Die grosse TV-Abrechnung nach Olympia
Die Sieger und Verlierer von SRF

220 Stunden hat SRF live von Olympia berichtet: Wer die grosse TV-Überraschung war, welcher Ex-Sportler ein Ärgernis war und weshalb ein Experte alle überstrahlt hat.
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Daniel LeuStv. Sportchef

Experten/Co-Kommentatoren

Über 20 Experten gönnte sich SRF bei den Olympischen Spielen. Viele davon waren ihr Geld wert, aber nicht alle.

Nah dran an den Sportlern: Beat Feuz (r.) mit Marco Odermatt.
Foto: Sven Thomann

Gold: Beat Feuz
Olympiasieger wurde der Emmentaler schon 2022. Und auch in Mailand Cortina 2026 gewinnt der «Kugelblitz» Gold, und zwar in seiner Funktion als Co-Kommentator bei den Männer-Skirennen. Verdient hat sich Feuz diese Auszeichnung dank seiner zutreffenden Expertisen und seiner «gmögigen» Art.

Silber: Christian Reich
Der Aargauer ist ein Mann der klaren Worte. Im Gegensatz zu vielen seiner SRF-Arbeitskollegen sagt der ehemalige Bob-Pilot frei Schnauze, was er denkt. Für seine hemdsärmelige Sprache gibts Silber.

Bronze: Matthias Simmen
Der SRF-Biathlon-Experte ist seit Jahren ein sicherer Wert und ähnlich direkt und bodenständig wie Reich. Hinzu kommt sein ausgeprägter Urner Dialekt, der sympathisch rüberkommt.

Diplom: Gian Simmen
Ja, ich gebe es zu, ich habe ob all der Fachausdrücke nicht immer alles verstanden, was der Snowboard-Freestyle-Experte mir sagen wollte, unterhaltsam und angenehm war es trotzdem. Das Gleiche gilt übrigens auch für Elias Ambühl, der für Ski Freestyle zuständig war.

Na ja: Philippe Furrer
Der Männer-Hockey-Experte bietet keinen Mehrwert. Er erzählt nur, was der TV-Konsument selbst sieht oder Kommentator Reto Müller auch schon gesagt hat. Wird die Halbierungsinitiative angenommen, könnte man das Duo Müller/Furrer getrost halbieren.

Schwierig: Hockey-Co-Kommentator Philippe Furrer.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus

Kommentatoren

Während Olympia kamen bei SRF die üblichen Verdächtigen als Kommentatoren zum Einsatz. Fazit: gute, alte Hausmannskost.

Ein Profi durch und durch: Stefan Hofmänner.
Foto: BENJAMIN SOLAND

Gold: Stefan Hofmänner
Die Schweizer Stimme des Skisports liefert auch an diesen Spielen ab. Bestens vorbereitet, fachlich top – und auch das Zusammenspiel mit Feuz klappt bestens.

Silber: Claude Jaggi
Wir haben es bereits letzte Woche erwähnt: Jaggi ist für eine TV-Figur angenehm uneitel und authentisch. Er kam während Olympia im Eiskanal zum Einsatz.

Die positive Überraschung dieser Spiele: Adrian Arnet.
Foto: SRF/Oscar Alessio

Bronze: Adrian Arnet
Er hatte eine eher undankbare Aufgabe, denn er war fürs Eisschnelllaufen zuständig. Eine Sportart, die in der Schweiz nicht sehr populär ist. Doch Arnet hat mit voller Hingabe und Freude den Job mehr als erledigt.

Diplom: Dani Kern
Als Fussball-Kommentator überzeugt er mich nicht, beim Skicross aber schon. Er hat Ahnung und mit Ex-Skicrosserin Sanna Lüdi einen erfrischenden Wirbelwind an seiner Seite. 

Naja: Calvin Stettler
Eigentlich bin ich ein Fan von ihm, doch im Curling funktioniert er in Kombination mit Expertin Carmen Müller-Schäfer nicht so richtig. Kein Vergleich zum einstigen Kult-Duo Thurnheer/Ebnöther. «Beni National» hat dort jeweils den Ahnungslosen gespielt und wurde regelmässig von Ebnöther zurechtgewiesen. Stettler gibt nun aber selbst vor, Experte zu sein. Zu seiner Ehrenrettung: Keiner musste während den Spielen häufiger und länger kommentieren als er. Dass man ihm dann irgendwann nicht mehr allzu gerne zuhört, ist verständlich.

Moderatoren/Reporter

In dieser Kategorie haben wir die TV-Leute berücksichtigt, die vorwiegend vor den Kameras tätig waren.

Souverän: Paddy Kälin (r., im Bild mit Beat Feuz).
Foto: Sven Thomann

Gold: Paddy Kälin
Klar, wer für Männer-Ski zuständig war, hatte dank all der Erfolge leichtes Spiel. Doch man muss den Penalty dann doch auch noch versenken. Dies hat Kälin getan. Souverän, gut in den Zielinterviews, locker-flockig.

Silber: Sascha Ruefer
Ruefer lieferte auch in Italien ab. Dass der Studiomoderator nicht noch mehr zur Geltung kam, lag nicht an ihm, sondern an der Tatsache, dass es keine fixe Abendsendung und wegen der dezentralen Spiele kaum Studiogäste gab.

Bronze: Jeff Baltermia
Zugegeben, nicht jeder mag sein Dauergrinsen. Doch wer seinen Job als Freestyle-Reporter mit solch einer Hingabe und Freude ausführt, verdient sich eine Medaille.

Diplom: Annette Fetscherin
Wie Baltermia spaltet auch Fetscherin die TV-Nation. Doch die Studiomoderatorin erfüllt ihre Aufgabe souverän – und mit einem Dauerlächeln.

Na ja: Lukas Studer
Müsste der Ski-Reporter jedes Mal, wenn er «Pseudo-Gschpürsch-mi-Fragen» stellt, fünf Franken ins SRF-Sparsäuli werfen, würde das Fernsehen finanziell deutlich besser dastehen. Schwierig.

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