«Was für eine Schande»
Ski-Franzose nach Olympia-Aus total verärgert

Am Montag wurde das französische Ski-Alpin-Aufgebot für die Olympischen Winterspiele in Milano-Cortina bekanntgeben. Überraschend: Victor Muffat-Jeandet ist nicht dabei.
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Muffat-Jeandet belegt derzeit den 14. Rang im Slalom-Weltcup.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Victor Muffat-Jeandet verpasst Olympia 2026 wegen fehlender Quotenplätze für Frankreich
  • Frankreich erhielt nur 7 der erhofften 11 Männer-Ski-Startplätze
  • Muffat-Jeandet absolvierte 260 Rennen, 11 Podestplätze, aktuell Slalom-Weltcup-Rang 14
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
Petar Djordjevic

Victor Muffat-Jeandet (36) bringt diesen Winter konstant gute Leistungen auf die Skis und belegt im Slalom-Weltcup derzeit den 14. Rang (139 Punkte). Der französische Slalom-Spezialist hat während seiner Karriere bereits 260 Rennen absolviert, wobei er 11 Mal aufs Podest gefahren ist. 

Eine Chance, seine Karriere mit einer zweiten Olympia-Teilnahme nach 2018 – damals holte er Bronze in der Kombi – zu krönen, erhält er jedoch nicht. Am Montag kommunizierte das französische Olympische Komitee das Aufgebot. Muffat-Jeandet wurde nicht berücksichtigt und reist somit nicht nach Italien.

Quotenplätze gaben bereits vor Olympia in China zu reden

Victor Muffat-Jeandet darf aufgrund einer Regelung bezüglich Olympia-Quotenplätzen nicht an den Winterspielen teilnehmen, denn Frankreich erhält statt den erhofften 11 nur 7 Plätze für das Ski-Aufgebot der Männer. In der letzten Olympia-Saison im Jahr 2022 standen dem österreichischen Team zwischenzeitlich nur 9 statt den maximal erlaubten 11 Quotenplätzen zur Verfügung. Schlussendlich durften die Österreicher trotzdem 11 Athleten aufbieten. 

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Dies wird bei den Franzosen nicht der Fall sein und führt dazu, dass auch Alexis Pinturault (34) nicht an Olympia dabei sein wird. «Was für eine Schande, was für eine Respektlosigkeit gegenüber den Athleten und Mitarbeitern, die ihr ganzes Leben lang jeden Tag alles geben, um ihre Träume zu verwirklichen. Am Ende sind es immer sie, die die Zeche zahlen», meldet sich Muffat-Jeandet in den Sozialen Medien zu Wort.

Eine letzte Chance besteht

Die Norweger werden derweil auf einen ihrer Quotenplätze verzichten, welchen das französische Team erhalten dürfte. Ob Muffat-Jeandet doch noch zum Handkuss kommt, ist derzeit noch offen. Die Entscheidung soll nach dem Slalom in Schladming (Ö) am Mittwochabend gefällt werden.

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