger unterstützen möchten. Gute sportliche Resultate helfen bei der Vermarktung, reichen allein aber nicht: Wir müssen passende Angebote für unsere Partner entwickeln. Darum haben wir mit Walter Reusser für den Sport und Diego Züger für den kommerziellen Bereich zwei CEOs. Der kommerzielle Bereich muss die Finanzierung unserer Vorhaben sichern.

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Es wurde zu viel Geld ausgegeben, ohne dass der Sport davon profitierte.
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Wie ist Ihr Verhältnis zum internationalen Skiverband nach dem Wechsel an dessen Spitze?

Wir haben diesen Wechsel aktiv vorangetrieben. Unter dem früheren Präsidenten Johan Eliasch waren wir mit der finanziellen Führung, dem Umgang mit den Verbandsgremien und einigem mehr nicht einverstanden. Ich habe ihn auch persönlich auf die finanzielle Entwicklung angesprochen. Aus meiner Sicht wurde zu viel Geld ausgegeben, ohne dass der Sport entsprechend profitierte. Die jetzige Führung ist stark gefordert, um die FIS wieder auf Vordermann zu bringen. Der Führungswechsel allein genügt nicht.

Wie gelang es, eine Mehrheit für den Wechsel zu gewinnen?

Wir haben mit anderen grossen Skinationen zusammengearbeitet, unter anderem mit Österreich, den USA, Deutschland, Norwegen, Italien, Schweden und einigen mehr. Diego Züger und ich waren stark engagiert. Schon zuvor hatte es Kritik an der Führung gegeben, doch um tatsächlich etwas zu ändern, brauchte es ein professionelles Vorgehen und einen gemeinsamen Kandidaten. Am Ende fiel die Entscheidung äusserst knapp aus. Das zeigt, wie schwierig es ist, einen amtierenden Präsidenten abzulösen.

Welche Aufgaben liegen beim internationalen Verband, welche bei Swiss-Ski?

Die FIS koordiniert den internationalen Rennkalender, von den Weltmeisterschaften bis auf die Nachwuchsstufe. Sie vermarktet die Weltmeisterschaften und den Weltcup global und ist für das Reglementarische verantwortlich. Sie repräsentiert den Schneesport in der olympischen Bewegung und fördert dessen internationale Verbreitung. Als Mitgliedsverband der FIS nimmt Swiss-Ski eine vergleichbare Rolle in Bezug auf die Schweiz wahr.

Neben Swiss-Ski führen Sie Electrolux Schweiz. Welches der beiden Mandate liegt Ihnen näher?

Beide bedeuten mir sehr viel. Ich bin seit dreissig Jahren bei Electrolux und fühle mich dem Unternehmen und den Menschen hier eng verbunden. Zum Skisport kam ich aus persönlicher Leidenschaft. Ich bin selbst Rennen gefahren und liebe die Berge und unsere Sportarten. Als Urs Lehmann mich 2012 fragte, ob ich bei Swiss-Ski mitarbeiten wolle, hat mich auch die Möglichkeit gereizt, junge Menschen zu fördern. Heute trage ich für beide Organisationen Verantwortung. Von Dezember bis Ende März arbeite ich praktisch sieben Tage pro Woche. Anders liesse sich das nicht vereinbaren.

Der Electrolux-Chef bereitet sich auf zusätzliche Nachfrage dank Wohnungsbau vor.
Foto: Thomas Meier / RINGIER AG

Haushaltsgeräte und Skisport scheinen weit auseinanderzuliegen. Was verbindet diese Aufgaben?

In beiden Bereichen geht es um Menschen, Leistung und Wettbewerb. Electrolux Schweiz arbeitet eng mit Bauherren, Investoren, Architekten und Vertriebspartnern zusammen. Bei Swiss-Ski sind Beziehungen und gute Leistungen ebenfalls zentral, gerade für die Finanzierung des Sports. Und der Skisport ist für mich persönlich eine Leidenschaft geblieben.

Electrolux unterstützt auch Athletinnen und Athleten. Wie entstand das?

Ich habe früh gesehen, wie schwer es jungen Fahrerinnen und Fahrern beziehungsweise ihren Familien fällt, den Sport zu finanzieren. Deshalb haben wir ein Fördermodell für junge Talente aufgebaut. Uns ging es nicht nur um schnelle Zeiten, sondern auch darum, wie die Jugendlichen als Persönlichkeiten auftreten und sich in ein Team einfügen. Wendy Holdener kam hinzu, später Marco Odermatt. Marco kenne ich seit seiner Jugend: Er fuhr damals mit meinem Sohn Rennen. Electrolux hat ihn unterstützt, lange bevor er zum Star wurde. Wendy und Marco sind beide nach wie vor bei uns unter Vertrag.

Peter Barandun mit seinem Superstar und Electrolux-Ambassador Marco Odermatt.
Foto: zVg

Was bringt ein Skistar einem Hersteller von Waschmaschinen?

Marco Odermatt hat unserer Marke enorm geholfen. Wir hatten gute Geräte, kamen mit unserem Marktanteil aber lange nicht über eine bestimmte Schwelle hinaus. Deshalb wollten wir auch emotional etwas bewegen. Wir haben sogar Geräte mit Marcos Namen auf den Markt gebracht. Als wir das Ziel formulierten, im ersten Monat zweitausend Stück zu verkaufen, hielten manche das für überzogen. Wir haben es beinahe erreicht.

Kann ein prominenter Name allein den Marktanteil verändern?

Allein natürlich nicht. Die Geräte müssen überzeugen. Aber Marco erhöht die Aufmerksamkeit und eröffnet uns Zugang zu Kunden und Partnern. Wir hatten uns vorgenommen, bis 2029 einen Marktanteilsgewinn von einer zweistelligen Prozentzahl zu erreichen. Nach unseren Zahlen liegen wir inzwischen bereits darüber. Der Erfolg beruht auf dem Zusammenspiel von Produkten, Marke, Verkauf und Service. Marco ist dabei ein wichtiger Faktor.

Nichts macht Barandun lieber als Ski fahren.
Foto: Thomas Meier / RINGIER AG

Wer sind Ihre wichtigsten Wettbewerber in der Schweiz?

V-Zug ist weiterhin ein grosser Wettbewerber, daneben Miele, Siemens und im Bereich Waschen und Trocknen Schulthess. Wir selbst rechnen dieses Jahr mit etwa 540’000 verkauften Haushaltsgeräten für Küche und Waschraum. Damit sind wir nach meiner Einschätzung in der Schweiz der klare Marktleader.

Kann dieser Markt überhaupt noch wachsen?

Der Gesamtmarkt ist relativ stabil und bewegt sich ungefähr in einer Spanne von minus bis plus 2 Prozent. Wachstum erzielen wir daher vor allem über Marktanteile. Zusätzliche Nachfrage kann vom Wohnungsbau kommen: Angesichts des Wohnungsmangels sind viele Projekte in Planung. Wir bereiten uns darauf vor.

Wie kommen Ihre Geräte in grosse Wohnbauprojekte?

Meist indirekt über Küchenanbieter und andere Partner. Entscheidend ist häufig, was der Investor vorgibt. Wenn dieser Electrolux verlangt, werden unsere Geräte eingeplant. Bleibt die Wahl offen, entscheidet vielfach die Offerte des Küchenbauers, und der Preiswettbewerb wird stärker. Darum sprechen wir sowohl Investoren, Architekten und Generalunternehmer als auch Küchenbauer und weitere Beteiligte an. Eine bekannte Marke und Auftritte mit Marco Odermatt helfen uns dabei.

Welche Rolle spielt das Ersatzgeschäft?

Eine Küche bleibt in einer Mietwohnung oft 30 oder 40 Jahre bestehen, ein Gerät typischerweise 12 bis 15 Jahre. In dieser Zeit wird es also zwei- oder dreimal ersetzt. Zu mehr als 95 Prozent werden unsere Geräte wieder durch unsere ersetzt, was für eine grosse Kundenzufriedenheit spricht. Der Ersatzmarkt macht bei uns ungefähr die Hälfte des Umsatzes aus und gibt dem Geschäft Stabilität. Der Service steuert knapp 15 Prozent zum Umsatz bei.

Liegt der Fokus darauf, Geräte rasch zu ersetzen statt zu reparieren?

Wir bieten Ersatzteile auch für ältere Geräte an und garantieren die Verfügbarkeit über mindestens 15 Jahre. Reparaturen werden immer wichtiger, nicht zuletzt wegen der Nachhaltigkeit. Unsere Reparaturquote liegt gemäss unseren Zahlen bei über 80 Prozent. Das ist ein wichtiger Teil unseres Angebots.

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Wir müssen chinesische Hersteller ernst nehmen.
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Chinesische Anbieter gewinnen international Marktanteile. Wie stark spüren Sie sie in der Schweiz?

Bei grossen Haushaltsgeräten bislang wenig. Ihre Produkte muss man aber ernst nehmen: Sie bieten spannende Features an, und sie sind oft günstiger. Für grosse institutionelle Kunden ist allerdings ein zuverlässiger Service entscheidend, und in diesem Bereich können chinesische Anbieter mit uns nicht mithalten, denn eine eigene landesweite Serviceorganisation mit Ersatzteilen aufzubauen, ist teuer – das leisten sie sich nicht. Wer jedoch bei einem Defekt nur das Gerät austauschen kann oder lange Wartezeiten hat, wird bei Investoren schnell Schwierigkeiten bekommen.

Sie sitzen auch bei Arbonia im Verwaltungsrat. Wie kam dieses Mandat zustande?

Ich kannte Edgar Oehler seit langem. Arbonia war früher auch mit Küchen und Kühlschränken verbunden, und ich hatte eine persönliche Beziehung zum Unternehmen und zur Ostschweiz.

Sie tragen sehr viele Aufgaben. Wie lange wollen Sie dieses Pensum noch halten?

Das hängt auch von meiner Gesundheit ab. Im Moment geht es mir gut, aber ich sehe mich nicht noch zehn Jahre lang sieben Tage pro Woche arbeiten. Bei Swiss-Ski bin ich für die laufende Amtszeit gewählt. Dieses Amt werde ich sicher über das Pensionierungsalter hinaus behalten. Bei Electrolux sprechen wir darüber, wie wir meine künftige Rolle gut regeln. Ich werde voraussichtlich auch in den kommenden Jahren eine wichtige Aufgabe übernehmen und den Vorsitz behalten. Eine Nachfolge ist noch nicht festgelegt – wir arbeiten zunächst am Prozess.

Was kostet Sie dieses Arbeitspensum persönlich?

Vor allem Zeit mit meiner Familie. Ich würde gerne mehr Zeit mit der Familie und natürlich mit den drei Enkelkindern verbringen. Auch fehlt mir die Zeit, Freundschaften zu pflegen. Dies bedauere ich auch sehr.

Zugabe

Was wollten Sie als Kind werden?

Peter Barandun: Skirennfahrer. Und ich wollte eine leitende Position bei einer Elektroinstallationsfirma innehaben.

Ihre Vorstellung von Glück?

Gute Gesundheit. Ein Umfeld mit Menschen zu haben, mit denen ich aus Freude zusammen sein kann. Und Unabhängigkeit.

Was schätzen Sie am meisten an anderen Menschen?

Ehrlichkeit und Initiative.

Und was am wenigsten?

Oberflächliches Verhalten. Solche, die sich Freunde nennen, nur weil ich meine Positionen innehabe. Ich möchte als Mensch wahrgenommen werden!

Wer sind Ihre Vorbilder?

Ingemar Stenmark, Franz Klammer und Bernhard Russi.

Wann haben Sie mit Skifahren begonnen?

Mit drei Jahren, am Heinzenberg – ohne Skilifte damals.

Wen halten Sie für den grössten Skistar aller Zeiten?

Ich möchte keine Namen nennen – Stars sind für mich nicht nur Sportler, die supererfolgreich sind, sondern auch jene, die Themen grandios meistern, welche ausserhalb des Sports stattfinden. Überehrgeizige, die nur für sich schauen, zählen nicht dazu!

Waschen Sie die Kleider mit Electrolux-Geräten?

Natürlich. Im Kochen bin ich aber besser!

Welches Tier würden Sie sein wollen?

Ein Hund. Wir haben einen Labrador. Archie ist ein gutes Tier, das uns in der Familie sehr viel gibt.

Was wollten Sie als Kind werden?

Peter Barandun: Skirennfahrer. Und ich wollte eine leitende Position bei einer Elektroinstallationsfirma innehaben.

Ihre Vorstellung von Glück?

Gute Gesundheit. Ein Umfeld mit Menschen zu haben, mit denen ich aus Freude zusammen sein kann. Und Unabhängigkeit.

Was schätzen Sie am meisten an anderen Menschen?

Ehrlichkeit und Initiative.

Und was am wenigsten?

Oberflächliches Verhalten. Solche, die sich Freunde nennen, nur weil ich meine Positionen innehabe. Ich möchte als Mensch wahrgenommen werden!

Wer sind Ihre Vorbilder?

Ingemar Stenmark, Franz Klammer und Bernhard Russi.

Wann haben Sie mit Skifahren begonnen?

Mit drei Jahren, am Heinzenberg – ohne Skilifte damals.

Wen halten Sie für den grössten Skistar aller Zeiten?

Ich möchte keine Namen nennen – Stars sind für mich nicht nur Sportler, die supererfolgreich sind, sondern auch jene, die Themen grandios meistern, welche ausserhalb des Sports stattfinden. Überehrgeizige, die nur für sich schauen, zählen nicht dazu!

Waschen Sie die Kleider mit Electrolux-Geräten?

Natürlich. Im Kochen bin ich aber besser!

Welches Tier würden Sie sein wollen?

Ein Hund. Wir haben einen Labrador. Archie ist ein gutes Tier, das uns in der Familie sehr viel gibt.

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