«Mein olympischer Traum endete nicht so, wie ich es mir erträumt hatte. Ich habe es gewagt, zu träumen und hart dafür gearbeitet, den Traum zu verwirklichen. Im Skisport liegen manchmal nur fünf Zentimeter zwischen der Ideallinie und einer schweren Verletzung», steigt Lindsey Vonn (41) in ihr erstes Statement auf Social Media nach ihrem schweren Sturz in der Olympia-Abfahrt ein. «Ich war fünf Zentimeter zu eng auf meiner Linie, sodass sich mein Arm am Tor verfing.»
Der Kreuzbandriss im linken Knie, den sie sich vor rund zehn Tagen in Crans-Montana zugezogen hatte, soll beim Unfall keine Rolle gespielt haben, erklärt die US-Amerikanerin.
Sie habe sich eine komplizierte Fraktur am linken Schienbein zugezogen. Die Verletzung sei derzeit stabil, erfordere in Zukunft aber noch mehrere weitere Operationen.
«Ich bereue nichts»
«Ich bereue nichts. Gestern im Starttor zu stehen, war ein unglaubliches Gefühl, das ich nie vergessen werde. Zu wissen, dass ich dort stand und die Chance hatte zu gewinnen, war an sich schon ein Sieg. Ich wusste auch, dass Rennen fahren ein Risiko ist. Es war schon immer ein unglaublich gefährlicher Sport und wird es auch immer bleiben», schreibt Vonn weiter.
Das Wort Karriereende benutzt die 84-fache Weltcupsiegerin nicht. Es ist allerdings nicht davon auszugehen, dass Vonn erneut in den Profisport zurückkehren wird. Ihr Vater Alan Kildow hatte gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) zuvor bereits das Ende der Karriere seiner Tochter verkündet: «Es wird keine weiteren Skirennen für Lindsey Vonn geben – solange ich dabei ein Wort mitzureden habe.»
