Wissen von Schweizer Para-Snowboarder getestet
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Verlierer wird bestraft:Wissen von Schweizer Para-Snowboarder getestet

Medaillen-Hoffnung Aron Fahrni
Paralympics-Snowboarder will Unfallopfern Hoffnung machen

Die Paralympics starten am Freitag mit der Eröffnungsfeier in Verona. Die Berner Aron Fahrni und Fabrice von Grünigen vertreten die Schweiz im Snowboardcross und wollen sportlich wie persönlich überzeugen.
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Aron Fahrni im Training in St. Moritz: Am Sonntag startet der Berner zu seinen ersten Paralympics.
Foto: Joël Hahn

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Paralympics starten am 7. März in Norditalien und dauern bis 15. März
  • Snowboarder Aron Fahrni ist aktueller Gesamtweltcupsieger und Podestanwärter
  • Neunköpfige Schweizer Delegation ist in Norditalien dabei
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Joël HahnRedaktor Sport

Nach den Olympischen Spielen ist vor den Paralympics. Die Para-Winterspiele finden ebenfalls in Norditalien, ebenfalls unter dem bekannten Banner von «Milano-Cortina» statt. Nach der Eröffnungsfeier am Freitag in der Arena von Verona geht es bis 15. März in Mailand, Cortina und im Val di Fiemme zur Sache. 

Die Paralympics sind ein grosses Ziel für Aron Fahrni (27) und Fabrice von Grünigen (24). Die beiden Berner vertreten in der neunköpfigen Delegation das Snowboarden.

Für beide ist es nicht einfach ein Wettkampf, sondern ein Highlight, das sie bewusst erleben möchten. «Es ist meine erste Olympiasaison», sagt Fahrni, der allerdings am Sonntag im Snowboardcross als heisser Podestanwärter startet – er ist aktueller Gesamtweltcupsieger und war auch schon Weltmeister.

Aber er sagt: «Mir geht es darum, Erfahrungen zu sammeln und einfach zu schauen, was auf mich zukommt.» Von Grünigen ergänzt: «Natürlich möchte ich gut fahren, aber ich will den Moment geniessen und meinen Sport so gut wie möglich zeigen.

Mentale Stärke als Schlüssel

Beide Snowboardcrosser sind ehrgeizig, doch ihre Motivation geht über Resultate hinaus. Fahrni erklärt: «Ich gebe mein Bestes, und was dann rauskommt, ist sekundär. Ob ich gewinne oder verliere – ich bleibe derselbe.» 

Für beide Athleten sind Paralympics auch eine mentale Herausforderung. Fahrni, der einen eingeschränkten linken Arm hat, und von Grünigen, der nach einem Unfall mit stark beeinträchtigten Unterschenkeln lebt, wissen, dass jeder Lauf unvorhersehbar ist. «Manchmal läuft alles perfekt, und trotzdem entscheidet eine Kurve oder ein kleiner Fehler über die Platzierung», sagt Fahrni. «Das kann man nicht kontrollieren, darum ist es wichtig, locker zu bleiben und jeden Moment zu geniessen.»

Vorbildrolle und Inspiration

Neben der eigenen Leistung sehen beide auch eine Vorbildfunktion. Fahrni erklärt: «Ich möchte zeigen, dass man auch nach schwierigen Situationen wieder Erfolg haben kann.» Beide Berner haben schwere Schicksalsschläge hinter sich, jetzt sind sie Profisportler. Von Grünigen ergänzt: «Wenn junge Sportler sehen, dass man Rückschläge überwindet und Freude am Sport hat, ist das für mich genauso wertvoll wie ein Resultat.»

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