Darum gehts
- Caroline Ulrich trainiert für Olympia-Premiere im Skibergsteigen
- Ulrich kombiniert Leistungssport mit Biologie-Studium an der Universität Lausanne
- 23-jährige Schweizerin ist eine Medaillenhoffnung
Skibergsteigen? Das ist die neue Olympiadisziplin. Für die Schweizerin Caroline Ulrich (23) ist die Integration ihrer Sportart ins Olympiaprogramm ein historischer Moment. Die Studentin aus Vevey ist eines der grössten Talente im Skialpinismus und trainiert hart für den Traum einer Olympiamedaille. Blick trifft sie vor den Winterspielen in Verbier VS.
«Schon als kleines Mädchen begleitete ich meine Eltern und meinen Bruder in die Berge», erzählt Ulrich. «Ich lernte früh, sowohl bergauf zu eilen als auch bergab zu fahren. Am Anfang wollte ich oft wieder nach Hause, aber am Ende war ich immer glücklich. Ich liebe die Natur und das Skifahren.»
Vom Kinderskitourengeher zur Europameisterin
Ihre ersten grossen Erfolge erzielte Ulrich bei den Jugend-Weltmeisterschaften und den Olympischen Jugendspielen in Lausanne. «Diese frühen Siege motivierten mich, weiterzumachen. Ich erkannte, dass ich diesen Sport wirklich liebte», sagt sie. Heute gehört sie zu den besten U23-Athletinnen der Welt und gewinnt regelmässig Weltcups.
Bei einem Rennen im Skibergsteigen starten die Athletinnen respektive Athleten gleichzeitig. Der Parcours ist in eine Bergauf- und eine Bergabpassage aufgeteilt. Hoch eilen die Athletinnen und Athleten dank Fellen an den Ski, zwischendurch auch zu Fuss – die Ski sind dann auf den Rücken geschnallt. Auf dem Gipfel wird die Ausrüstung angepasst. Dann gehts ähnlich wie im Skicross durch Tore runter ins Ziel. Eine Runde der TV-tauglichen Sprintvariante dauert rund 3 Minuten.
Um die Medaillen gekämpft wird im K.o.-System. Die 18 Teilnehmenden starten in drei Vorläufen mit je sechs Startenden. Von jedem Vorlauf kommen drei direkt weiter in die Halbfinals. Dazu kommen drei Lucky Loser, die sich über die Zeit qualifizieren. In den beiden Halbfinals kriegen die je zwei Besten ein direktes Finalticket, dazu kommen wieder zwei Lucky Loser. Die sechs Finalisten machen die Medaillen unter sich aus.
Und die Mixed-Staffel am Samstag? Hier gibts eine Strecke mit doppelt so vielen Höhenmetern, auf die in der Staffelabfolge Frau, Mann, Frau, Mann jede Nation vier Runden dreht. (md)
Bei einem Rennen im Skibergsteigen starten die Athletinnen respektive Athleten gleichzeitig. Der Parcours ist in eine Bergauf- und eine Bergabpassage aufgeteilt. Hoch eilen die Athletinnen und Athleten dank Fellen an den Ski, zwischendurch auch zu Fuss – die Ski sind dann auf den Rücken geschnallt. Auf dem Gipfel wird die Ausrüstung angepasst. Dann gehts ähnlich wie im Skicross durch Tore runter ins Ziel. Eine Runde der TV-tauglichen Sprintvariante dauert rund 3 Minuten.
Um die Medaillen gekämpft wird im K.o.-System. Die 18 Teilnehmenden starten in drei Vorläufen mit je sechs Startenden. Von jedem Vorlauf kommen drei direkt weiter in die Halbfinals. Dazu kommen drei Lucky Loser, die sich über die Zeit qualifizieren. In den beiden Halbfinals kriegen die je zwei Besten ein direktes Finalticket, dazu kommen wieder zwei Lucky Loser. Die sechs Finalisten machen die Medaillen unter sich aus.
Und die Mixed-Staffel am Samstag? Hier gibts eine Strecke mit doppelt so vielen Höhenmetern, auf die in der Staffelabfolge Frau, Mann, Frau, Mann jede Nation vier Runden dreht. (md)
Nun fokussiert sich Ulrich auf den Sprint und die Staffel, die Disziplinen, die erstmals olympisch sind. «Ich trainiere trotzdem alle Disziplinen weiter, um nach Olympia konkurrenzfähig zu bleiben», erklärt sie. Ihre Trainings umfassen Bergläufe, Skitouren, Krafttraining und Technikübungen. «Ich trainiere manchmal allein, manchmal im Team. Beides hat Vorteile: Das Team motiviert, aber ich brauche auch meine Momente für mich.»
Schule, Karriere und Sport – ein Balanceakt
Neben dem Leistungssport studiert Ulrich Biologie an der Universität Lausanne. «Es ist wichtig, auch nach der Sportkarriere etwas zu haben, das mir Freude macht. Sport ist eine Lebensphase, sie dauert nicht ewig.» Unterstützung erhält sie durch die Schweizer Sporthilfe und als Zeitsoldatin für die Armee.
Caroline Ulrich (23) aus Vevey, ist eine aufstrebende Skialpinistin. Schon als Kind begleitet sie ihre Brüder und Eltern in die Berge und liebt die Freiheit in der Natur. 2019 wird sie vierfache U18-Europameisterin, 2020 gewinnt sie zweimal Gold bei den Youth Olympic Games. Lieblingsdisziplin: Individualrennen. Für die Olympischen Spiele 2026 setzt sie sich das Ziel: gewinnen. Neben dem Sport studiert sie Biologie in Lausanne.
Caroline Ulrich (23) aus Vevey, ist eine aufstrebende Skialpinistin. Schon als Kind begleitet sie ihre Brüder und Eltern in die Berge und liebt die Freiheit in der Natur. 2019 wird sie vierfache U18-Europameisterin, 2020 gewinnt sie zweimal Gold bei den Youth Olympic Games. Lieblingsdisziplin: Individualrennen. Für die Olympischen Spiele 2026 setzt sie sich das Ziel: gewinnen. Neben dem Sport studiert sie Biologie in Lausanne.
Rémi Bonnet: Verzicht auf Olympia
Ein grosses Thema ist Rémi Bonnet. Der Star der Szene tritt freiwillig nicht an. Ulrich kommentiert klar: «Ich verstehe seine Entscheidung. Die olympischen Disziplinen Sprint und Staffel passten nicht zu ihm. Rémi ist ein Athlet für lange, harte Rennen, die klassischen Individualläufe. Natürlich war es schade für uns, aber es war seine Wahl.»
Ziele, Visionen und Olympia-Hoffnungen
Für Ulrich ist klar: «Ich gehe nicht einfach zu Olympia, ich will gewinnen. Die Medaille ist das Ziel, aber ich will auch die Erfahrung geniessen und mich weiterentwickeln. Es geht darum, die beste Version meiner selbst zu sein – körperlich und mental.»
Nach den Winterspielen will sie auch wieder in die klassischen, langen Rennen wie die Patrouille des Glaciers zurückkehren. «Das sind die Wurzeln des Sports. Ich will mich dort messen, weil es andere Anforderungen stellt und unglaublich viel Spass macht.»
Natur, Leidenschaft, Zielstrebigkeit
Ulrich erhofft sich mehr Aufmerksamkeit für ihren Sport. «Ich hoffe, dass der Skibergsteigsport durch Olympia noch mehr Aufmerksamkeit bekommt und weiter wächst. Aber es ist wichtig, dass wir den Geist des Sports bewahren», sagt sie. Wer sie in Verbier trifft, spürt sofort: Sie will ganz nach oben.
