«Sie ist mein Vorbild»
Holt Wendy mit Japan-Power Kombi-Gold?

Wendy Holdener und Sakurako Mukogawa haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam, aber die gleiche Wellenlänge.
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Sakurako Mukogawa freute sich riesig über Wendy Holdeners Bronzemedaille im Slalom
Foto: zVg
Mathias Germann aus Yanqing

Sie wuchsen 9200 Kilometer voneinander entfernt auf, reden andere Sprachen und haben einen anderen kulturellen Hintergrund: Wendy Holdener (28) und Sakurako Mukogawa (30). Dennoch sind die Schweizerin aus Unteriberg und die Japanerin aus Yokote gute Freundinnen. Offensichtlich wurde dies bei der Siegerehrung des Olympia-Slaloms, als Holdener Bronze holte und Mukogawa im Zielraum vor Freude fast ausflippte. «Ich werde nun auch in der Kombi mit Wendy mitfiebern und bin mir sicher, dass sie auch da wieder super fahren wird», so Mukogawa.

Noch muss sie sich dafür etwas gedulden, die Kombination steigt am Donnerstag (Abfahrt 3.30 Uhr, Slalom 7.00 Uhr). Wie stehen Holdeners Chancen? Klar, sie ist zweifache Kombi-Weltmeisterin (2017, 2019). Und weil mit Petra Vlhova (Slk) eine der Favoritinnen verletzt abreiste, gibt es mehr Platz auf dem Podest.

Allerdings muss sich die Schwyzerin in der Abfahrt kräftig steigern. Im letzten Training verlor sie zwei Sekunden auf Teamkollegin Michelle Gisin und US-Star Mikaela Shiffrin – das wäre wohl zu viel Rückstand, um die beiden im Slalom abzufangen.

«Ich werde Wendy die Daumen drücken»

Noch hat Holdener aber Zeit und ein weiteres Training vor Augen. Sicher ist: Die beiden Slalom-Spezialistinnen aus der Schweiz und Japan werden so oder so gute Freundinnen bleiben.

«Als Wendy vor drei Jahren nach Japan kam, haben wir zusammen Sightseeing gemacht. Sie ist nicht nur ein Vorbild, sondern viel mehr für mich. Auch im Weltcup sprechen wir viel und gehen zusammen essen, wenn die Zeit da ist. Ich werde ihr auf jeden Fall die Daumen drücken», so die Japanerin.

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