Erfolg und Inklusion
Von den «Weltspielen der Gelähmten» zu den Paralympics

Die Schweiz spielt im Para-Sport seit jeher eine wichtige Rolle. Wir zeigen, welche Efforts es für den sportlichen Erfolg braucht – und wo es in Sachen Gleichberechtigung noch immer hakt.
1/10
Monoskibobfahrer Pascal Christen möchte mit seinem sportlichen Erfolg andere Rollstuhlfahrer inspirieren
Foto: GABRIEL MONNET
Dies ist ein bezahlter Beitrag, präsentiert von Toyota

43, 37, 35, 32, 29, 23, 21: Das ist die eindrückliche Medaillenausbeute der Schweiz an vergangenen Paralympischen Spielen. Dafür zuständig sind Top-Athletinnen und -Athleten wie Catherine Debrunner (30) und Marcel Hug (40), die seit längerem zur Weltspitze zählen. 2024 in Paris holte allein dieses Duo 10 Mal Edelmetall – und krönte seine Paralympics-Teilnahme mit Gold im Rollstuhl-Marathon.

Eine helvetische Erfolgsstory, die schon bei der ersten Austragung Paralympischer Spiele 1960 in Rom ihren Anfang nahm. Die Schweiz war damals eine von nur gerade zwei Dutzend Nationen und holte auf Anhieb vier Medaillen. Es war eine Zeit, in der man noch von «Weltspielen der Gelähmten», «Olympiade für Behinderte» sprach. 

Erst 1988 in Seoul wurde offiziell der Name Paralympics eingeführt. Mit einer klaren Haltung: Statt für «Paraplegic» (querschnittgelähmt) steht der griechische Begriff «Para» für «neben», um zu verdeutlichen, dass diese Spiele gleichberechtigt neben den Olympischen Spielen stattfinden. Seit Seoul werden die Paralympics deshalb konsequent an denselben Sportstätten wie die Olympischen Spiele ausgetragen. 

Swiss-Paralympic-Geschäftsführerin Conchita Jäger.

«Making History»: Ambitionen im Leistungssport

In Sachen Gleichberechtigung tat sich viel seither: Auf der ganzen Welt gründeten sich nationale Para-Sportverbände unter dem Dach des Internationalen Paralympischen Komitees, darunter Swiss Paralympic 1993 in Ittigen bei Bern. Die Stiftung verfolgt drei Ziele: sportliche Exzellenz fördern, den paralympischen Gedanken verbreiten und Chancengleichheit im Sport schaffen.

«Wir haben in den letzten 33 Jahren Strukturen geschaffen, die den Para-Sport national und international stärker vernetzen und professionalisieren», blickt Swiss-Paralympic-Geschäftsführerin Conchita Jäger auf die ersten 33 Jahre zurück. «Dadurch finden Athletinnen und Athleten heute ein bestmögliches Umfeld vor, um ihr Potenzial zu entfalten, auf höchstem Niveau zu performen und dafür Anerkennung zu erfahren.»

Athletenvideo: Robin Cuche, Ski Alpin

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Unter dem Motto «Making History» sorgt Swiss Paralympic mit klaren Selektionsprozessen, professioneller Betreuung und starken Partnerschaften sowie einem optimalen Umfeld dafür, den Athletinnen und Athleten den Rücken freizuhalten. So können sie sich voll und ganz auf ihre Leistung konzentrieren. Es gehe darum, dass sie stets das Beste aus sich herausholen können – auch an Europa- und Weltmeisterschaften, die wichtige Meilensteine auf dem Weg an die Paralympics bilden würden, so Jäger. «Darum sind wir auch bei EMs und WMs auf Spenden und Sponsoren angewiesen, obwohl diese Events weniger mediale Aufmerksamkeit erhalten. Nur so können die Athletinnen und Athleten den Sprung an die Weltspitze schaffen.»

«Breaking Barriers»: gesellschaftliche Hürden abbauen

Doch die Mission von Swiss Paralympic geht über den leistungssportlichen Bereich hinaus: Ziel der Stiftung ist es auch, die Wahrnehmung und Chancengleichheit des Para-Sports in der Gesellschaft zu verbessern. Hierfür steht mit «Breaking Barriers» der zweite Teil des Stiftungsslogans: gesellschaftliche Hürden abbauen, um eine positive Veränderung für eine inklusivere Zukunft herbeizuführen.

Und in dieser Hinsicht habe sich hierzulande in den vergangenen Jahren einiges getan, sagt Conchita Jäger. «Die Wahrnehmung hat sich stark verbessert. Immer mehr Menschen sehen Para-Athleten als Hochleistungssportlerinnen und nicht nur als «besondere Menschen». Der Para-Sport sei zudem sichtbarer, professioneller und gesellschaftlich stärker verankert als je zuvor.

Athletenvideo: Pascal Christen, Ski Alpin

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Doch das Ende der Fahnenstange ist punkto Inklusion noch längst nicht erreicht, wie Jäger anfügt. «Inklusion ist ein Prozess, und wir müssen weiter daran arbeiten, dass sie in Sport und Gesellschaft wirklich selbstverständlich wird.» So gebe es im Alltag immer noch Hürden für Menschen mit Behinderungen. Und auch bei Themen wie gleichberechtigtere mediale Sichtbarkeit, nachhaltigere Finanzierung und gesellschaftliche Anerkennung sei noch viel zu tun, um echte Gleichwertigkeit im Bewusstsein der Gesellschaft zu erreichen. «Wir sind zum Beispiel bestrebt, die Erfolgsprämien der Para-Sportler denjenigen im Regelsport anzunähern», erklärt sie. «Heute erhalten Athletinnen für eine Paralympics-Goldmedaille nicht einmal die Hälfte der Erfolgsprämie, die Athletinnen für Olympia-Gold erhalten. Das muss sich ändern.»

Finanzierung ohne öffentliche Gelder

Die Finanzierung für die Unterstützung der Leistungsträgerinnen und -träger sei eine dauernde Herausforderung, so die Swiss-Paralympic-Geschäftsführerin. Der Grund: Swiss Paralympic erhält keine direkten Gelder aus der Landeslotterie und finanziert sich zu zwei Dritteln aus Spenden und Sponsorengeldern. 

Zwei Millionen Franken benötigt die Stiftung jedes Jahr, um die Teilnahmen der Schweizer Para-Stars an internationalen Meisterschaften sicherzustellen. «Die Unterstützung von Spendern und Sponsoren ist deshalb entscheidend, damit wir Para-Athleten und -Athletinnen weiterhin optimal fördern, internationale Wettbewerbe ermöglichen und den Schweizer Para-Sport noch sichtbarer, professioneller und erfolgreicher machen können», sagt Conchita Jäger. 

Athletenvideo: Aron Fahrni, Snowboard

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Sie wünsche sich langfristige Partnerschaften, die den Para-Sport nachhaltig stärken und für echte Gleichstellung in der Sportförderung sorgen – so, wie es Toyota mit seinem Engagement unterstreicht (siehe Box). «Die Partnerschaft mit Toyota ist für uns weit mehr als finanzielle Unterstützung», sagt sie. «Partner wie Toyota zeigen, dass Leistung, Vielfalt und Inklusion einen echten Wert haben. Sie geben unseren Aushängeschildern nicht nur Planungssicherheit, sondern auch das Gefühl, dass ihre Leidenschaft und ihr Einsatz gesehen und geschätzt werden. Das motiviert ungemein.»

Toyota ist Premium Partner von Swiss Paralympic

Seit mehr als zehn Jahren setzt sich Toyota zusammen mit Swiss Paralympic für die Förderung des paralympischen Sports in der Schweiz ein. Die Werte Mut, Entschlossenheit, Inspiration und Exzellenz von Swiss Paralympic stehen in enger Verbindung mit den Prinzipien von Toyota. Diese Partnerschaft erreicht nun die höchste Partnerstufe. Erstmals stellt Toyota Swiss Paralympic eine Fahrzeugflotte für die Teilnahme der Athletinnen und Athleten an EM, WM und Paralympics zur Verfügung. Die vollelektrischen Modelle «bZ4X» und «Proace Verso Electric» stehen für Innovation und Fortschritt in der Mobilität und ermöglichen eine effiziente und umweltfreundliche Anreise zum Wettkampfort.

Seit mehr als zehn Jahren setzt sich Toyota zusammen mit Swiss Paralympic für die Förderung des paralympischen Sports in der Schweiz ein. Die Werte Mut, Entschlossenheit, Inspiration und Exzellenz von Swiss Paralympic stehen in enger Verbindung mit den Prinzipien von Toyota. Diese Partnerschaft erreicht nun die höchste Partnerstufe. Erstmals stellt Toyota Swiss Paralympic eine Fahrzeugflotte für die Teilnahme der Athletinnen und Athleten an EM, WM und Paralympics zur Verfügung. Die vollelektrischen Modelle «bZ4X» und «Proace Verso Electric» stehen für Innovation und Fortschritt in der Mobilität und ermöglichen eine effiziente und umweltfreundliche Anreise zum Wettkampfort.

Jäger geht davon aus, dass die Sicherung von Ressourcen, die Nachwuchsförderung und das Mithalten mit der stetigen Professionalisierung die grössten Herausforderungen bleiben werden – um immer wieder aufs Neue zu demonstrieren, dass Para-Sport Spitzenleistungen auf höchstem Niveau bietet.

Das nächste Mal können die Para-Sportlerinnen und -Sportler das bei ihren Einsätzen an den Paralympischen Winterspielen in Milano Cortina 2026 zeigen. In den Videoporträts in diesem Beitrag stellen sich vier von ihnen vor und erzählen, was es alles braucht, um im Para-Snowboard und Para-Ski alpin Geschichte zu schreiben. 

Athletenvideo: Romy Tschopp, Snowboard

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.

Conchita Jäger blickt mit Vorfreude und Stolz auf den 6. bis 15. März. «Milano Cortina 2026 ist eine Bühne, auf der unsere Athletinnen und Athleten zeigen können, wozu sie fähig sind», sagt sie. «Ich freue mich auf den Sport, die Emotionen und unvergessliche Momente.»

Diese Momente, in denen die Paralympics-Teilnehmenden mit viel Mut und Entschlossenheit ihre Ziele erreichen, seien für sie das Schönste an ihrem Job, bilanziert die Swiss-Paralympic-Chefin. «Wenn sie auf dem Podest sind oder persönliche Bestleistungen feiern, sehe ich, wie Leidenschaft, Training und Disziplin Früchte tragen. Das ist unbezahlbar. Und wenn sie dann noch sagen, sie möchten die Schweiz stolz machen, wird mir richtig warm ums Herz!»

Präsentiert von einem Partner

Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

Kontakt: E-Mail an Brand Studio

Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.

Kontakt: E-Mail an Brand Studio

Heiss diskutiert
    Meistgelesen