Zwei Medaillen hat Robin Cuche (27) an den Paralympics schon gewonnen (Gold in Abfahrt und Super-G), eine dritte kommt zumindest vorerst nicht dazu. In der Kombination scheidet der Neffe von Didier Cuche (51) im Super-G aus.
Erst hängt Cuche leicht an einem Tor an, dann rutscht er auf dem Innenski weg. So endet seine Fahrt bereits nach rund 45 Sekunden. Er bleibt liegen, sorgt so für einen bangen Moment. Wenig später gibt Cuche aber Entwarnung, steht auf und fährt selbstständig in Richtung Ziel.
«Es ist nicht so schlimm», sagt er wenig später ins SRF-Mikrofon. Das Schienbein tue etwas weh, sei geschwollen. «Momentan gehts, aber mal schauen, wie es wird, wenn das Adrenalin weg ist.» Die Ursache für seinen Sturz sieht er darin, dass er vom Sprung weg ziemlich viel Risiko genommen hat und dann zu direkt aufs nächste Tor gekommen ist.
So oder so stehen für Cuche nun zwei Tage Pause an, ehe es für ihn weiter geht. Er plant, insgesamt fünf Rennen zu bestreiten. Ausstehend sind noch der Riesenslalom (Freitag) und der Slalom (Sonntag).
Nur ein Schweizer im Klassement
Nach dem Out von Cuche und dem Kombi-Startverzicht von Théo Gmür (29) – er stürze beim Super-G im Ziel und klagte gemäss SRF danach über Kopfschmerzen – bleibt Schweizer Medaillenjubel aus.
Emerick Sierro (19), der wie Cuche in der Stehend-Kategorie fährt, wird am Ende Neunter. Überraschend zu Gold fährt der Franzose Arthur Bauchet, der davon profitiert, dass Halbzeit-Leader Alexej Bugajew (Russ) im Slalom ausscheidet.
In der Sitzend-Kategorie ist am Schluss kein Schweizer klassiert. Pascal Christen (33) scheidet bereits im Super-G aus, Christophe Damas (23) erwischts am Nachmittag im Slalom. Gold geht an den Holländer Jeroen Kamschreur.